W.A.F. LogoSeminare

Kollege fühlt sich durch Kollegen permanent gestört

C
Cyber99
Nov 2018 bearbeitet

Hallo zusammen,

ich habe hier einen kuriosen Fall auf den ich spontan keine Antwort finde:

Eine Kollege fühlt sich durch den ihm gegenübersitzenden Kollegen in der Art gestört, dass er sich nicht mehr in der Lage sieht, seine Arbeit ordentlich zu verrichten.

Der gegenübersitzende Kollege hat wohl die Angewohnheit, den ganzen Takt im 3-Sekunden-Tag vor sich hinzustöhnen (Der war vermutlich mal Monica Seles-Fan). Das scheint eine Art Tick zu sein, wobei der Mitarbeiter, nachdem bereits mit ihm gesprochen wurde, dieses Verhalten auch für einige Tage unterdrücken konnte. Doch dann geht es wieder los. Es gibt keine Möglichkeit das Problem dadurch zu lösen, dass man die Kollegen auseinandersetzt, der Abteilungsleiter kümmert sich auch nicht wirklich um die Angelegenheit. Nun liegt die Angelegenheit bei mir als BR und der betroffene Kollege ist wirklich total mit den Nerven runter. Man steigert sich nach einer gewissen Zeit in so was ja auch hinein. Das ist wie ein Tinnitus. Da Gespräche über die Situation bislang nicht geholfen haben und der Arbeitgeber nicht reagiert, stellt sich die Frage, wie man so etwas lösen kann. Außerdem stellt sich die Frage ob der Kollege irgendeinen Rechtsanspruch hat, dass so etwas abgestellt wird.

Jetzt könnte man auf der anderen Seite auch behaupten, dass der Kollege überempfindlich ist und er selbst das eigentliche Problem darstellt. Im selben Büro sitzt noch ein weiterer Kollege, der sich offensichtlich nicht gestört fühlt. Hier sind die Befindlichkeiten wohl doch sehr unterschiedlich.

Hat jemand eine Idee?

1.25608

Community-Antworten (8)

C
Cyber99

27.11.2018 um 09:29 Uhr

Hallo zusammen,

mein Kollege hat sich gerade gemeldet und mitgeteilt, dass sich das Problem in Wohlgefallen aufgelöst hat. Mein Gespräch mit ihm hat wohl doch maßgeblich zur Lösung beigetragen. Wie es gelöst wurde kann ich im Moment aber noch nicht sagen, das wollte er mir am Telefon nicht mitteilen.

M
Matze

27.11.2018 um 15:53 Uhr

Herzlichen Glückwunsch, denn rechtlich hätte der empfindliche Sitznachbar m.E. keine Chance. Er könnte sich Ohrenstöpsel besorgen. Soziophobie ist kein Beschwerdegrund für den Betriebsrat. Erst sind es die Geräusche des Gegenüber, dann können es auch leicht Gerüche oder falsche Kleiderfarben sein. Wehret den Anfängen! ;-)

R
RoterFaden

27.11.2018 um 16:35 Uhr

Trotzdem würde mich die Lösung mal sehr interessieren...

P
Pjöööng

27.11.2018 um 16:42 Uhr

Morgen, Bildzeitung Seite 1!

N
nicoline

27.11.2018 um 21:20 Uhr

Soziophobie ist kein Beschwerdegrund für den Betriebsrat. ist schon erstaunlich, wie schnell du aus der Ferne mit so einem Urteil bei der Hand bist, ohne scheinbar die geringste Ahnung zu haben, was das Wort Soziophobie wirklich bedeutet. Und dann frage ich mich, ob dir klar ist, dass du die Interessen aller AN zu vertreten hast.

I
ickederdicke

28.11.2018 um 08:04 Uhr

Der gegenübersitzende Kollege hat wohl die Angewohnheit, den ganzen Takt im 3-Sekunden-Tag vor sich hinzustöhnen (Der war vermutlich mal Monica Seles-Fan). Das scheint eine Art Tick zu sein. Zum einen, du wertest den Kollegen hier ziemlich dumm ab. Zum anderen, ein TICK ist eine psychische Störung.Hier wäre anzusetzen.

C
celestro

28.11.2018 um 10:41 Uhr

"Zum anderen, ein TICK ist eine psychische Störung. Hier wäre anzusetzen."

Eher nicht, denn:

"mein Kollege hat sich gerade gemeldet und mitgeteilt, dass sich das Problem in Wohlgefallen aufgelöst hat."

C
Cyber99

28.11.2018 um 12:44 Uhr

@Pjöööng: Die Schlagzeile in der Bildzeitung "Ausgestöhnt statt ausgesöhnt - Kollege bestialisch ermordet!" wird es nun glücklicherweise doch nicht geben.

Der Abteilungsleiter hat nun eine räumliche Lösung des Problems in Aussicht gestellt, die auch zeitnah umgesetzt werden soll. Damit sind alle Parteien einverstanden. Alles Gut!!!!

Ihre Antwort