Hallo beisammen,

nach Problemen bei der letzten Gehaltsberechnung, wollen wir nun, nach einem Betriebsübergang, möchte die neue GF das alte Vergütungsmodell erneuern, um es an die Bedürfnisse und Parameter der neuen Firma anzupassen. Der BR sieht dies ein und hat seinerseits ein Bedürfnis nach Veränderung, um Diskrepanzen vergangener Zeiten zukünftig auszuschließen.

Hierzu haben wir mit einer Sachverständigen (abgelaufene vereinbarte Stundenzahl) den BV-Vorschlag der GL modifiziert.

Wir haben einen § formuliert in dem geregelt ist, dass bevor die einzelnen Verkäufer ihre Zielvorgaben (Verkäufer X soll 5 Millionen € in Jahr Y erwirstchaften) für das nächste Geschäftsjahr übermittelt bekommen, diese erst dem BR vorgelegt werden müssen und nach kommentarlosem Ablauf von 3 Tagen, an den Verkäufer übermittelt werden können.

Dieser Passus wurde gestrichen mit dem Hinweis, dass wir nicht an Zielvorgaben zu beteiligen sind und unsere Mitbestimmung ausdrücklich nur struktureller Natur sein kann und sich nicht auf die Inhalte der Zielvorgabe bzw. der Umsatzplanung bezieht.

Ich sehe das ein bißchen anders und denke, dass wir gemäß §80 BetrVG auf der Mitteilung der Zielvorgaben bestehen können, um das gesetzmäßige billige Ermessen gemäß §315 BGB prüfen zu können und dies somit auch in der BV festhalten können.

Kann dieser Bezug funktionieren?

Des Weiteren gestrichen wurden Maßnahmen zur Konfliktlösung, sprich, wenn ein Verkäufer mit Ziel oder Zielereichung nicht zufrieden ist, setzt eine Kaskade von Einzelgesprächen ein mit dem Ziel einer gütlichen Einigung.

Sind solche Konfliktlösungspassagen Usus in Euch bekannten BVs zu diesme Thema?

Die Hauptfrage ist, wie weit ich mit solchen Themen mutmaßlich vor einer Einigungstelle komme.

SG
zdophers