Ständige Verletzung des AZG - was tun?
Hallo,
ich habe eine Frage. Ich arbeite zu 50% in einer Privatklinik und meine regelmäßige wöchentliche AZ beträgt 19,25 Stunden. Nun wird die Arbeitszeit permanent überschritten und Pausen werden auch nicht gern gesehen (so mache ich gerne 2x 15 Minuten Pause, was aber als "Faulenzen" gesehen wird.). Im September hatte ich einen Tag mit 12,5 Stunden Arbeit (ohne Pause) und mir wurden 30 Minuten abgezogen - als Pausenzeit. Wie kann ich mich dagegen wehren, ständig Mehrarbeit leisten zu müssen? Wie kann ich verhindern, dass ich schon am Monatsanfang dazu eingeteilt werde, das OP-Programm zu "beenden" (also Mehrarbeit schon angeordnet wird)? Wie ihr euch denken könnt, bin ich nicht mehr sonderlich motiviert, sondern nur noch frustriert, dass ich an meinen Diensttagen gar nichts mehr planen kann - wie Arztbesuche etc. - sondern Überstunden schiebe (die im Vertrag als "Mehrarbeit" deklariert sind).
Community-Antworten (5)
23.10.2006 um 00:20 Uhr
@anyron Ich überlege gerade, inwiefern für Deinen 12,5 Std.-Tag nicht § 7 Abs. 2 Nr. 3 ArbZG anzuwenden ist? Auch wäre zu fragen, was für mögliche Klauseln Du denn im AV hast...
23.10.2006 um 00:59 Uhr
@anyron
Um dir zu antworten, braucht es noch einige Infos: Habt ihr einen Betriebsrat? Gilt ein Tarifvertrag? Eine Betriebsvereinbarung?
Grundsätzlich hilft Dir ein Blick ins Arbeitszeitgesetz. Dort sind Pausen vorgeschrieben. Die maximale Länge der täglichen Arbeitszeit. Und die minimale Ruhezeit zwischen zwei Arbeitseinsätzen.
23.10.2006 um 18:27 Uhr
Hier die Infos:
- wir haben einen BR (der das aber hinzunehmen zu scheint)
- es gilt der TVÖD
- gibt es nicht meines Wissens nach
24.10.2006 um 10:01 Uhr
Vielleicht würde es bei Euch ja auch noch helfen die Gewerbeaufsicht einzuschalten?! Bei uns sind die Mauscheleien leider zu groß...
Finde es schon heftig was Du schreibst, besondersPausen werden nicht gern gesehen, da fragt man sich doch in welchem Jahrhundert man ist.
Die Pausen stehen Dir, wie Anyron das schon schrieb, nach dem ArbZG zu. Da kann auch ein AG nicht einfach sagen, och nöö, hab ne Allergie dagegen.
Die Regelungen in Krankenhäusern ist eh schon ausgeweitet, aber ohne Pausen, das geht nicht.
Ist so oder so ein Verstoß gegen das ArbZG!!
Wünsche Dir viel Glück...
LG
24.10.2006 um 19:58 Uhr
Jetzt zurück zu den Fragen:
-
welche gesetzlichen Möglichkeiten habe ich, die ständige geplante Mehrarbeit zu verweigern? (im November sieht das nicht besser aus - es läuft auf eine 80%-Stelle mit 50% Bezahlung raus)
-
wenn ich auf den Pausen bestehe - was kann mir passieren?
-
wäre das Gewerbeaufsichtsamt eine adäquate Lösung?!
Verwandte Themen
Nicht ständige und ständige Wechselschichtzulage im TVöD im Krankenhaus - wie soll der BR damit umgehen?
ÄlterGuten Morgen, in unserem Krankenhaus gibt's immer noch Probleme mit der Umsetzung des TVöD's . Betrifft die Wechselschichtzulage . Einige Mitarbeiter bekommen die ständige Wechselschichtzulage wegen
Neuer BR hält sich nicht an AZG
ÄlterUnser neuer BR hat hält sich nicht an das AZG, er raucht und geht immer für einige Minuten raus, dafür macht er keine Pause. Was sollen wir dagegen tun?
Gestaltung eines Tagesarbeitsplatzes laut AZG
Älterhallo zusammen, uns stellte sich die frage wie ein tagesarbeitsplatz im krankenhaus für teilzeitbeschäftigte und alleinerziehende ärztinnen, welche normalerweise auch am schichtdienst (tag- und nac
Arbeitszeitgesetz die 2.
ÄlterIch finde in dem BetrVG Buch keinen Kommentar zu 37 der mir sagt das das AZG hier nicht greift.In meinem konkreten fall heißt das : Ich habe ein Doppelmandat, ich bin BRV und SBV. Ich bin selber zu 60
§3 AZG 47,5 Stunden durch 5 oder 6 Tage?
ÄlterHallo zusammen, bei uns arbeiten Kollegen von Mo-Fr (Sa/So ist frei) im Durchschnitt 9,5 Stunden pro Tag, 47,5 Stunden pro Woche. Verstossen wir damit gegen §3 AZG. Wir liegen ja unter den 48 Stunden