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Verdi Austritt ????

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roderich
Nov 2016 bearbeitet

Großes Problem mit der VERDI! Der BR hat in Zusammenarbeit mit der VERDI für unsere Firma einen Haustarifvertrag erarbeitet, dieser wurde nun mit der GL / Verdi abgestimmt, Bis auf den Punkt über die monatliche/wöchentliche Arbeitszeit,zur Zeit 195std monatlich/ wöchentlich 45 std, sind wir im HTV runter auf 186std/43 std.war der Vertrag unterschriftsreif,alle Kollegen wollten das Verdi unterzeichnet.Doch Verdi sagt sie hat das DOGMA 40 std Woche,deshalb unterschreibt sie nicht. Jetzt Fragen wir uns wer soll hier wen vertreten,wir die VERDI,oder VERDI uns. Der AG hat bereits Einzelvertragliche Änderungen angeboten,die Kollegen sind nicht abgeneigt,drohen sogar mit Austritt aus der Verdi,da unsere Interessen hier mit den Füßen getreten werden. Zumal im MTV Bremen zwar eine Wöchentliche Arbzeitszeit von 40 std.steht,am eine Öffnungsklausel hat von bis zu 60 std. Da fragt man doch ,hier stimmt was nicht. Die Verdi hat durch uns( BR ) die Mitgliederanzahl auf 80 MGL von 140 MA erhöhen können, letztes Jahr noch auf ca 34 MGL. Uns stellt sich jetzt die Frage wie kann man VERDI bewegen den Vertrag zu unterschreiben.

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Community-Antworten (18)

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alterBrummbär

14.11.2010 um 12:08 Uhr

@roderich, warum wollen denn, ALLE, länger als 40 Std. arbeiten?

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roderich

14.11.2010 um 13:06 Uhr

Mein lieber Brummbär, wenn
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roderich

14.11.2010 um 13:43 Uhr

Hallo Brummbär, es würden gerne alle auch nur 40 std arbeiten,zur Zeit 45 std,Tarifvertrag gibt es in keiner Form,Arbeitgeber ist nicht im Arbeitgeberverband. Daher schon ein Fortschritt ein Haustarifvertrag, runter auf 43 std ebenfalls ein Fortschritt,also wo ist das Problem ?? Aber das ist auch nicht die Antwort auf meine Frage,wie bewegt man VERDI ?

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wölfchen

14.11.2010 um 15:55 Uhr

. . . wahrscheinlich gar nicht, denn wenn ver.di anfinge, Haustarifverträge mit 43 Stunden zu unterschreiben, würden sie sich in allen künftigen Verhandlungen, wo es um eine Erhöhung der Arbeitszeit geht (z.B. von 40 auf 43 Stunden) eine schlechte Ausgangsposition schaffen, weil es dann heißt: dort habt Ihr doch auch die 43 Stunden abgesegnet. Und es interessiert dabei dann niemanden, dass die 43 Stunden für Euch ein Fortschritt waren - die Arbeitgeberseite würde das gnadenlos ausschlachten . . .

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roderich

14.11.2010 um 16:28 Uhr

Tja ,dann sieht es wohl so aus das fast alle austreten werden.

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wahlvst

14.11.2010 um 17:09 Uhr

roderich

Tja ,dann sieht es wohl so aus das fast alle austreten werden. Das wäre ein Riesenerfolg für den AG und ein großer Nachteil für EUCH alle. Denn ihr würdet dem AG zeigen, dass er die AN in der Hand hat und sich auch gegen die Gewerkschaft behaupten kann.

Ihr könnt dann auch leider davon ausgehen, dass der AG mit weiteren Forderungen und Einschränkunge/ Kürzungen von Leistungen an die gesamte Belegschaft herantreten würde. Denn er könnte sich dann ziemlich sicher sein, dass er keinen merklichen Wiederstand bei den AN und schon gar nicht von Seiten der Gewerkschaft zu erwarten hätte.

Also, überlegt euch ganz gut was ihr wollt und macht und stärkt lieber Verdi. Es ist EUER Partner, den ihr in Zukunft sicher noch sehr bei einem solchen AG benötigen werdet. Denn der AG ist ja nicht ohne Grund aus dem AG-Verband heraus gegangen.

Also, öffnet dem AG nicht ein Riesen-Scheunen-Tor für weitere Einschnitte und Forderungen an die AN.

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wölfchen

14.11.2010 um 20:28 Uhr

. . . seht es mal so: Euer Austritt tut ver.di nicht wirklich weh, trotz des vielbesungenen Rückgangs der Mitgliederzahlen. Die moralische Einbusse bei künftigen anderen Haustarifverhandlungen in anderen Betrieben wäre für ver.di wesentlich höher. Aber wie wahlvst schon schrieb - IHR seid diejenigen, die sich ins eigene Fleisch schneiden, ohne den künftigen gewerkschaftlichen Schutz. Und mal ehrlich - was wäre das für eine Gewerkschaft, die sich wegen EINEM Betrieb (und einer hochmotovierten und entgegenkommenden Belegschaft) die Argumentationsgrundlage für alle anderen Verhandlungen in anderen Betrieben nehmen lässt? Solidarität ist das Grundprinzip des Gewerkschaftsgedankens und nicht die Interessen einer verhältnismäßig kleinen Beschäftigtengruppe. Ich weiß, das liest sich jetzt etwas hart - aber es nützt nix, um den Brei herum zu reden, auch wenn für Euch die 43 Stunden schon eine Verbesserung zu den 45 Stunden sind . . .

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Roderich

15.11.2010 um 07:37 Uhr

Hallo Wölfchen, gehe ich recht in der Annahme das Du das " Wölfchen " aus Hannover bist ?? Dann vertsehe ich Deine Argumente,jedoch muß ich es jetzt einsehen ?? Das wir ,unser kleiner Betrieb,wie Du ihn nennst,mit seinen 150 Mitarbeitern,aus Solidarität zu anderen Betrieben auf die Verbesserungen verzichten soll,damit die VERDI gut dasteht ?? Ich sehe es anders,wenn Verdi nicht möchte/will das der AG einen Keil zwischen den MA und der Verdi packt,dann sollte er den HTV abschließen,damit entkräftet er in diesem Fall en AG,und stärkt die MA und demonstriert so die Stärke zwischen MA und Verdi,und nimmt den AG den nWind aus den Segeln,und bei der nächsten Runde ,die Ende 2011 eingeläutet wird ,weiß der AG was auf ihn zukommt. P.S Im übrigen ist unser Betrieb gar nicht so klein,insgesamt zählen zu unserer Gruppe 2100 MA mit insgesamt 1200 LKW`s und diese Chance hier Fuß zu Fasseen will Verdi sich enghen lassen??

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rkoch

15.11.2010 um 10:08 Uhr

@Roderich

Die Verdi hat durch uns( BR ) die Mitgliederanzahl auf 80 MGL von 140 MA erhöhen können, letztes Jahr noch auf ca 34 MGL. Im übrigen ist unser Betrieb gar nicht so klein,insgesamt zählen zu unserer Gruppe 2100 MA

Soll das ein Witz sein? Ein Organisationsgrad von gerade 6,6% ? Und damit wollt ihr in Tarifverhandlungen gehen?

EDIT Vergiß den Satz vorher - ich konnte aus dem 80 MGL von 140 MA erst nichts machen. Soll wohl heißen 80 von 140 = Organisationsgrad 57%. Das ist ordentlich, wenn auch die Frage ist in wie weit Eure Firma mit 140 MA auf die restlichen 1960 in der Gruppe wirkt....

Runter von 45 auf 43 Stunden ist kein Zugeständnis des AG sondern ein Witz! IHR seid in der Gewerkschaft und die Gewerkschaft will für Euch das beste rausholen. Bei 43 ist mit 100%iger Wahrscheinlichkeit nicht das Ende des Verhandlungen erreicht. Jetzt solltet ihr erstmal so viel Arsch in der Hose haben um mit der Gewerkschaft mal einen anständigen Streik vom Zaun zu brechen. Vier, Fünf Wochen Streik sollten genügen um dem AG für die 40 h/Woche zu erwärmen. Der Knackpunkt an der Sache ist Euere Konstellation in der Gruppe! Wenn 120 von 2100 AN in Streik treten lacht sich der AG tot! Unter diesen Voraussetzungen fängt man gar nicht erst Tarifverhandlungen an. Statt auszutreten solltet ihr zuschauen das ihr wenigsten auf 40% Organisationsgrad in der Gruppe kommt.

wie kann man VERDI bewegen den Vertrag zu unterschreiben

Das läßt sich eigentlich ganz einfach beantworten: Um die 40 Stunden kämpfen - wenn der AG sich dann nicht erweichen läßt muss Verdi Zugeständnisse machen. Zumindest hast Du bislang nichts davon geschrieben das ihr für den bisherigen HTV kämpfen musstet. Dazu kommt noch die Gesamtsituation in der Gruppe.....

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wölfchen

15.11.2010 um 11:52 Uhr

. . . hallo, ich bin nicht das wölfchen aus Hannover, aber freut mich zu hören, dass es da noch eins gibt, wo doch die Wölfe in Deutschland wieder heimisch werden sollen ;-) Spass beiseite: Wenn Ihr so ein großer Betrieb seid, dann ist es ja noch fataler, denn dann wäre eine künftige Argumentation der Arbeitgeberseite bei anderen Haustarifverträgen gegen ver.di nach dem Motto: "Ihr habt damals bei der Firma xyz mit über 2000 MA auch einen Haustarif mit 43 Stunden unterschrieben - wieso wollt Ihr diesmal nicht?" Und mit Sicherheit ist das ganze ja auch nur Verhandlungstaktik des Arbeitgebers. Ich an seiner Stelle würde auch nicht so sang-und klanglos die 40-Stunden-Woche unterschreiben. Scheinbar habt Ihr tatsächlich, wie rkoch schreibt, noch keinen echten Kampf um einen Haustarif erlebt . . .

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rkoch

15.11.2010 um 13:36 Uhr

Da fällt mir noch was ein:

In Erinnerung an die damalig Einführung der 35h-Woche:

Ich könnte mir vorstellen, das Verdi mit den 43h/Woche leben könnte, WENN der AG grundsätzlich in dem Tarifwerk sich zur 40h-woche bekennt.

Auch in der IG-Metall gings nicht von heut auf morgen von 40 auf 35 runter, sondern es wurde über Jahre hinweg immer wieder die AZ ein bisschen verkürzt mit dem Ziel 35. Das wäre IMHO ein durchaus gängiger Kompromiss.

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roderich

15.11.2010 um 14:25 Uhr

Rkoch, genau da stehen wir, der AG gibt uns das Zugeständnis das wir uns der 40std Wochen annähern,bzw Jahr für JAhr darauf hinarbeiten,wenn die Wirtschaftslage es hergibt,( Man muß wissen wir bekommen immer von unserem Hauptauftragsgeber ( Auto mit dem Stern ) immer nur 3 Jahresverträge,man kann also gar nicht soweit in die Zuunft schauen. Trotzdem gibt er uns das Zugeständnis in der Nächsten Runde ( 2011 ) über die nächste Stundenverkürzung ,da wären dann die 42,41 und dann die 40 Std Woche zu Verhandeln. Bisher hat der AG imm er zu seinem Wort gehalten. Selbst während der allgemeinen Wirtschaftskrise,hat er keinen AG entlassen oder Löhnkürzungen etc. Unser BR steht dem AG positiv gegenüber,vor allem da der AG diese ZUgeständnisse der kompletten Belegschaft gegenüber Bestätigt hat. Wir haben 2006 in der FA erst angefangen und dafür haben wir hier schon viel erreicht,denn der BR ist hier neu gegründet worden ( 2007 ).Unsere NL ist bisher in der ganzen Gruppe überhaupt einzigartig das sie überhaupt einen TV in welcher Art überhaupt erarbeitet hat und auch Unterschriftsreif vorweisen kann,dieses sollte eigentlich die Wirkung erzielen das die anderen NL ebenfalls den Mut haben es uns nachzumachen,passiwert das,dann kann man sich für die weitere Zukunft Gemeinsam gegen den AG Positionieren. Darum wollen wir erst einmal den HTV durchdrücken,um überhaupt ein Signal zu setzen. Wir wollen ersteinmal eine Tür öffnen,und nicht gleich eine Mauer umstürzen,und dann bricht das Haus ein. Wie Du geschrieben hast,bei der IGM hat die Verhandlung auch über 5 Jahre gedauert, wir haben dieses Jahr mit den Verhandlungen für den HTV angfangen und sind dafür schon sehr weit,nächstes Jahr käme die nächste Runde,usw usw.. Und jetzt will VERDI zu schnell zu viel. Unsere Meinung ist immer noch her mit der Unterschrift,und ab in die nächste Runde,da Fundament ist gelegt.

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Petrus

15.11.2010 um 14:26 Uhr

@ergänzend zu rkoch: Der Möglichkeiten gibt es viele: Einen Zeitplan über ein paar Jahre um von 45h auf 40h zu kommen. Oder "grundsätzlich" 40h mit großzügiger Überstundenregelung. Oder eine entsprechende TV-Öffnungsklausel, dass der BR abweichendes regeln darf. Oder prozentuale Anteile der Belegschaft, die "mehr dürfen" (gibts auch bei der IGM bis heute). Oder, oder, oder... Vielleicht ist hier ein wenig Phatasie vom ArbGeb gefragt...

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niemand

15.11.2010 um 17:47 Uhr

Was macht ihr als BR euch da überhaupt Gedanken? Das ist eine Sache zwischen VK, Gewerkschaft und dem Arbeitgeber. Der BR hat damit ja nichts zu tun. So war es auch völliger Blödsinn daß ihr als BR mit dem AG irgend etwas verhandelt, was ihr nachher dann gar nicht einhalten könnt, da ihr da kein Mitspracherecht habt. Lasst die Tarifparteien das machen. Wenn der AG mehr Stunden braucht, da er keine Mitarbeiter finden kann, kann er euch ja dann um die ZUstimmung zu Mehrarbeit bitten.

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wölfchen

16.11.2010 um 11:23 Uhr

. . . tjaaa roderich, jetzt rückst Du langsam mit dem Fleisch raus, nachdem Du uns anfangs den Knochen hingeworfen hast ;-) Aber Scherz beiseite: ich würde denken, dass ver.di mit einer Regelung, in der nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich die Absicht zur schrittweisen Absenkung festgeschrieben wird, ganz gut leben könnte. Zur Untermauerung meiner vorherigen Argumentation habe ich gerade heute die Meldung gelesen, dass dem DGB vorgeworfen wird, dass er einerseits GEGEN Erhöhungen von Lohnnebenkosten protestiert, andererseits wegen der Rente mit 67 FÜR Erhöhungen plädieren . . . @Niemand . . . vielleicht sind die BR-Mitglieder gleichzeitig auch Gewerkschafter und als solche, ausgestattet mit dem notwendigen Hintergrundwissen, in der betrieblichen Tarifkommission?

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roderich

16.11.2010 um 15:16 Uhr

Richtig Wölfchen, zwei BR Mitglieder, sind Gewerkschaftler,haben das "eigenlich " nötige Hintergrundwissen, ( WA einbezogen ) und in der Tarifkommission sind sie auch noch. Daher ist das Unvertsändnis der Verdi uns gegenüber nicht Verständlich. Man muß auch sehen,( im Eingemachten des HTV ) das die Kollegen,durch Stundenabsenkung,Bezahlte Samstag/Sonntatags.-Feiertages.-arbeit,Urlaubsverbesserungen,etc....., hat es alles früher nicht gegeben, nur Verbesserungen haben.Das sind alles Dinge die für eine Spedition nicht Selbstverständlich sind, wenn man mal Ehrlich ist ! So und dies alles wollen wir in einem HTV Regeln,und Verdi macht es uns schwer.... ist das noch Verständlich. Zumal man in der Vergangenheit gesehen hat das der AG der Verdi gegenüber immer blockiert hat. In Dortmund hat er vor ein paar Jahren wegen der Verdi einfach einen Betrieb mit ca 200 MA dichtgemacht. Es ist also eine Annäherung sehr deutlich zu sehen,man ( Verdi) zu sehen,und sollte sie nutzen. Aufbauen kann man jederzeit weiter.

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niemand

16.11.2010 um 15:47 Uhr

Es geht nicht um nötiges Hintergrundwissen, sondern darum, daß ein BR selbst wenn alle BRM Gewerkschaftsmitglieder sind nicht Tarifpartei sind. Der WA hat damit auch nichts zu tun. Die Tarifkommission verhandelt mit dem AG. Eine 40 Stundenwoche entspricht dem Arbeitszeitgesetz und sollte daher die Mindestforderung für einen TV sein, den warum sollte man die kollgen schlechter als die gesetzliche Regelung stellen. Mehrarbeit kann ja wenn Bedarf ist immer noch genehmigt werden.

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nicoline

16.11.2010 um 22:56 Uhr

Niemand, Die Tarifkommission verhandelt mit dem AG. und in der Tarifkommission können, theoretisch wie praktisch, alles BR Mitglieder sein, wenn sie denn gewerkschaftlich organisiert und in die TK berufen sind!

*Eine 40 Stundenwoche entspricht dem Arbeitszeitgesetz und sollte daher die Mindestforderung für einen TV sein, den warum sollte man die kollgen schlechter als die gesetzliche Regelung stellen. * Das ArbZG schreibt in § 3 eine werktägliche Höchstarbeitszeit von 8 maximal 10 Std. vor. Daraus errechnet sich eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 - 60 Std. Ich kann bei einer 43 Std. Woche keine Schlechterstellung gegenüber dem Gesetz erkennen.

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