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Wieviel Anspruch auf Urlaub nach längerer Krankheit

P
Pauli
Nov 2016 bearbeitet

Hallo, ich benötige dringend eure Hilfe. Eine Kollegin ist ab Juli 2009 krank geworden. Im Februar 2010 hat sie ihre Wiedereingliederung gemacht. Nun wollte sie ihre Urlaub aus 2009 nachholen. Laut Tarifvertrag 30 Tage. Der Arbeitgeber gewährt ihr aber nur die gesetzlichen 20 Tage, (5Tage/Woche) obwohl sie ja bis Juli 2009 voll gearbeitet hat. Ich hoffe ihr könnt mir meine Frage beantworten.

Viele Grüße, Pauli

1.00804

Community-Antworten (4)

V
Vannelle

05.05.2010 um 10:48 Uhr

Urteil vom EuGH v. 20.01.2009 - C-350/06 und C 520/06 Ein AN verliert seinen Anspruch auf bezahlten (Mindest-) Jahresurlaub, den er wegen Krankheit nicht ausüben konnte, nicht. Die Urlaubsabgeltung geht auch trotz entgegenstehender nationaler Vorschriften nicht verloren, wenn der AN über den Übertragungszeitraum hinaus arbeitsunfähig krank ist.

Erfasst wird nur der gesetzliche Mindesturlaub , nicht auch ein tarif- oder einzelvertraglich vereinbarter Mehrurlaub.

Wenn im Arbeitsvertrag zwischen gestzlichen und Einzelvertraglichen Urlaub nicht unterschieden wird, gilt der letzte Absatz nicht.

Hoffe ich konnte Dir einen Ansatz geben

M
monalisa

05.05.2010 um 10:58 Uhr

@Vannelle, alles was du geschrieben hast, ist richtig - sofern Urlaub beansprucht wird, der nach der bisherigen Rechtssprechung verfallen ist. Urlaub aus 2009 der wegen Krankheit nicht angetreten werden konnte und bis 31. März des Folgejahres beantragt wird, verfällt nicht! Und da reden wir von 30 Tagen! § 7 (3) Bundesurlaubsgesetz

K
Kölner

05.05.2010 um 11:31 Uhr

@Mona-Lisa Ich würde ja zunächst noch die Frage stellen wollen, ob die Kollegin jetzt auch wieder 'voll' arbeitet und ob es einen TV gibt. Je nach Lage...20 Tage!

D
dersensenmann

05.05.2010 um 11:49 Uhr

§7 Bundesurlaubsgesetz (3) Der Urlaub muß im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr ist nur statthaft, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen. Im Fall der Übertragung muß der Urlaub in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahrs gewährt und genommen werden.

Sieht der Tarifvertrag keine Verlängerung des Übertragungszeitraumes vor, hat die Kollegin nur Anspruch auf die 20 Tage.

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