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Dieser Beitrag ist vor 20 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Mittags durcharbeiten - Gutschrift der Zeit - muss das gewährt werden?

S
shaxpere
Jan 2018 bearbeitet

Hallo,

wollte mal generell nachfragen, wenn Mitarbeiter ihre Mittagspause lieber am Ende der 8 Stunden hängen wollen (also Mittags durcharbeiten und lieber früher gehen), ist das mit dem ArbZG vereinbar? Hier steht unter §4, dass "... jedem Arbeitnehmer eine Ruhepause zu gewähren sei...". Aber gewähren heißt ja eigentlich "drum bitten". Was, wenn der MA eben um genau das Gegenteil bittet? Muss der AG ihm dies gewähren?

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Community-Antworten (3)

K
kathi

20.12.2005 um 15:11 Uhr

Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Im besagten § 4 steht u.a.: Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden. Damit dürfte die Frage beantwortet sein. Ich gehe davon aus, dass die ohnehin nicht ernst gemeint war.

S
shaxpere

20.12.2005 um 16:45 Uhr

Tja lesen ist die eine Sache, es zu interpretieren die andere. Und, klar war die Frage ernst gemeint. Zu so einem Arbeitsverhältnis gehören ja immer zwei. Sprich ein AG und ein AN. Für mich ist hier nur ganz klar geregelt, was der AG dem AN nicht anschaffen darf ("darf nicht länger beschäftigt werden"). Es steht hier aber nicht eindeutig, dass wenn die andere Seite, also der AN, es von sich aus macht, oder seh ich das falsch?? Möchte nicht wissen, was ein Spitzfindiger Anwalt daraus machen kann.

K
Kölner

20.12.2005 um 19:50 Uhr

Da gibt es doch gar keinen Auftrag für einen "Spitzfindigen Anwalt"! Das ArbZG ist zu beachten - sonst gäbe das Amt für Arbeitsschutz, das im Zweifel kontrolliert und ggf. auch Bussgelder verteilt. Und ein Betriebsrat HAT die Gesetze und Verordnungen nach § 80 BetrVG zu überwachen - also auch die Einhaltung des ArbZG - so ist das!

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