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Diskriminierung eines BRMs

S
see-see
Nov 2016 bearbeitet

Hallo. Unser Chef weigert sich nach wie vor, mich als Stelli BRV zu Gesprächen mit einzuladen. Heute z.B. kommt unser Vorsitzender zu mir und sagt: "Wir waren beim Chef (also der BRV und ein anderes BRM)." Ich fragte, warum ich nicht mit dem BRV hingehen konnte. Der BRV sagte: "Der Chef sagte, wenn du (also ich) mitkommst, gibt er dem BR keine Infos." Ich bin stinksauer. Das geht nun nämlich schon fast ein Jahr so. Ich fühle mich diskriminiert und in meiner BR-Arbeit behindert. Der Chef will mich nämlich nicht dabei haben, weil ich immer die bin, die die unangenehmen Fragen stellt (z.B. bei Gesprächen mit dem gesamten Betriebsrat). Überhaupt bin ich immer der "böse Bube", die immer alles "anzettelt". Darf mein Chef so handeln? Könnte ich ihn wegen Behinderung eines BRMs belangen? Ihn i.S.v. § 78 auf Unterlassen verklagen? Das kann wohl aber nur der gesamte BR. Oder käme auch das AGG in Betracht? Sicher sagen alle wieder: ruhig Blut, ruhig Blut. Aber ich fühle mich ausgeschlossen (bin ich ja auch) und diskriminiert.

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Community-Antworten (7)

K
Kölner

31.10.2008 um 20:04 Uhr

@see-see Diesen BRV würde ich baldmöglichst mit einer Neuwahl aus seinem Amt katapultieren!

RW
rainer w

31.10.2008 um 20:31 Uhr

@see-see Ach Du liebe Leidensgenossin. Was haben wir nur getan das der AG böses von uns denkt. Was Kölner sagt ist in so weit schon richtig. Eine 2. Möglichkeit ist das Du Deinen BRV mal zur Brust nimmst und ihn von eine" jetzt erst Recht"reaktion entlockst. Wenn ihr dann gemeisam zum AG geht und dieser dann immer noch meint er will in Deiner Gegenwart nichts sagen könnt ihr ihn in aller Ruhe auf §23 Abs. 3 hinweisen.

I
Immie

01.11.2008 um 00:03 Uhr

@see-see Er kommt doch damit durch, so lange der BRV ihn so nett unterstützt. Was sagen denn die anderen BRM dazu?

R
ridgeback

01.11.2008 um 03:04 Uhr

@see-see, das ist kein Problem Deines AG, sondern des BRVs: Hätte dieser Rückgrat, würde er doch die Mitglieder des BR`s unterstützen und verlangen, dass diese an der Besprechung teilnehmen. Ansonsten kann ich nur die Meinung von Kölner teilen.

P
pirat

01.11.2008 um 10:01 Uhr

@ see-see, d'accord mit meinen Vorschreibern...fast ein ganzes Jahr geht das nun so, hmm...solange hätte ich das garnicht erst mitgemacht. Das Problem ist doch, dass die Diskriminierung im Nichts-Tun des BRVs besteht. Als Erstes muss diese Denkstruktur durchbrochen werden. "Der BRV sagte: "Der Chef sagte, wenn du (also ich) mitkommst, gibt er dem BR keine Infos." Daraus folgt für mich, dass Wörter nicht leer sind, sondern durch ihren UN-Sinn Resonanz erzeugen. Wobei ich mich der Frage von @Immi anschliesse...

S
see-see

01.11.2008 um 16:16 Uhr

Ach, Balsam auf meine Wunden! Wir hatten das schon zweimal in einer Sitzung besprochen. Soweit ich mich erinnern kann, haben wir sogar schon mal einen Beschluss gefasst dahingehend, dass der BRV mich mitzunehmen hat, sofern ich da bin. Das muss ich aber erst mal nachschauen. Die andern BRMs finden das Verhalten von Chef zwar auch "unmöglich", aber über Konsequenzen für wen auch immer wird nicht nachgedacht (Kölner: ja, alles brave Esel; der BRV ist schon 15 Jahre BRV). Ich denke, das beste wäre, ich würde mein Stelli-Amt niederlegen. Dann solls doch ein anderer machen. Wenn Chef nicht mit mir spricht, ist meine Person als Stelli sowieso ungeeignet. Ab Dienstag ist unser BRV für voraussichtlich 4 Wochen auf Montage in Russland. Es gibt schwierige Entscheidungen zu treffen (siehe Thread 25360 ) und unter diesen Umständen kann ich meine Funktion ja gar nicht wahrnehmen... Aber kann ich meinen Chef wirklich nicht für sein Verhalten belangen? Mal abgesehen von meinen schwachen BR-Kollegen. Mobbing?

RW
rainer w

01.11.2008 um 16:31 Uhr

@see-see Schaue auf meine erste Antwort, da kannst du ihn dran kriegen.

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