Liebes Forum,

wir haben seit dem 01.01.2016 eine BV zur Arbeitszeit. Diese sieht unter anderem vor, dass auch sog. AT-Mitarbeiter an der elektronischen Zeiterfassung teilnehmen. Da unser Arbeitgeber ein sehr schlechter Verlierer ist kommt er nun mit einem Antrag um die Ecke um zusätzliche 11 Zeiterfassungsgeräte zu installieren. Natürlich nur um die Arbeitszeit zu flexibilisieren. Ein Schelm der dahinter vermutet, dass das eintritt, was die Führungskräfte schon verkündet haben, nämlich das der z. B. Toilettengang auch auszustechen ist. Jede Minute an der man nicht an den "fürsorglichen" Arbeitgeber denkt soll als Pause erfasst werden (Mal etwas überspitzt dargestellt.). Der Arbeitgeber hat sich in der Vergangenheit als sehr unzuverlässig und nicht zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit möglich erwiesen. Im Gegenteil, es wird immer versucht, alle Missstände dem BR anzuhängen (Wenn Ihr in Zukunft mehr wie 10 h arbeitet werdet Ihr abgemahnt, weil der BR das so will.) Im Mutterhaus, bei dem auch unsere Zeiterfassungsdaten landen, gibt es auch nur an den Gebäudezugängen ein Zeiterfassungsgerät und nicht auf jedem Flur.

Nun Meine Frage:
Ich weiß, dass wir nach §87 (1) Nr. 6 da ein Mitbestimmungsrecht haben, aber

1. Wenn wir nicht zustimmen, muss die Verweigerung begründet werden?
2. Ist es nicht besser, wenn schon dann eine eigene BV abzuschließen?
3. Gibt es Urteile oder andere Vorschriften wo und wie diese "Uhren" anzubringen sind?
4. Wie stehen die Chancen die verweigerte Zustimmung vor dem Arbeitsgericht zu ersetzen?
5. Wie rede ich mich vor Gericht am besten raus, falls es zu einem Zustimmungsersetzungsverfahrens kommt?

mfg Thunderelf