W.A.F. LogoSeminare

Arbeitszeiterhöhung

A
Andi88
Aug 2024 bearbeitet

Guten Tag. Folgendes Problem. Bei uns in der Firma wurde seit ich eingetreten bin, Dreischicht gearbeitet. Irgendwann, ich meine Anfang 2020, wurde dann die Fertigung auf Zweischicht umgestellt. In der Dreischicht waren die Zeiten 5:00 - 13:15 Uhr, 13:00-21:15 Uhr, und 21:00 - 05:15. Es wurde also immer eine Schichtübergabe mit einer Viertel Stunde bezahlt. So, nun hat man auf Zweischicht umgestellt, die Schichtübergabezeit abgeschafft, unter anderem mit der Begründung, dass wir jetzt ja eh besser fahren würden mit der Arbeitszeit. Sind ja faktisch nur noch 37,5h. So weit so gut. Jetzt aber, ist man mal wieder am Gewinn optimieren und würde gerne allen Schichtarbeitern, die 2,5 Stunden Differenz, die zur 40h Woche entstehen, wieder unentgeltlich aufs Auge drücken. Also ich arbeite nun seit 2010 in der Fertigung und soll auf einmal 10h im Monat mehr arbeiten, ohne Entgeltausgleich. Geht das so einfach? Die Arbeitsverträge sind unterschiedlich, je nach Alter. Eigentlich ist eine 40h Woche festgeschrieben. Vielen Dank schonmal

379027

Community-Antworten (27)

X
XYZ68

01.08.2024 um 09:47 Uhr

Ein paar grundsätzliche Fragen:

Gibt es einen Tarifvertrag? Gibt es eine Betriebsrat?

Wurden bisher die Pausen bezahlt? Werdet ihr nach geleisteten Stunden bezahlt oder bekommt ihr ein Gehalt (jeden Monat, unabhängig von den Stunden das gleiche Geld)?

Nun zum eigentlichen: Im Dreischicht habt ihr bisher 41,25h gehabt, wenn die 30 min Pause abgezogen wurden waren es 38,75h reine Arbeitszeit.

Jetzt arbeitet ihr 8 h pro Tag und kommt so auf 40h. Wenn die Pause nicht bezahlt wird, sind es also 37,5h

Laut Arbeitsvertrag ist es aber (meistens) eine 40h-Woche.

Habe ich es soweit richtig verstanden?

Grundsätzlich hat man einen Arbeitsvertrag unterschrieben, in dem vereinbart ist, wie viele Stunden man arbeiten muss um einen entsprechenden Lohn zu erhalten.

Das darf der Arbeitgeber also auch einfordern. Ob durch die Vergangenheit eine betriebliche Übung entstanden ist, ich weiß es nicht, da rate ich zum Anwalt und ggf. Klärung vor Gericht.

A
Andi88

01.08.2024 um 10:23 Uhr

Guten Morgen. Es gibt keinen Tarifvertrag. Es wurde ja fairerweise vorab an den Betriebsrat herangetreten, in dem ich auch Mitglied bin.

Jetzt sind es 37,5 Stunden, weil die Pause laut Arbeitgeber bezahlt wird. Habe aber gelesen dass es Arbeitsrechtlich gar nicht vorgesehen ist, eine Pause zu bezahlen, weil es eben keine Arbeitszeit ist.

Das mit der betrieblichen Übung ist interessant aber schwierig

Grüße

A
Andi88

01.08.2024 um 10:54 Uhr

Achso ja, wir werden mit Festgehältern bezahlt, nicht nach geleisteten Stunden

C
celestro

01.08.2024 um 11:25 Uhr

@Fried

"Aus welchem Grund sollst Du jetzt 10h im Monat für Umsonst arbeiten?!"

Vielleicht einfach mal den Startpost lesen und verstehen?

A
Andi88

01.08.2024 um 12:09 Uhr

@Fried Weswegen ist das Dreist, wenn ich 15 Jahre lang nur 37,5 bzw 38,75 gearbeitet hab!? Na, das erklärst du mal meinen Kollegen, wenn wir das als Betriebsrat einfach durchwinken. Gibt es für deine Aussagen eine rechtswirksame Erklärung? Bleiben die Anlagen in der Pause halt stehen !

X
XYZ68

01.08.2024 um 12:37 Uhr

Als BR seid ihr in der Mitbestimmung, was die Lage und Verteilung der Arbeitszeit angeht.

Betriebliche Übung ist Individualrecht. Hier müsste jeder selbst prüfen lassen, aber als betroffenes BR-Mitglied kann man ja den Vorreiter machen.

Ich weiß wirklich nicht, ob die bezahlte Pause ggf. unter betriebliche Übung fällt, wenn das aber 15 Jahre so gelaufen ist und es dazu nichts schriftliches gibt, käme das in meinen Augen durchaus in Frage.

Holt euch als BR Hilfe. Anwalt / Gewerkschaft.

Übergabezeiten, Umziehzeiten können unter bestimmten Umständen auch zur Arbeitszeit dazugerechnet werden. Das ist unabhängig vom Schichtsystem. Bei uns gab es mal die Regelung, dass in 3-Schichtsystem die Pause bezahlt wird, im 2 Schicht nicht, da man da die Pause raus arbeiten kann. Nicht schön, aber in der Produktion war der Großteil der MA in 3 Schichten unterwegs.

Und ja, bei uns bleiben die Anlagen in der Pause stehen. oder, so möglich, wirft ein Kolleg ein Auge drauf. Und ganz klar, auch bei der Lage der Pausen seid ihr in der Mitbestimmung und in der Pause muss man nicht arbeiten.

@ fried kommt halt drauf an. Es gibt sogar Regelungen das Pausen bezahlt werden.

@ Andi 88

Holt euch da Fachwissen hinzu, mir fallen spontan etliche Fragen ein und etliche Möglichkeiten, da der Arbeitgeber mit euch drüber sprechen will, versucht ein gutes Ergebnis zu bekommen.

Ach so, bevor ich es vergesse, der User fried vertritt eine Meinung, die von den meisten nicht geteilt wird, Aber damit können Betriebsräte ja umgehen. Also bitte nicht provozieren lassen ?

A
Andi88

01.08.2024 um 14:01 Uhr

@xyz68 Danke für deine Antworten. Ich werde mir auf jeden Fall noch eine Fachmeinung hinzu ziehen, hab da schon jemanden im Kopf. Gleich vor Gericht ist nicht drin. Wir sind ein mittelständiger Betrieb und kommen mit der GL relativ gut klar. Will man sich ja nicht komplett verspielen ?

Bisher, zumindest meiner Meinung nach, war es ein geben und nehmen. Wenn ich gerade ein hochgenaues Teil fertige und die Maschine durchlaufen muss, bleib ich halt auch in der Pause dabei.

Bei der letzten Antwort von Fried ist mir eigentlich alles klar.

F
Fried

01.08.2024 um 21:36 Uhr

Das hat rein gar nichts mit "geben" und "nehmen" zu tun, Du willst lediglich Deinen Vorteil behalten. Nochmals ... 40h arbeiten = 40h Kohle abgreifen, wo ist Dein verdammtes Problem?!

T
takkus

01.08.2024 um 22:19 Uhr

"Pausen werden nicht bezahlt, in keiner Firma, ist keine Arbeitszeit."-> echt? Das kannst Du belegen?

C
celestro

01.08.2024 um 22:38 Uhr

"Das hat rein gar nichts mit "geben" und "nehmen" zu tun,"

Doch!

"Du willst lediglich Deinen Vorteil behalten."

Legitim, oder?

"40h arbeiten = 40h Kohle abgreifen, wo ist Dein verdammtes Problem?!"

Fragt sich eher, wo DEIN Problem ist .... es werden 37,5 h gearbeitet ... wenn man die Schichtübergaben dazu rechnet, ist man schon fast bei 40 h. Also hör auf, blöd rumzupöbeln und kapier, das der AG hier durch die Hintertür mehr als 40 h / Woche arbeiten lassen will.

F
Fried

01.08.2024 um 23:59 Uhr

Aktuell werden weniger als 40h gearbeitet, man erhält aber 40h bezahlt. Das ist kein Ding oder? Sich schön aus der Schatulle bedienen geht also?

Der AG möchte nun, dass 40h gearbeitet werden, wofür es ja das Geld gibt und was die MA mal unterschrieben haben! Nicht mehr und nicht weniger, völlig legitim.

C
celestro

02.08.2024 um 02:37 Uhr

"Der AG möchte nun, dass 40h gearbeitet werden,"

Der AG möchte, das MEHR als 40h gearbeitet werden. Aber hey ... Fakten haben Dich ja noch nie interessiert.

F
Fried

02.08.2024 um 09:35 Uhr

"Jetzt aber, ist man mal wieder am Gewinn optimieren und würde gerne allen Schichtarbeitern, die 2,5 Stunden Differenz, die zur 40h Woche entstehen, wieder unentgeltlich aufs Auge drücken."

A
Andi88

02.08.2024 um 10:05 Uhr

Oh Fried. Du verstehst den Text echt nicht, oder? Jetzt machen wir Schichtübergabe in unserer Freizeit. Auf dem Papier sind es 37,5 Stunden, Maschine läuft 40! Wenn Chef will, bleiben wir ne Viertel Stunde länger, wo du normal ja auch nicht immer um 21:00 Uhr raus kommst, kostet in der Spätschicht dann halt Zulage. Wir sind länger da, Maschine lassen wir in der Pause stehen, weil, wie du selbst erkannt hast, Pausenzeiten sind keine Arbeitszeiten! Also läuft Maschine halt nur noch 37.5 Stunden und wir kosten halt mehr Zulage. Jetzt kapiert ?

F
Fried

02.08.2024 um 10:25 Uhr

Du arbeitest ohne Schichtübergabe/Pause 37,5h, korrekt? Im Arbeitsvertrag erhälst Du für 40h eine Entlohnung. Weshalb prangerst Du diese Differenz nicht an? Richtig, weil Sie zu Deinem Vorteil ist.

Nun möchte der AG, dass die 40h voll ausgeschöpft werden, in Form von Schichtübergabe, was genau ist da nun das Problem, lt. AV musst ja eh 40h arbeiten.

C
celestro

02.08.2024 um 11:53 Uhr

Der Troll ist offenbar wirklich dumm (und das ist dann auch keine Beleidigung, wenn man es halt nicht rafft).

F
Fried

02.08.2024 um 12:06 Uhr

Du verstehst es doch nicht ... Zitat celestro:

"Fragt sich eher, wo DEIN Problem ist .... es werden 37,5 h gearbeitet ... wenn man die Schichtübergaben dazu rechnet, ist man schon fast bei 40 h."

Im AV sind 40h vereinbart und weiter? Was ist jetzt das Problem?

C
celestro

02.08.2024 um 12:51 Uhr

Haben wir Dir Nixblicker schon versucht deutlich zu machen. Wenn Du es bis jetzt nicht kapiert hast, ist einfach nur Hopfen und Malz verloren.

F
Fried

02.08.2024 um 12:59 Uhr

Das einzige, was Du kannst, drumherum zu reden, ohne auf den Punkt zu kommen. Siehe Deine letzte Antwort, NULL Inhalt, völlig überflüssig.

Meine Frage/Anmerkung war doch recht klar formuliert.

C
celestro

02.08.2024 um 13:59 Uhr

Und die Antwort steht auch sehrklar schon hier:

"Der AG möchte, das MEHR als 40h gearbeitet werden."

nur kapierst Du es halt nicht. DEIN Problem!

F
Fried

02.08.2024 um 14:14 Uhr

Wo steht konjret, dass der AG mehr als 40h arbeiten lassen möchte?!

"Jetzt aber, ist man mal wieder am Gewinn optimieren und würde gerne allen Schichtarbeitern, die 2,5 Stunden Differenz, die zur 40h Woche entstehen, wieder unentgeltlich aufs Auge drücken."

C
celestro

02.08.2024 um 15:14 Uhr

Und wenn Du es jetzt nochmal mit Denken versuchst (Stichwort Schichtübergabe) kommst Du möglicherweise darauf.

F
Fried

02.08.2024 um 15:28 Uhr

Da sieht man wieder, wie primitiv Du bist, Du argumentierst, dass mit Schichtübergabe FAST 40h erreicht werden, jetzt ist man plötzlich drüber oder was?! Du weißt doch selber nicht, was Du schreibst.

Zitat celestro:

"Fragt sich eher, wo DEIN Problem ist .... es werden 37,5 h gearbeitet ... wenn man die Schichtübergaben dazu rechnet, ist man schon fast bei 40 h."

F
Fried

02.08.2024 um 19:01 Uhr

Mal wieder kein Kommentar dazu, celestro eben ... nur eine Luftpumpe ...

C
celestro

02.08.2024 um 22:50 Uhr

"jetzt ist man plötzlich drüber oder was?!"

Fragt sich eher, wie jemand mit so wenig Grips überhaupt lesen lernen konnte.

Wenn die Firma jetzt bei den AN auf 40h hoch geht und die Schichtübergabe ja nicht weg fällt, ist man wo? Wenn Trolle wenigstens nicht so blöd wären ....

F
Fried

02.08.2024 um 22:52 Uhr

Du selber widersprichst Dir sowas von ...

Zitat celestro:

"Fragt sich eher, wo DEIN Problem ist .... es werden 37,5 h gearbeitet ... wenn man die Schichtübergaben dazu rechnet, ist man schon fast bei 40 h."

A
Andi88

03.08.2024 um 10:27 Uhr

Nein Fried, du willst die Fakten einfach nicht akzeptieren. Du überliest und verstehst unsere Argumente mit Absicht falsch. Ich verstehe nicht, was du hier in diesem Forum zu suchen hast. Betriebsrat bist du sicher nicht! Wenn ich mir deine Kommentare so durch lese, glaube ich nicht mal das du selbst überhaupt einen Job hast. Als Kollegen will man dich auf jeden Fall nicht haben, als Angestellten sicher auch nicht. Ich denke wir alle haben kapiert dass Du der allerbeste bist, deshalb schließe ich jetzt dieses Trauerspiel. Danke nochmal an die anderen, die ernsthaft versucht haben gute Ratschläge zu geben. ?

Ihre Antwort