Tarifurlaub nicht gewährt!
Hallo liebe BR Kollegen, hier gleich noch mal eine Frage, ich bin stellvertretender Schriftführer. Ende letzen Jahres habe ich mir Seminare für diesen Job ausgesucht. Jetzt habe ich im Januar 2012 meinen Jahresurlaub (3. Wochen)eingereicht und prompt eine Absage von meinem Vorgesetzten erhalten, mit der Begründung ich wäre ja 3. Wochen vorher schon zum Seminar und jeder nur 3. Wochen in den Ferien Urlaub bekommen würde. Vorab, leider waren die Seminare Terminlich nicht anders zu belegen sonst hätte ich das bestimmt berücksichtigt. Da ich diesen Job jetzt öfter erledigen muss, weil unser Schriftführer des Öfteren krank ist, sehe ich diese Maßnahme als dringend erforderlich. Für mich sieht das nach Benachteiligung von Betriebsräten aus! oder wie seht Ihr das?
MFG Hier noch einmal zum besseren Verständnis, Ich habe mir diesen Job nicht ausgesucht sondern wurde fast dazu gedrängt. Aber ist ja auch egal, ich habe den Job jetzt und möchte mich da auch in Zukunft mehrt einbringen weil der erste Schriftführer letztes Jahr 4 Bei pässe bekommen hat. Zur Situation, wir sind ein Betrieb mit 310 Mitarbeiter und 95 Leiharbeiter. Bei uns in der Abteilung arbeiten 120 Mitarbeiter im 2. Schichtsystem, davon haben 15% Schulpflichtige Kinder und was besonders ins Gewicht fällt! gewollter Personalmangel. Wir haben den AG des Öfteren darauf hingewiesen eine Personalplanung zu erstellen, leider haben wir einen Verbohrten alten Personalchef der meint das brauchen wir nicht, da die Fa. so Flexibler wäre. Das mag verstehen wer will, für uns als Betriebsräte nicht nachvollziehbar. Wenn ich meiner Aufgabe als Zukünftiger Schriftführer wahrnehmen soll brauch ich für die Zukunft diese Seminare. Das möchte ich hier noch einmal betonen, wir haben wirklich alle nach anderen Möglichkeiten gesucht die Seminare so zu belegen das niemand Nachteile davon hat. Ich begrüße es immer wenn ich meine Arbeit als Betriebsrat so erledigen kann das niemand darunter leiden muss, leider ist es bei uns so das mir und meinen Kollegen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Betriebsräte werden in der heutigen Zeit immer mehr auf dem Abstellgleis gestellt, die Mitsprache im Betrieb wurde immer mehr eingeschränkt lt. Gerichtsurteile. Es wird für uns immer schwerer unsere Arbeit zu verrichten, und daher brauchen wir diese Seminare um uns richtig vorzubereiten auf das was da Kommt. So ich hoffe ich habe mich jetzt etwas Verständlicher ausgedrückt.
MFG
Community-Antworten (4)
23.01.2012 um 10:13 Uhr
Grundsätzlich müssen die Kollegen ihren BR entlasten. Es ist Sache des Vorgesetzten, die Arbeit so zu organisieren, dass der BR nicht in seiner Tätigkeit behindert wird und ihm keine Nachteile daraus entstehen. Darüber hinaus gibt es aber auch "weiche" Faktoren, die man vielleicht in seine Überlegungen einbeziehen sollte. Wenn sehr viele Kollegen sich um die Ferienwochen schlagen, ist es nicht besonders nett, ein BR-Seminar auch noch in den Ferien zu buchen. Es gibt von verschiedensten Trägern Angebote, so dass ein Schriftführer-Lehrgang bestimmt auch zu günstigeren Zeiten zu bekommen ist. Es trägt zu einem guten Standing des BR in der Belegschaft bei, wenn er den Eindruck vermeidet, seine BR-Mitgliedschaft führe zu Nachteilen für die Kollegen. Das steht nirgends, ist aber so.
23.01.2012 um 10:54 Uhr
Euer AG vergleicht Äpfel mit Birnen. Ein Seminarbesuch ist kein Urlaub und man kann daher diesen Vergleich so nicht machen.
Außerdem - gibt es mit dem BR ausgehandelte Urlaubsgrundsätze, die die zitierten 3 Wochen vorsehen? (Mitbestimmung bei Urlaub § 87 BetrVG).
brsieben's Bedenken würde ich aber auch beachten.
23.01.2012 um 11:04 Uhr
"hier gleich noch mal eine Frage, ich bin stellvertretender Schriftführer. Ende letzen Jahres habe ich mir Seminare für diesen Job ausgesucht."
Welche Seminare meinst du jetzt, Seminare für den Schichtführer oder BR-Seminare?
23.01.2012 um 15:06 Uhr
@rolfo
Seminare für den Schichtführer
Wie kommst Du denn darauf? Fie*mann soll helfen können ...
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