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Dieser Beitrag ist vor 12 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Kann ich einen Vorgesetzten ablehnen wenn das Vertrauensverhältnis zu ihm als Mitarbeiter bereits seit über 2 Jahren massiv gestört ist?

K
Klaraeins
Mrz 2020 bearbeitet

Ein befreundeter Mitarbeiter von mir, nennen wir ihn Kollege A arbeitet schon eine Weile in einer Abteilung, in der er einen Kollegen (nennen wir diesen Kollegen B) hat, mit dem er gar nicht gut auskommt. Die Chefin von A und B weiß darum und hält aus diesem Grund die Arbeitsgebiete auseinander, damit sie sich nicht in die Quere kommen. B sitzt im östlichen Ausland und hat zwei Mitarbeiter (ebenfalls im östlichen Ausland), die ihm unterstellt sind. B ist also nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Vorgesetzter. Nun hört die Chefin auf und die Mitarbeiter (außer A und B gibt es auch noch den Kollegen C) werden einem anderen Vorgesetzten (nennen wir ihn DD) unterstellt. Allerdings mit der Besonderheit, dass zwar B und C dem DD unterstellt sind, A aber jetzt dem B unterstellt werden soll. (Hintergrund: B soll all die Mitarbeiter betreuen, die nicht aus dem westl. Ausland kommen (dazu gehört auch A, der in Deutschland arbeitet). C soll demnächst zum Vorgesetzten befördert werden und alle MA aus dem westl. Ausland beaufsichtigen. - > Allerdings kann jetzt doch eine Ausnahme gemacht werden: Ein MA E aus dem westl. Ausland kann jetzt seinen Vorgesetzten FF (auch aus dem westl. Ausland) behalten und wird nicht C unterstellt).

Nachdem A diese Mitteilung (dass er B unterstellt werden soll) fernmündlich von seiner Chefin vernommen hat (vor ca. 2 Wochen), versucht er seiner Chefin (die im westl. Ausland sitzt), dem DD (sitzt auch im westl. Ausland), unserer hiesigen Personalabteilung und einem hiesigen Chef zu vermitteln, dass er einen Vorgesetzten B nicht akzeptieren kann, da ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden nicht existiert (Die Gründe hierfür sind absolut nachvollziehbar).

Nun kam heute die schriftliche Ankündigung, dass B morgen zum Vorgesetzten von A werden soll. Ein letztes Klärungsgespräch mit DD ergab, dass A nur die Option hätte B als Chef zu akzeptieren oder zu kündigen.

Gibt es hier irgendetwas was ein deutscher Betriebsrat für A tun kann?

Vorgesetzenwechsel sind ja wohl keine mitbestimmungspflichtigen Einzelmaßnahmen.

Was ist mit der extrem kurzen Ankündigungszeit? A möchte nicht, dass B Zugang zu seiner Personalakte erhält, sieht aber nicht wie er das abwenden könnte (auch nicht wenn er sofort kündigt, da er auf jeden Fall eine zweimonatige Kündigungsfrist einzuhalten hätte).

Kann A verlangen, dass B aufgrund seines Verhaltens abgemahnt wird? (aber B sitzt in einem ausländischen Unternehmen!).

Viele Grüße Klara

1.86209

Community-Antworten (9)

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gironimo Akzeptiert

01.08.2013 um 10:27 Uhr

Der Kollege sollt von seinem Beschwerderecht nach § 85 BetrVG gebrauch machen. Wenn der BR die Beschwerde für berechtigt ansieht und der Kollege keinen Rechtsanspruch hat (hat er ja wohl hier nicht), stehen dem BR alle Wege offen......

K
Kölner

31.07.2013 um 22:26 Uhr

Wenn A kündigt und B vorher in die Personalakte Einsicht erhält, dann ist das so. Vertrauen hin oder her: DD hat schon recht, still sein oder gehen.

Kindergarten ist überall!

@pillepalleTR Popcorn jemand?

K
Klaraeins

31.07.2013 um 22:31 Uhr

Hm Kölner, wenn da aber schwerwiegende Probleme sind: z.b. Missachtung, Verachtung, Ignorieren... Es geht nicht in erster Linie um die Einsicht in die Personalakte, sondern um die Frage: muss ich einen unmöglichen Vorgesetzen von heute auf morgen akzeptieren?

K
Kölner

31.07.2013 um 23:02 Uhr

Ja. Muss man. Nicht auszudenken, wenn es anders wäre...

T
Tanzbär

01.08.2013 um 08:10 Uhr

Zustimmung: Kindergarten ... ich will popcorn ...

K
klaraeins

01.08.2013 um 10:59 Uhr

Danke Gironimo, das haben wir auch schon gedacht (§85). Ich hatte nur gehofft, dass jemand noch einen anderen Vorschlag hat.

P
pillepalleTR

01.08.2013 um 11:23 Uhr

@Kölner: früh morgens hab ich noch kein Popcorn fertig :-( Und deine Bestellung kam gestern nicht mehr zu mir durch. Sorry.

Aber eigentlich sollte man das Zeug hier zu jeder Tages- und Nachtzeit griffbereit haben.

K
Kölner

01.08.2013 um 11:25 Uhr

@pillepalleTR Och, schade. Hier ist es schon wieder so heiss, dass die Bauern Popcorn direkt vom Maisfeld ernten.

P
pillepalleTR

01.08.2013 um 13:00 Uhr

Vermutlich direkt schon gesalzen.... Sch... Gen-Mais ;-)

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