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Dieser Beitrag ist vor 8 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Belohnung für Einspringen, Nichtkrankwerden bei ansonst hohem Krankenstand

S
SeniBRV
Jan 2018 bearbeitet

Hallo liebe Mitstreiter, unser AG möchte allen Mitarbeiter_innen, die in Zeiten hohen Krankenstandes in unserem Pflegeheim, vermehrt einspringen und selbst nicht krank werden eine "Belohnung" geben. Er fragt uns als Betriebsrat, wie so etwas aussehen könnte. Wir hatten da einige praktikable Ideen, unser Problem ist aber: Nicht alle kranken MA "machen" krank, sondern sind es wirklich. Wir finden es ungerecht, dass sie, die ansonsten allerbeste Arbeit leisten und auch immer einspringen, keine Belohnung bekommen sollen, weil sie eben einige Kranktage aufzuweisen haben. Wieviele Kranktage dürfen es sein, um noch in den Genuss der Belohnung zu kommen? Hat da jemand Erfahrung mit und kann uns bei der Entscheidungssuche helfen? Stichwörter für eine BV vielleicht? Für kompetente Ratschläge im voraus dankend, hoffe ich auf Hilfe.

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Community-Antworten (5)

G
gironimo

07.06.2017 um 18:37 Uhr

Niemand zwingt euch, der Regelung zuzustimmen.

Und ich halte gar nichts von derartigen Zahlungen. Vielleicht sollte der AG das Geld lieber dazu nutzen, etwas in die Arbeitsplätze zu investieren; zumindest die Stressfaktoren zu senken.....

Vielleicht habt Ihr da so einiges vorzuschlagen.

N
niemand

07.06.2017 um 18:54 Uhr

Hallo, zuerst einmal sollte der Arbeitgeber den Mitarbeitern kündigen, die betrügen. Ich bin schon überrascht, dass es bekannt ist, dass Mitarbeiter sich gesund krank melden. wenn ein MA einspringt muss er natürlich zu einem anderen Zeitpunkt die geleistete Arbeitszeit frei bekommen oder als Überstunden vergütet bekommen. Mehrarbeit ist natürlich nur im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes möglich. Es is toll dass euer Arbeitgeber an MA, die außerhalb ihres Schichtplans einspringen eine Zulage bezahlen will.

Von einer nicht krank Prämie halte ich jedoch nichts, da es Ma motiviert auch krank zum Dienst zu erscheinen. Das ist aber in der Pflege gar nicht zu verantworten, da die Ma ihre und die Gesundheit der zu Pflegenden gefährden.

Als Vorschlag würde ich 25% extra Zuschlag für Stunden außerhalb des Schichtplans vorschlagen. Selbstverständlich zusätzlich zum normalen Überstundenzuschlag.

W
WillsWissen

08.06.2017 um 09:27 Uhr

@SeniBRV: Nicht alle kranken MA "machen" krank, sondern sind es wirklich. Wenn ich diesen Satz so lese, wird mir ganz anders! In Deutschland schreibt ein Arzt ein AU aus. Sofern diese angezweifelt wird, obliegt es dem AG etwas dagegen zu unternehmen. Wenn er nicht fähig ist, seine rechtlichen Mittel auszuschöpfen (BV 'en über Fehlzeiten bzw. Rückkehrer - Gespräche, BEM???) , dann soll er schweigen und den BR in Ruhe lassen. Was ist denn der Effekt aus der angestrebten Vereinbarung. Die "wirklich" Kranken kommen zur Arbeit um die Prämie zu bekommen. Ihr seid eine Pflegeeinrichtung... sollen Eure MA noch 10 Patienten und 5 Kollegen anstecken, damit das Arbeitsaufkommen für Euch ins Uferlose ansteigt???

M
Moreno

08.06.2017 um 10:23 Uhr

Gesundheitsprämie nein aber ne Prämie für das freiwillige Einspringen finde ich gut und sehr wichtig. Einige unterscheiden ja auch ob es ein kurzfristiges oder ein länger geplantes einspringen ist. Aber wie schon gesagt macht keine Prämie für jemand der nicht krank war die schleppen sich dann zur Arbeit grade wenn ein Zeitraum kurz vorm ablaufen ist wo jemand so eine Prämie bekommt.

N
nicoline

08.06.2017 um 19:55 Uhr

in unserem Pflegeheim, vermehrt einspringen Aus diesem Textstück könnte man entnehmen, dass es sowieso schon "normal" ist neben seiner geplanten Arbeit andere Dienste zu übernehmen und jetzt soll in Zeiten hohen Krankenstandes noch "vermehrt" eingesprungen werden, also in der Zeit, wo die Arbeitsbelastung eh noch höher ist als sonst! Wie hoch soll die Prämie sein, das zu honorieren ??? Was tut der BR, damit die Situation besser wird?

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