Frsitlose Kündigung des AN wegen Mobbing
Hallo, vielleicht kann mir von euch jemand weiterhelfen. Seit Anfang Oktober bin ich krankgeschrieben, weil ich psychisch nicht mehr in der Lage bin in die Arbeit zu gehen. Grund Mobbing. Seit der Gründung unseres BR´s wird es immer schlimmer. Wir hatten zwei Listen, eine davon wurde von unserem Filialleiter ins Leben gerufen und er hat die Mitarbeiter auch massiv unter druck gesetzt nur ja die richtige Liste zu wählen. Ende vom Lied war, dass die AG-freundliche Liste mit 3 Sitzen und wir mit 2 Sitzen im BR sind. Wir wollten das Beste daraus machen, doch die 3 anderen lassen uns keine Chance und sagen uns dies in den Sitzungen auch ins Gesicht. Jeden Punkt den wir auf die Tagesordnung setzten, schmettern sie ab oder sagen sie müssen das erst mir dem Filialleiter (FLL) besprechen! Der FLL hingegen tut seines und geht gegen uns vor, bei mir z. B. mit plötzlichen Arbeitszeitänderung (die hirnrissig sind, weil nicht produktiv); dann hat er mir meine Kollegin wegenommen, so dass ich nun alles alleine machen soll - was unmöglich ist bei dem Arbeitsumfang. Als er mir das mit der Kollegin mitgeteilt hat, hat er gleich in einem drohenden Unterton gesagt, dass ich ja nicht mit meiner Leistung nachlassen solle! Dies und noch andere Dinge passierten tagtäglich. An den BR kann ich mich nicht wenden, da 3 davon ja für das sind was der FLL macht. Jedenfalls ist mir das dermassen auf die Psyche geschlagen, dass ich von So - Fr weder essen noch schlafen kann und regelrechte Panikattacken bekomme wenn ich abends daran denke dass ich da wieder hin soll. Darauf hin bin ich zum Arzt, der mich erst mal aus dem Verkehr gezogen hat und mir geraten hat mir was neues zu suchen. Das tue ich gerade, nur möchten manche wissen wann ich anfangen kann. Da ich NOCH NICHT gekündigt habe, kann ich natürlich auch keine genaue Aussage dazu machen. Eine Kollegin hat neulich gekündigt, dieser hat der FLL 1/3 der Gehaltes abziehen lassen als Vertragsstrafe - früher hatte er die Leute aus dem Vertrag gelassen ohne jegliche Strafe! Nun meine Frage, kann ich aufgrund meiner Krankengeschichte (unterstützung vom Arzt wäre da) fristlos Kündigen wenn ich was anderes habe??? Ich weis ich habe etwas wirr geschrieben, aber ich bin mit den Nerven echt runter und weis nicht an wen ich mich sonst wenden soll, da die meisten immer nur sagen, dann red doch mal mit deinem Chef, dann wird dass wieder. Aber ich hab es versucht und er blockt nur ab, weil wir es ja so wollten und an allem selber schuld sind! Danke für eure Hilfe
Gruss Shadow
Community-Antworten (5)
02.11.2006 um 11:00 Uhr
@Shadow Dass es Dir nicht gut geht, ist verständlich. Dennoch würde ich Dir sehr gerne, raten etwas mehr "Sachlichkeit" in diese Sache zu bringen. So eine Sachlichkeit könnte auch ein externer Berater, z.B. ein Rechtsanwalt, herstellen, wenn man selbst des klaren Denkens nicht mehr mächtig zu sein scheint.
Ein paar "würde's": Davon mal ganz zu schweigen, würde ich mich mal mit meinem Arbeitsvertrag auseinandersetzen (Stichwort Vertragsstrafe). Wenn ich gar nie nicht mehr in der Firma arbeiten will, dann würde ich auch kündigen. (Was hält Dich denn davon ab; zumal Du doch auch potentielle neue AG haben kannst?).
Zu guter letzt: Ich sehe hier lediglich (wenn überhaupt) den Verdacht auf mobbing - aber (ganz ehrlich) kaum Chancen dies auch "deliktisch" zu ahnden. Inwiefern Du Dich fragen lassen musst, welche Beiträge Du geleistet hast, wage ich nicht zu beurteilen. Allerdings drängt sich mir der Verdacht auf, dass Du nicht wirklich überblickt hast, was Dich als BR erwarten könnte...
02.11.2006 um 12:02 Uhr
Hallo shadow,
auch von mir ein paar Bemerkungen: Sind denn die Arbeitszeitänderungen durch den BR gegangen ? Hast Du denn echte neue Arbeitsangebote ? Wenn ja - sag doch zu, dass Du sofort anfangen kannst, resp. genau zum nächstmöglichen Zeitpunkt nach Eigenkündigung (erst wenn Du den neuen Vertrag hast) - steht denn eine Vertragsstrafe im Arbeitsvertrag, wenn ja gewiss nur bei fristloser Kündigung, bei fristgemäßer kann es ja keine geben ! ...und der Verdacht auf mobbing ist schon stark gegeben (entgegen derr Ansicht meines Vorschreibers), aber irgendetwas müsste dann auch schon mit Zeugen o.ä. beweisbar sein ...
05.11.2006 um 18:29 Uhr
es ist wichtig ein mobbingtagebuch zu führen. kontaktiere unbedingt eine mobbingberatung. das Thma ist zu ernst um leien daran rumdocktern zu lassen. Adressen von mobbingbewratungsstellen findest du im internet. Ich wünche dir viel kraft.
05.11.2006 um 23:07 Uhr
Hallo Shadow, ich kenne Deine Situation aus eigenem Erleben. Mit dem Unterschied: bei mir stand der BR hinter mir. Allerdings war auch keiner im BR, der für mich kämpfen konnte. Alle sehr nett und auf meiner Seite, aber nicht kämpferisch. Na, wenigstens haben sie alle Beschlüsse mitgetragen. Zu Dir: wenn Du nicht mal den BR hinter Dir hast, wirds ein Kampf, wie der von Don Quichote gegen die Windmühlenflügel. In einem muss ich dem Kölner zustimmen: am besten mit einem Rechtsanwalt den Arbeitsvertrag prüfen und kündigen. Wenns der Arbeitsvertrag nicht hergibt, ohne Federn zu lassen da rauszukommen, dann mußt Du halt arbeitsunfähig bleiben, bis hoffentlich Dein Chef Dir die Kündigung zuschickt. Aber tu Dir das nicht an, in diese Sch....situation reinzugehen. Du brauchst Jahre, bis Du wieder normal reagierst. Ich wünsche Dir viel Erfolg und alles Gute
08.11.2006 um 20:31 Uhr
Hallo Shadow,
mal ganz ehrlich. Mobbing ist das was man sich selbst antut. Damit meine ich, nur wer mobbing zulässt kann gemobbt werden. Einige meiner Vorredner haben recht, in dem Sie äußern, daß dies zu belegen äusserst schwierig ist.
Daher würde ich dir auch einfach davon abraten.
Wenn du wirklich "schnell" eine neue Arbeitsstelle haben kannst, dann schlag doch einfach zu. Erfülle deinen Arbeitsvertrag termin und fristgerecht. Auch diese zeit kann sehr leicht durch einen erneuten Termin beim Arzt verkürzen ;-)
Wenn du kampfgewillt bist ;- ) , es gibt viele Möglichekiten dem AG zu zeigen, daß seine Macht nicht unbegrenzt ist ;-)
- Dienst nach Vorschrift.
- Fehler bei der Abwicklung häufigen sich
- eventuell werdne Schäden produziert. usw. Ich behaupte nicht dass so was mit Absicht geschieht ;-) du sagst ja selbst, dass die eine Kollegin weggenommen wurde. Solange man seine Verteidigung hübsch verpackt ;-)
Der Nachteil an diesem Weg : er hilft keinem.
Die beste Lösung ist, suche ein klärendes Gespräch mit deinem Vorgesetzten.
z-B. wie man sich das weiter vorstellt und ob es erwünscht ist, dass man sich trennt ( Aufhebungsvertrag zuzüglich Ablösesumme ( für dich natürlich ), bzw, wie es im Betrieb weiter gehen soll. Äussert man sich hier sehr schwammig bzw nicht definitiv. Soll dir das sagen, deine Tage sind so oder so gezählt. Aber dann ist es für alle Beteiligten besser, und man weiss definitiv woran man ist.
Egal für welchen weg du dich letztendlich entscheidest.
Viel glück !
Gruss Bernie
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