W.A.F. LogoSeminare

Lohnfortzahlung bei erneuter Krankmeldung

T
Timbuktu
Jan 2018 bearbeitet

Mitarbeiter war bis Pfingstsamstag mit AU-Bescheinigung krankgeschrieben. Am Dienstag nach Pfingsten hat er sich für einen Tag telefonisch krank gemeldet. Dies ohne AU-Bescheinigung auf Grund der 3-Tage-Regelung. Der AG hat ihn als unentschuldigt fehlt eingetragen und einen Tag Lohn abgezogen, da er es als Verlängerung der Krankheit betrachtet. Der MA sagt es hatte nichts mit der abgeschlossenen Krankheit zu tun und möchte den Tag in der Lohnfortzahlung bleiben. Was ist die rechtliche Auskunft dazu?

1.38805

Community-Antworten (5)

D
Dezibel

13.10.2014 um 12:31 Uhr

Naja, das ist hier keine Rechtsauskunft. Aber rein gefühlsmäßig würde ich sagen, der AG hat recht. Was der Mitarbeiter sagt und was er möchte, ist zwar verständlich, aber nicht uinbedingt nachvollziehbar. Und wenn die AU beendet ist und der nächste Tag krank gemeldet wird ... wäre besser, der Kollege wäre nocheinmal zum Doc gegangen.

R
Rattle

13.10.2014 um 13:28 Uhr

Hallo,

der ArbG kann vom ersten Tag der Krankheit eine AU einfordern.

Zu dem Urteil kommen die Richter des Bundesarbeitsgerichts Erfurt in einer Entscheidung vom 14. November 2012 (Aktenzeichen 5 AZR 886/11)

Q
Quietschbeule

13.10.2014 um 13:52 Uhr

Hallo, seit ihr ein Unternehmen, dass am Wochenende und an Feiertagen evtl. arbeitet. Hätte es theoretisch sein können, dass in seinem Dienstplan Feiertags/Wochenendarbeit eingeplant gewesen wäre. Daraus wäre dann zu schließen, dass es sich ganz klar um eine neue Erkrankung handelt. Ich würde mir vom behandelnden Arzt noch einmal bestätigen lassen, von wann bis wann die erste AU bestanden hat und mit welchem Tag sie beendet war.

N
Nubbel

13.10.2014 um 14:50 Uhr

und das fällt dem kollegen drei Monate später ein? er kann froh sein das der chef nur den lohn einbehalten hat.

quietschbeule, es völlig egal ob an we oder ft gearbeitet wird.

G
gironimo

13.10.2014 um 15:29 Uhr

Rechtliche Auskünfte gibt's beim Rechtsanwalt. Vom Gefühl - wenn es denn so war wie Du kurz schreibst - würde ich dem AN Recht geben, wenn es eine andere Krankheit war. Er hat ja auch nicht unentschuldigt gefehlt sondern hat sich krank gemeldet.

Die Frage einer eventuellen AU-Bescheinigung ist dann etwas anderes. Und da kommt denn die Mitbestimmung des BR ins Spiel. Und selbst wenn es ein absoluter mitbestimmungsfreier Einzelfall wäre, kann der AG die AU-Bescheinigung nicht rückwirkend für den 1. Tag fordern, sondern bestenfalls für zukünftige Krankheitsfälle.

Was die Nachforderung des Gehaltes angeht, sind eventuelle Ausschlussfristen zu beachten (Verjährung).

Ihre Antwort