Alkoholproblem bei Vorgesetzem - Können oder müssen wir als BR dagegen vorgehen?
Hallo zusammen! Bin seit April im BR. Der BR besteht seit ca. 1 Jahr, sind also noch Neulinge. Seit ca. einem halben Jahr hat der Betrieb einen neuen Vorgesetzen. Es kam gerade in der letzten Zeit zu mehreren Reibereien zwischen dem Vorg. und MA. Meist ging es um den Umgangston oder um Fachwissen. Das ist an sich wohl nichts aussergewöhnliches. Das Problem ist, dass inoffiziel schon spekuliert wurde (bereits nach kurzer Zeit) das der V. ein Alkoholproblem haben solle. Ich habe es bisher als üble Gerüchteküche wahrgenommen, da sehr viel Arbeit für den V. anliegt, und nobody is perfekt. Nun wurde mir (privat) von einigen MA erzählt, das er eine Alkohlfahne haben sollte. Letzte Woche hat sogar ein BR-Mitglied eine Alkoholfahne wahrgenommen. Es würde schon das Verhalten des V. erklären-> Auf die gleiche Frage gibt es vom V. verschiedene Antworten. Dienstanweisungen sind z.T. nur einige Tage gültig usw. Alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Wie kann/muß (oder nicht?) der BR dagegen vorgehen??? Vielen Dank im voraus für Antworten!
Community-Antworten (5)
04.07.2005 um 16:39 Uhr
Hallo !
Dabei handelt sich wohl um ein Suchtproblem des Vorg. mit der Folge, dass der Vorg. seinen an Ihn gestellten
Aufgaben nicht erfüllen kann!
Die Sache ist schwierig, denn Alkos trinken heimlich, und gestehen sich diese Krankheit nicht ein.
Wie kann der BR vorgehen ? Wenn direkt beim Vorg das Fehlverhalten nicht besprochen werden kann, würde ich im Rahmen des Monatsgesprächs mit GL das Fehlverhalten (Widersprüche, Umgangston) anbringen. Ob das
Suchtproblem direkt erwähnt werden sollte, ist abzuwägen.
Die GL hat dies abzustellen, im eigenen Interesse.
Gruß Konrad
05.07.2005 um 01:04 Uhr
Guten Abend, uli! Beschissenes Problem. Die Angelegenheit mit dem Betroffenen zu besprechen, bringt wahrscheinlich nichts. Da Konrad völlig recht. Mein Rat: Gespräch mit der nächsten übergeordneten Instanz,
- ohne jede Agressivität (der Mensch ist wahrscheinlich krank)
- nur Sorge um die Firma und das Betriebsklima
05.07.2005 um 09:41 Uhr
Danke ihr beiden! Nur ist es so dass der V. gerade letzte Woche hochgelobt wurde von der GF während einer Betriebsversammlung. Ich arbeite im Heimbereich wo auch Suchterkrankungen behandelt werden (auch alkoholabusus).
07.07.2005 um 21:00 Uhr
Erst würde ich festellen ob er ein Angestellter nach §5BtrVG ist .ansonsten hat der BR seine Führsorgepflicht!
07.07.2005 um 21:41 Uhr
Vielen Dank Leute! Das Problem hat sich von alleine gelöst. Der Vorgesetze kam volltrunken zur Arbeit und wurde somit entlassen!
Verwandte Themen
Kündigung - wegen Alkoholproblem trotz Entzug?
Ich bin Betriebsratsmitglied und meine Frage, eine Kollegin soll zum 31.12.09 gekündigt werden. Sie ist seit der Lehre in unserer Firma und jetzt 54 Jahre alt. Sie hat aber ein Alkoholproblem, desweg
Was gegen "unbegründete" Bezichtigung des Alkoholmissbrauches unternehmen?
Hallo ihr Lieben! Ich habe ein Problem: In unserem Betrieb gibt es eine BV-Sucht. Nun wurde gegen einen MA wiederholt der Vorwurf laut ein Alkoholproblem zu haben. Ich habe aber den durchaus beg
Alkoholproblem - und wie reagiert der BR?
Hallo Kollegen, wir haben folgenden Fall: ein Mitarbeiter (seit 37 Jahren im Unternehmen) hat sehr offensichtlich ein Alkoholproblem. Er kommt mit Restalkohol zur Arbeit und trinkt sogar während de
Ich habe kein Alkoholproblem
Was darf ich/muß ich unternehmen, wenn ich bei einem MA mehrfach den Eindruck habe, dass er ein Alkoholproblem hat? Darauf angesprochen bestreitet er jegliche Probleme. Zu seinen Aufgaben benötigt er
Alkoholproblem - wann kann der AG kündigen?
ein MA hat ein alkoholproblem. Der AG möchte nun diesen MA kündigen. Wir haben mal gehört dass der AG solch einen MA erst einmal eine Entziehungskur anbieten muss. Erst bei ablehnung solcher maßnahme