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Wechselschichtzulage

P
Püppi
Jan 2018 bearbeitet

guten Abend ...wir haben eine Frage . Unser AG zahlt 105 € für die Wechselschichtzulage ( Früh , Spät u. Nacht ) Unsere TZK bekommen aber weniger also zwichen 50 und 70 € Wie wird diese berechnet ....gilt das nur für 100 % kräfte ????? Danke im Vorraus

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Community-Antworten (4)

M
Moreno

04.08.2014 um 08:16 Uhr

Woher sollen wir das Wissen ? frag doch mal Deinen AG ! :-) bei uns werden alle Zuschläge prozentuell nach Stundendeputat berechnet also 100 Euro Zulage sind 50 bei ner Halbtagskraft.

N
nicoline

04.08.2014 um 10:52 Uhr

Püppi, Wird bei Euch ein TV angewendet?

G
Galaxy

04.08.2014 um 14:04 Uhr

@püppi

ergänzend zu nicoline, sollte bei Euch der TVöD-K (K = Krankenhäuser) angewandt werden, so gibt es ein BAG-Urteil (Aktenzeichen: 10 AZR 634/07) welches genau dieses regelt. Hier eine Zusammenfassung des Urteils:

Nach dem am 1. Oktober 2005 in Kraft getretenen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) erhalten Teilzeitbeschäftigte das Arbeitsentgelt und alle sonstigen Entgeltbestandteile in dem Umfang, der dem Anteil ihrer individuell vereinbarten durchschnittlichen Arbeitszeit an der regelmäßigen Arbeitszeit vergleichbarer Vollzeitbeschäftigter entspricht, soweit tarifvertraglich nicht ausdrücklich etwas anderes geregelt ist. Als Ausgleich für Schichtarbeit und Wechselschichtarbeit sieht der TVöD eine Schichtzulage von monatlich 40,00 Euro und eine Wechselschichtzulage von monatlich 105,00 Euro vor.

Auf die Zahlung der Schicht- und Wechselschichtzulage in voller Höhe geklagt hatte eine mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit einer Vollzeitbeschäftigten tätige Krankenschwester. Das beklagte Klinikum hatte der in ständiger Schicht- und Wechselschicht eingesetzten Klägerin nach dem Inkrafttreten des TVöD auf Grund der Teilzeitarbeit nicht mehr die vollen Zulagen, sondern nur noch auf die Hälfte gekürzte Schicht- und Wechselschichtzulagen gezahlt. Die Klägerin hat gemeint, die tarifliche Regelung binde den Anspruch auf die vollen Zulagen nur an die ständige Leistung von Schicht- und Wechselschichtarbeit. Auf den Umfang der Arbeitsleistung komme es nicht an. Schicht- und Wechselschichtarbeit belaste teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer ebenso wie vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Für eine Kürzung der Ausgleichszahlungen bei Teilzeitarbeit fehlten deshalb sachliche Gründe, die eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen könnten. Die Vorinstanzen hatten die Klage abgewiesen.

Die Revision der Klägerin hatte vor dem Zehnten Senat des Bundesarbeitsgerichts keinen Erfolg. Der Klägerin stehen nach der tariflichen Regelung die beanspruchten Zulagen nur anteilig entsprechend dem Umfang ihrer auf die Hälfte verminderten Arbeitszeit zu. Die Tarifvertragsparteien des TVöD haben eine von der allgemeinen Regel zur Berechnung der Vergütung Teilzeitbeschäftigter abweichende Vereinbarung für Schicht- und Wechselschichtzulagen nicht getroffen. Ihre Einschätzung, dass die sich aus Schicht- und Wechselschichtarbeit ergebenden Erschwernisse einen Teilzeitbeschäftigten im Vergleich zu einem Vollzeitbeschäftigten geringer belasten, überschreitet nicht die Grenzen ihrer autonomen Regelungsmacht. Die tarifliche Zulagenregelung wahrt den Grundsatz, dass einem teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt oder eine andere teilbare geldwerte Leistung mindestens in dem Umfang zu gewähren ist, der dem Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers entspricht. Eine solche Gleichbehandlung gemäß dem Pro-rata-temporis-Grundsatz schließt eine Diskriminierung des Teilzeitbeschäftigten aufgrund der Teilzeitbeschäftigung aus.

Das Urteil findest du unter dem o.g. Aktenzeichen.

Ob die Summe stimmt, kann ich nicht beurteilen, aber die anteilmässige Anrechnung bezogen auf den Arbeitszeitanteil des einzelnen MA, das ist höchstrichlerlich so bestätigt worden.

Gruß Galaxy

P
püppi

04.08.2014 um 15:59 Uhr

Ganz lieben Dank .......galaxy

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