Erstellt am 25.02.2015 um 11:50 Uhr von gironimo
Schau doch mal in den § 6 ArbStättV, da findest Du was über Sozialräume.
Ich nehme an, Du fragst nicht als BR? Habt Ihr einen? Ihr braucht einen.
Ansonsten: Der AG ist verpflichtet dafür sorge zu tragen, dass Pausen tatsächlich gemacht werden
Erstellt am 25.02.2015 um 11:59 Uhr von Pickel
Eine Kammer mit 6 Spinden klingt für 10 (Teilzeit-) Mitarbeiter jetzt erst einmal nicht unzumutbar. Auch können beide Geschlechter eine Kammer verwenden, wenn gewährleistet ist dass diese getrennt genutzt werden kann.
Hier besteht natürlich prinzipiell ein Problem bei gleichzeitigem Schichtbeginn.
Die Umkleide vor der Arbeitszeit wird evtl. ein BR umstoßen können. Die Pausenregelung geht so gar nicht. Notfalls muss ein Tisch mal 30 Minuten schließen.
Erstellt am 25.02.2015 um 13:49 Uhr von Tracer
Vielen Dank erstmal für die hilfreichen Antworten.Ich bin in meiner hauptsächlichen Tätigkeit im öffentlichen Dienst beschäftigt und dort VL.In dem Gewerbe in dem ich neben her arbeite handelt es sich um das Spiel und Automatengewerbe und dort gibt es meines Wissen leider keine Betriebsräte, die sind auch welch Wunder gänzlich unerwünscht.
Das Problem ist, das fast alle Mitarbeiter Angst haben sich zu organisieren.Die Macht obliegt dem jeweiligen Filialleiter/in, sie können ungeniert die Leute mobben und unter Druck setzen können ohne das man etwas dagegen tun kann.
Mir persönlich ist eine ganz bestimmte Sache sehr zu Herzen gegangen bzw ans Gemüt.Es ist seit einiger Zeit so, das Filialleitungen nicht mehr wie bisher Umsatzabhängig Prämien kassieren, das wurde verboten, es ist nun so das Prämien nach Krankenstand der Mitarbeiter gezahlt wird.Natürlich wurden Mitarbeiter dazu gedrängt bzw ermahnt nicht krank zu machen.Das bekommt man dann irgendwie zurückgezahlt, da man ja Schuld ist das die Filialleitung zu wenig Prämie bekommt.
Erstellt am 25.02.2015 um 14:32 Uhr von gironimo
Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht.
Die Frage ist, wie hoch der Leidensdruck werden muss. Sicher, offen die Bildung eines BR zu propagieren, dürfte einen Sturm auslösen.
Aber wie wäre es im Verborgenen - unter Kollegen? Ggf. unrter Mithilfe der Gewerkschaft.
Erstellt am 25.02.2015 um 14:55 Uhr von Tracer
Die Idee hatte ich auch schon aber ganz ehrlich, wie soll denn das " Verborgen" aussehen? 80% der Mitarbeiter in dem Gewerbe sind Frauen und von denen ist ein großteil aus meiner Erfahrung nicht schweigsam genug um so etwas im Verborgenen durchzuziehen.Außerdem werden viele von der Filialleitung manipuliert und benutzt.Die gegenseitigen Abhängikeiten von der finanziellen eigenen Situation am untersten Rand läßt leider nicht viel Spielraum.
Natürlich braucht das Gewerbe ganz dringend eine gewerkschaftlich Bewegung.
Ich glaube auch der einzige Motivator für eine gewerkschaftliche Etablierung wäre der Zorn auf einer breiteren Ebene.
Vielleicht sollte man sich trotzdem mal gewerkschaftliche Unterstützung einholen um mal zu überprüfen welche Möglichkeiten man hat.
Erstellt am 25.02.2015 um 15:50 Uhr von Dezibel
Einzige Alternative für euch: Jammert leise weiter ...