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Schriftlich oder mündlich

K
KurtKa
Jan 2018 bearbeitet

Hallo,

muss einen Arbeitnehmer die Änderung seiner regelmäßigen Arbeitszeit schriftlich mitgeteilt werden oder reicht es wenn es der Vorgesetzte mündlich macht ?

Gibt es hierzu vielleicht einen Paragraphen ?

Gruß

1.35907

Community-Antworten (7)

H
Hartmut

04.11.2015 um 08:22 Uhr

Du lässt uns leider über die Hintergründe im Dunklen tappen. Allgemein lässt sich sagen, wenn die regelmäßige Arbeitszeit schriftlich vereinbart wurde, zB im Arbeitsvertrag, dann reicht eine mündliche Änderung natürlich nicht aus. Und schon gar nicht vom Vorgesetzten, sondern vom Vertragspartner, das ist der Arbeitgeber. Ggfs. wäre vom BR zu prüfen, ob eine -mitbestimmungspflichtige- Versetzung vorliegt.

G
gironimo

04.11.2015 um 08:58 Uhr

Es gibt das Nachweisgesetz (NachWG) und da §§ 2+3

P
paula

04.11.2015 um 10:59 Uhr

aus dem NachWG lässt sich aber selber nichts ableiten und ein solcher Nachweis ist noch kein Arbeitsvertrag.

Die Arbeitszeit ist erst einmal ein klassischer Bereich des Weisungsrecht nach § 106 GewO. Daher ist ganz entscheidend was vereinbart war und wie der AG danach sein Weisungsrecht ausüben darf.

Und wenn es ein BR gibt sollte der natürlich sein MBR ausüben

K
KurtKa

04.11.2015 um 22:37 Uhr

Hallo,

im Vertrag steh, "Der Mitarbeiter erklärt sich bereit Schichtarbeit zu leisten" ist aber schon seit mehreren Jahren in Normalschicht. Reicht es wenn der Vorgesetzte sagt, ab März bitte zum Schichtdienst kommen ? Oder muss ein Brief mit Aufforderung vom Personalbüro kommen ?

Gruß

G
Globus

04.11.2015 um 23:10 Uhr

und da sind wir beim 87er - mal wieder...

H
Hartmut

05.11.2015 um 16:01 Uhr

In diesem Falle wurde ihm m.E. keine neue regelmäßige Arbeitszeit zugewiesen, denn seine regelmäßige Arbeitszeit ist der Schichtdienst. Es wurde ihm lediglich eine andere Schicht zugewiesen. Das halte ich für erlaubt. Man könnte aber überlegen, ob hier durch die jahrelange reine Normalschicht eine betriebliche Übung entstanden ist. Ob das geht ... dazu kenne ich mich im Schichtdienst leider nicht gut genug aus.

J
Jakarta

05.11.2015 um 16:19 Uhr

„denn seine regelmäßige Arbeitszeit ist der Schichtdienst“

Soso, wo steht das denn?

Die maßgebliche individuelle regelmäßige Lage der AZ eines AN ergibt sich in erster Linie aus dem AV. Dabei ist auf das gelebte als Ausdruck des wirklichen Parteiwillens und nicht auf den Text des AV abzustellen.

Da er hier bereits seit Jahren nur normalschichtig tätig ist, hat der AG sein Weisungsrecht nach § 106 GewO verwirkt und kann dann eine andere Zuordnung nur noch durch eine Änderungskündigung unter Beteiligung des BR erreichen.

Einvernehmlich geht natürlich auch.

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