Trotz Attest weiterhin im gesundheitsgefährdenen Bereich eingesetzt
Wir haben eine Kollegin die seit letztem Jahr mit gesundheitlichen Problemen im Schulterbereich kämpft. Unsere Arbeit ist eine sehr monotone Arbeit mit sich ständig wiederholenden Arbeitsabläufen. Die Kollegin hat schon letztes Jahr ein Attest des Arztes gebracht, in dem darauf hingewiesen wird, dass sie in einen anderen Bereich versetzt werden sollte, aufgrund der gesundheitlichen Probleme. Der AG ist diesem bisher auch noch nach mehrmaligem Nachfragen seitens des BR nicht nachgekommen. Welche Handlungsmöglichkeit haben wir als BR nun? Oder liegt es jetzt in der Hand der Kollegin sich ihr Recht über das Arbeitsgericht zu holen? Können wir als BR z.B. veranlassen das die Betriebsärztin oder auch der MDK die Kollegin unterstützen?
Community-Antworten (5)
03.11.2015 um 15:11 Uhr
Macht dem AG konkrete Vorstellungen, wo die Kollegin eingesetzt werden kann. Sie sollte sich auch aktiv auf freie Arbeitsplätze bewerben.
Allein eine ärztliche Bescheinigung reicht eben nicht aus.
03.11.2015 um 21:26 Uhr
Tach auch, Euere Kollegin sollte mal beim Versorgungsamt einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen. Vielleicht erreicht sie einen Grad von 30% und wäre damit gleichgestellt.
04.11.2015 um 07:17 Uhr
@Challenger: Gleichgestellt mit was? Das bezweifele ich schwer, dass jemand mit einem GdB von 30% automatisch gleichgestellt ist. Bitte mal die Quelle dieser Behauptung nennen.
Wenn dann muss die Person einen Antrag auf Gleichstellung stellen und den Bescheid abwarten. Gibt es eine SBV bei Euch?
Gruß
04.11.2015 um 08:28 Uhr
Eine Schwerbehinderung oder Gleichstellung wird mit Schulterproblemen nicht darzustellen sein. Aber ...
Können wir als BR z.B. veranlassen das die Betriebsärztin oder auch der MDK die Kollegin unterstützen?
Ja, ALLERDINGS könnt ihr das. Dazu seid Ihr im Betriebsrat!
04.11.2015 um 13:20 Uhr
ich kenne AG die nehmen solche Atteste inzwischen zum Anlass Kündigungen vorzubereiten....
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