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neuer MA soll mit AT-Vertrag eingestellt werden - das will der BR aber nicht!

F
Frankfurter
Jan 2018 bearbeitet

Bei uns soll in der Werkstatt ein neuer Elektriker eingestellt werden, der auch die Werkstattleitung (die Werksattt besteht dann aus 1 Schloßer und 1 Elektriker) übernehmen soll. Der MA, der eingestellt werden soll und die GF wollen den neuen unbedingt mit einem AT-Vertrag einstellen. Wir als BR sind dagegen.

Angeblich ist der Vertrag sogar schon unterschrieben und soll uns zur nächsten BR-Sitzung reingereicht werden. Außerdem wurde von der GF heute ein Termin mit dem neuen MA am 29.08.08 zu einem Gespräch angeboten. Der Vertrag soll aber schon ab dem 01.09. gelten. Den späten Gesprächtermin begründet der neue Kollege damit, das er noch bis Ende des Monats für seinen alten AG tätig ist....

Wie sollen wir vorgehen. Der Einstellung zustimmen, der Eingruppierung aber nicht, bzw. den AT-Vertrag ablehnen? Kann der neue Kollege die Arbeit am 01.09. aufnehmen, auch wenn diese Sache noch nicht geklärt ist, oder wie genau geht es weiter wenn wir der Einstellung zustimmen, dem AT-Vertrag aber nicht.

Bitter, wie am immer wieder vom AG an die Wand gedrückt wird! DANKE!

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Community-Antworten (2)

M
Mainpower

14.08.2008 um 09:17 Uhr

Hallo,

  1. Die Einstellung ist Mitbestimmungspflichtig. § 99 (1) BetrVG
  2. Der Eingruppierung kann die Zustimmung verweigert werden § 99 (2) BetrVG Warum wollt Ihr den AT-Vertrag verhindern? Ich sehe da keinen Grund. Wenn ich Euer neuer Kollege werden wollte würde ich mich beim BR sehr bedanken dass er mir Geld das mir der AG geben würde streitig macht.
B
Bonita

14.08.2008 um 12:08 Uhr

Hallo,

ich sehe ehrlich gesagt auch keinen Widerspruchsgrund nach § 99 BetrVG der Einstellung als AT zu widersprechen. Ich gehe ja mal davon aus, dass AT bedeutet, dass der Kollege mehr Geld bekommen soll. Auf "Gerechtigkeitsüberlegungen" sollte man sich als BR da nicht einlassen. Dadurch, dass einer mehr bekommt, wird niemandem etwas weggenommen.

Wir haben es uns zum Grundsatz gemacht, wenn irgend jemand "zu viel" bekommt, dies erfreut zur Kenntnis zu nehmen und zum passenden Zeitpunkt als Argument zu nutzen, dass auch andere eine Verbesserung bekommen könnten!

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