Einsatz neuer Mitarbeiter im Dienstplan
Hallo, wir haben bei uns einen Dienstplan, im oberen Teil fahren nur Linienfahrer 42 Wochen im Rotationsbetrieb, im unteren Teil die sogenannten Kombifahrer (Schulbus + Linie). Jetzt hat der AG einen Mitarbeiter wieder in Vollzeit eingestellt. Der Mitarbeiter war schon mal in Vollzeit da und hat bisher als geringfügiger Beschäftigter nach wie vor bei uns an den Wochenenden gearbeitet. Nun hat der AG den Kollegen in die obere Hälfte des Dienstplanes (Linie) eingesetzt, die Linie wird gefahren in Früh- und Spätdienst und die sogenannten Pausen (3x innerhalb von 42 Wochen in der Zeit von 7-11 Uhr + 16-19:30 Uhr). Der Mitarbeiter möchte auch Linie fahren, kann aber momentan (ca. 6 - 12 Monate) keine Pausen fahren, da seine Frau auch berufstätig ist und dadurch keine Betreuung der Kinder gewährleistet wäre. Jetzt sagen Teile des BR allerdings der Mitarbeiter darf nicht in den oberen Teil des Dienstplanes eingesetzt werden, da er die Dienste (Pausen) nicht fahren kann. Die anderen Teile des BR sagen sie finden es gut das der AG versucht nach den Belangen der AN individuell zu handeln und dem Kollegen z.B. hilft und ihm lediglich die Pausen abnimmt bzw. dieser mit einem anderen Kollegen tauschen kann. Hat der BR nun Recht (Mitbestimmung) oder obliegt es dem AG den Kollegen egal wo einzusetzen (sog. Weisungsrecht). Würde der AG den Kollegen jetzt nach unten setzen, würde der Kollege genau das Gleiche fahren, nur würde dann sein Name im unteren Bereich und nicht im oberen Bereich aufgeführt.
Community-Antworten (5)
03.03.2024 um 16:44 Uhr
Sehr verwirrend das Ganze.
Wieso sollte man "Pausen fahren"? In Pausen hat man Pause. Wieso fährt man das Gleiche, egal ob oben oder unten?
Der BR ist beim Schichtplan in der Mitbestimmung. Der AG kann also den Kollegen nicht einfach irgendwo einsetzen.
03.03.2024 um 18:52 Uhr
Hallo celestro,
der Kollege würde die Pausen der anderen Fahrer fahren. Es handelt sich um Linienverkehr. Die Kollegen die im unteren Teil eingeplant sind fahren entweder Schulverkehr, Gelegenheitsfahrten und springen als Vertretung für erkrankte oder beurlaubte Linienfahrer ein. Würde der Kollege, um den es geht, unten eingesetzt, würde der Disponent ihm auch Früh- und Spätschicht (nur Linienverkehr) im Wechsel geben, ergo: er würde genau das Gleiche fahren, nur wäre er im unteren Teil geführt und nicht im oberen Teil des Dienstplanes. Meiner Meinung nach kann er dann auch oben geführt werden. Im oberen Teil des Dienstplanes befinden sich nur Linienfahrer und dort hat jeder seinen festen Linienplatz. Dem Kollegen wäre es aber wichtig oben geführt zu werden, damit er seinen Linienplatz behält, denn wie gesagt; in ca. 6-12 Monaten kann er den Dienstplan ohne Einschränkung fahren. Von Seiten der Disposition und von Seiten des AG wäre das so ok und auch machbar. Nur eben die einen Teile des BR möchten das der Kollege aus dem Linienplan genommen wird. Meine Frage ist nun ob das rechtens ist. Muss / Sollte ich nicht als BR froh sein das der AG sagt: OK bekommen wir schon hin.?
04.03.2024 um 08:47 Uhr
Jetzt habe ich schon am Montagmorgen einen Knoten im Gehirn.
Ist es nicht völlig egal, wo der Mitarbeiter steht? Die Lage und Verteilung der Arbeitszeit ist doch das ausschlaggebende. Solange die stimmt, die Arbeit so ist, wie im AV vereinbart, der Mitarbeiter auf seine Stunden kommt, was spielt es dann für eine Rolle, in welcher Schichtplangruppe sich der Mitarbeiter befindet?
04.03.2024 um 10:12 Uhr
Hallo xyz68,
vielen Dank, denn genauso sehe ich es auch.
Die anderen Teile des BR sind aber leider auf "Krawall" gebürstet und wollen unbedingt Streit mit dem AG um ihre "Machtspielchen" zu bestreiten. Da möchte ich aber nicht mitspielen. Macht der AG was falsch bzw. hält seine Pflichten nicht ein, bin ich nicht die letzte die ihn höflichst auf seine Pflichten hinweisen wird. Aber "Stunk" zu machen für etwas, was meiner Sicht dem Kollegen hilft, sehe ich nicht ein.
04.03.2024 um 10:37 Uhr
Guten Morgen xyz68,
ja genau so sehe ich das auch. Solange die Arbeitszeit stimmt und keine Tätigkeit ausgeführt werden muss als im AV vereinbart, ist das meiner Meinung nach auch völlig aktzeptabel. Vor allem, da der AG dem AN ja auch hilft und daraus kein Problem macht.
Die anderen Teile des BR sind aber leider auf "Krawall" gebürstet und möchten halt "Stunk" machen nur um des Streitens Willen. Ich möchte das so aber nicht mitmachen und arbeite auf eine respektvolle Zusammenarbeit mit GL hin. Sollten von der GL Pflichten verletzt werden, bin ich sicherlich nicht die Letzte die die GL darauf hinweisen wird, aber wegen "Nichts" ein Fass aufzumachen finde ich nicht ok.
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