W.A.F. LogoSeminare

Fürsorgepflicht für die betroffenen Kollegen?

J
JamesBond
Mrz 2020 bearbeitet

Eine Mitarbeiterin ist seit 2008 an einen sog. Burnout erkrankt, hatte bereits zwei Therapien und lange Ausfallzeiten. Die MA hat keine Prognose zur Verbesserung und will nicht mehr unter Druck und Belastung arbeiten, da sie im Export Dokumenten Management tätig ist. Den Tag verbringt sie mit leichten Arbeiten, wie kopieren, Ablage usw. und dies auch nur begrenzt. Der Großteil ihrer Arbeit wurde auf ihre Kollegen in der Abteilung verteilt. Verständlicherweise sind die Kollegen sauer, da das Unternehmen aussagt, dass die Abteilung eine Fürsorgepflicht hätte. Kann man den Kollegen wirklich zumuten, dass sie über einen so langen Zeitraum und auch in nächster Zukunft die Arbeit der kranken Kollegen übernehmen? Macht es sich hier nicht die Firma zu leicht und die Kollegen müssen dadurch leiden? Bitte gebt Vorschläge, welche Rechte die Kollegen haben und mit welchen Argumenten sie sich wehren können.

1.32304

Community-Antworten (4)

M
MelanieDiscount Akzeptiert

19.02.2013 um 11:21 Uhr

Hallo JamesBond....für mich wäre die Frage interessant, ob die besagte Kollegin vielleicht auch schon Prozente auf Grund einer Krankheit besitzt, wenn ja, könnte man ja evtl. das Integrationsamt mit ins Boot nehmen, welches dann die Arbeitsplatzsituation überprüft und gegeben falls dem Arbeitgeber bezuschusst, um einen neuen Kollegen einzustellen, der die Arbeit die von der Kollegin nicht mehr geschafft , zu puffern....

Grundsätzlich schließe ich mich meinen Kollegen oben an, und ziehe den Hut vor´m Arbeitgeber, es kann jeden von uns treffen...und in unsere heutigen Gesellschaft sollte man miteinander und nicht gegeneinander arbeiten...

V
Valdi

19.02.2013 um 01:09 Uhr

James Bond, Hochachtung fuer deine Firma. Die Kollegen, welche gesund sind, sollten still sein. Wenn sie sich Ueberfordert fuellen, hilft vielleicht eine Umorganisation der Teamarbeit. Das Gefuehl fuer eine mitarbeiten zu muessen, macht krank! Besser ist doch das Wissen, die Firma sortiert mich nicht aus wenn ich nicht mehr 100% funktioniere. Dieses positive Denken der Firma wuerde ich jenen klarmachen, bevor sie sich selber vergiften. Solche Firmen werden immer seltener. Bedenkt auch, krank kann jeder von uns werden und dann? Harz 4, Altersarmut usw. Wir geben und nehmen kein Brot, mehr als 8h arbeiten, so gut ich kann, wenn ich denn eine arbeit habe, geht nicht. Frag die Kollegen doch ob sie denn die Kuendigung wegen Minderleistung der Kolleginn wollen? Die Antwort wuerde ich gerne hoehren. Gruss Valdi, einen alten Dackel, den auch schon die Knochen zwicken.

K
Kulum

19.02.2013 um 08:09 Uhr

"Die Kollegen, welche gesund sind, sollten still sein"

Ist ja wohl ein schlechter Scherz. Still sein und selber wegen Überlastung krank werden, merkwürdige Vorstellung von Solidargemeinschaft

Die Abteilung hat selbstredend keine Fürsorgepflicht, die hat der AG. Und die hat er nicht nur gegenüber der kranken Kollegin, sondern auch gegenüber den noch Gesunden.

G
gironimo

19.02.2013 um 10:37 Uhr

Na ja. Das goldene Mittelmaß wäre wohl richtig.

Ich finde es auch sehr positiv, dass der AG die Krankheit akzeptiert. Das heißt ja nun nicht, dass man nicht doch einen Versuch als BR starten sollte, mit dem AG die Arbeitsabläufe so zu organisieren, dass die anderen nicht überbelastet sind.

Ich habe eher den Eindruck, dass die Kollegen das Krankheitsbild vielleicht nicht nachvollziehen können und nur denken, "die macht sich da einen schönen Lenz". Vielleicht sehen sie auch nicht, dass die Kollegin etwas dafür tut, dass sich ihr Zustand verbessert.

Also wäre vielleicht auch ein gemeinsames Gespräch ganz hilfreich.

Ihre Antwort