Neue Dienstzeiten
Hallo an alle! Unser Dienstherr möchte im Rahmen einer Softwareerneuerung die Dienstzeiten unserer Disponenten (eines interner Krankentransports) ändern. Unser Betrieb ist eine Art "zwitter", er besteht aus Altverträgler sogenannte Gestellte (TV-L) und neuen Vertägen (GmbH). Unsere GL möchte das die Disponenten,die alle Gestellte sind (mit 38,5Std Woche) so Arbeiten: 2 Tage Früh -2 Tage Spät - 2Tage Nacht dann 4 Tage frei. Das würde bedeuten die Kollegen arbeiten dann 33Std pro Woche und verplichten sich damit die dann anfallenden 230-240 Wenigerarbeitsstunden im Kalenderjahr auszugleichen (durch Urlaubs/Krankheitsvertretung oder so).Schaffen sie das nicht nehmen sie die restlichen Stundenden mit ins neue Kalenderjahr. was würdet Ihr machen?
Falls es zu schwierig ist fragt bitte nach.
Gruß danielw
Community-Antworten (6)
19.10.2012 um 21:34 Uhr
Hallo Daniel, lasst Euch nicht drängen. Erstmal hört sich diese Regelung so an, als ob der AG sich die Rosinen rauspicken will. Für die KollegInnen scheint es nur negative Konsequenzen zu haben: Kommen unter Druck, einzuspringen und sollen auch noch Minusstunden mit ins neue Kalenderjahr nehmen.
Der Artikel zur Mitbestimmung des BR bei der Arbeitszeit aus der AiB 2011, Ausgabe 12, S. 721–730 – Schoof, Mitbestimmen bei der Arbeitszeit, gibt einen ersten Einblick, was der BR beachten sollte. Eine Schulung zum Thema wäre vielleicht auch gut. LG Lotte
19.10.2012 um 21:50 Uhr
ich würde erstmal die Stimmung bei den Betroffenen zu diesem Thema ausloten..
wir haben dies mal durch einen anonymen Fragebogen durchgeführt das brachte erstaunliche Erkenntnisse mitunter auch Vorschläge, wie man das Thema anders für die Mitarbeiter händeln könnte
was man dann ins seine Verhandlungen mit dem AG konstruktiv einbauen könnte
bei "Altverträgen" und neue Dienstregelungen werde ich immer hellhörig, ob hier nicht Verschlechterungen der individuellen arbeitsvertraglichen Vereinbarungen über die kollektivrechtliche Hintertüre "durchgeschmuggelt" werden sollen
20.10.2012 um 11:50 Uhr
).Schaffen sie das nicht<
Das klingt ja so, als müssten sich die Betroffenen selbst darum kümmern .......
Da Ihr ja voll in der Mitbestimmung seit, könnt Ihr doch alles in die Verhandlungen einbringen, was Ihr für richtig haltet. Und dazu gehört auch, dass es Sache des AG sein muss dafür zu sorgen, dass der Dienstplan im Durchschnitt die genannten 38,5 Std/Wo erreicht.
Eigentlich wurde hier aber auch schon alles gesagt: Nehmt Euch Zeit, informiert Euch über die Gestaltung von Dienstplänen, holt die Meinung der Betroffenen ein und macht dem AG deutlich, dass Verschlechterungen zu ungunsten der AN mit Euch nicht zu machen sind.
20.10.2012 um 12:10 Uhr
Hallo,
danke für eure Anregungen.Ich werde mal sehen was die Kollegen insgesamt davon halten. So viel Zeit ist allerdings nicht mehr.Start der neuen Software (immens Kostspielig übrigens) soll der 1.12.12 sein.
danke an alle danielw
20.10.2012 um 12:20 Uhr
Hallo Daniel, soll sein, weil der AG das will? Da seid Ihr aber nur bedingt unter Zeitdruck, denn wenn Ihr Euch noch nicht geeinigt habt, kann der AG sie halt nicht einführen ;-) LG Lotte
20.10.2012 um 18:07 Uhr
der Klassiker : AG stellt fest, wann etwas eingeführt werden soll, und der BR sieht sich unter Zeitdruck
der AG muß sich mit euch einigen, vorher kann er gar nichts einführen
und wenn letztendlich noch eine Einigungsstelle eingerichtet werden müsste ?
das kann dauern, bis hier Ergebnisse zustandekommen
ihr habt alle Zeit der Welt, eine für euch befriedigende Lösung zu erreichen, egal, welche Termine der AG vorgibt
seine diesbezüglichen Planungen hat er bestimmt schon vor Monaten ins Auge gefasst, also ist er auch selbst schuld, wenn er euch nicht rechtzeitig und umfassend informiert hat, wie es seine Pflicht gewesen wäre
jetzt auf "schnell-schnell" machen, Termindruck, teuer etc. ist ein fauler Trick
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