Definition und Gesetz zur Jugend- und Auszubildendenvertretung

Voraussetzungen zur Gründung einer JAV

In allen Betrieben, in denen ein Betriebsrat besteht und in denen in der Regel mindestens fünf Arbeitnehmer beschäftigt werden, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, wird eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gewählt.

    Jugend- und Auszubildendenvertretung/JAV gründen - So klappt es!

    Die JAV ist als solches kein selbstständiges Organ. Sie hat beim Betriebsrat Maßnahmen zu beantragen, die den in § 60 Abs. 1 BetrVG genannten Arbeitnehmern dienen. Sie nimmt deren besondere Belange wahr.

    Zusammensetzung der JAV

    Die JAV soll sich möglichst aus Jugendvertretern der verschiedenen Beschäftigungsarten und Ausbildungsberufen zusammensetzen. Das Geschlecht, das unter den in § 60 Abs. 1 BetrVG genannten Arbeitnehmern in der Minderheit ist, muss entsprechend seinem zahlenmäßigen Verhältnis in der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) vertreten sein, wenn diese aus mindestens 3 Mitgliedern besteht, § 62 Abs. 3 BetrVG.

    Die Nationalität und das evtl. Fehlen der Geschäftsfähigkeit wegen Nichterreichens des 18. Lebensjahres stehen der Wahlberechtigung nicht entgegen. Nach § 61 Abs. 2 Satz 2 BetrVG können Mitglieder des Betriebsrats nicht zur JAV gewählt werden.

    Nach § 62 Abs. 1 BetrVG besteht die JAV in Betrieben mit in der Regel

    • 5 bis 20 der in § 60 Abs. 1 genannten Arbeitnehmer aus 1 Jugendvertreter,
    • 21 bis 50 der in § 60 Abs. 1 genannten Arbeitnehmer aus 3 Jugendvertretern, usw.

    Bestellung des Wahlvorstands

    Sind o. a. Kriterien erfüllt, so muss der Betriebsrat einen Wahlvorstand zur Durchführung der Wahl der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bestellen, § 63 Abs. 2 BetrVG . Bei der Bestellung des Wahlvorstands hat die JAV § 67 Abs. 2 BetrVG Stimmrecht im Betriebsrat. Besteht noch keine JAV, so hat der Betriebsrat den Wahlvorstand zu bestellen. Die JAV kann Vorschläge zur Besetzung des Wahlvorstands machen. Der Wahlvorstand muss aus einer ungeraden Anzahl von Mitgliedern bestehen, mindestens jedoch drei. Die Größe des Wahlvorstands entscheidet der Betriebsrat nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung der Anzahl der Wahlberechtigten und der konkreten Verhältnisse im Betrieb.

    Mindestens ein Mitglied des Wahlvorstands muss das passive Wahlrecht zum Betriebsrat besitzen, § 38 S. 2 Wahlordnung. Ansonsten kann der Betriebsrat jugendliche und auszubildende Arbeitnehmer als auch sonstige Arbeitnehmer des Betriebs zum Wahlvorstand bestellen. Der Betriebsrat kann für jedes Mitglied des Wahlvorstands ein Ersatzmitglied bestellen. Der Wahlvorstandsvorsitzende wird ebenfalls vom Betriebsrat bestellt.

    Die Nationalität und das evtl. Fehlen der Geschäftsfähigkeit wegen Nichterreichens des 18. Lebensjahres stehen der Wahlberechtigung nicht entgegen. Nach § 61 Abs. 2 Satz 2 BetrVGkönnen Mitglieder des Betriebsrats nicht zur JAV gewählt werden.

    Nach § 62 Abs. 1 BetrVG besteht die JAV in Betrieben mit in der Regel

    • 5 bis 20 der in § 60 Abs. 1 genannten Arbeitnehmer aus 1 Jugendvertreter,
    • 21 bis 50 der in § 60 Abs. 1 genannten Arbeitnehmer aus 3 Jugendvertretern, usw.

    Mehr zur Wahl der JAV