Hallo Leute!

Ich will heute eine Frage stellen die sich eher für Rechner oder logisch Denkenden wendet;-).

Es geht um Auszahlung von Überstunden Prozenten.
Hier erst einmal der der dazugehörige Tarifvertrag
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§ 2
Arbeitszeit
1. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 37 Stunden; die tägliche Arbeitszeit beträgt 7,4 Stunden.
Die Arbeitszeit soll auf 5 Werktage - in der Regel von Montag bis Freitag - verteilt werden.
2. Durch Betriebsvereinbarung kann für einzelne Arbeitnehmer, Arbeitnehmergruppen, Betriebsteile oder den Gesamtbetrieb eine unterschiedliche Wochenarbeitszeit zwischen 28 und 44 Stunden festgelegt werden.
Die geänderte Wochenarbeitszeit hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmern jeweils mindestens 2 Arbeitstage im voraus mitzuteilen.
Protokollnotiz:
Die Ankündigungsfrist entfällt ausnahmsweise, wenn eine Änderung der Auftragssituation plötzlich eintritt.
3. Der Ausgleichs- und Abrechnungszeitraum beträgt 12 Monate. Die zeitliche Lage ist mit dem Betriebsrat zu vereinbaren.
4. Besteht kein Betriebsrat, so regelt der Arbeitgeber die Dauer der täglichen und der wöchentlichen Arbeitszeit, deren Ausgleich, Freizeitausgleich, Ausgleichszeitraum sowie Mehrarbeit und Kurzarbeit im Rahmen der tariflichen Bestimmungen dieses Vertrages selbst.
5. Für jeden Arbeitnehmer wird ein Arbeitszeitkonto geführt. Mit jeder Monatsabrechnung ist dem Arbeitnehmer der Zeitkontenstand schriftlich mitzuteilen.
Manteltarifvertrag - Seite 4 von 25
Im Zeitkonto werden erfasst:
die täglich geleisteten Stunden
Mehrarbeit
Urlaubstage mit je 7,4 Stunden
Feiertage, die auf einen Werktag fallen, mit je 7,4 Stunden
Tage der Arbeitsunfähigkeit mit je 7,4 Stunden
Kurzarbeitstage mit je 7,4 Stunden
bezahlte Freistellungstage gemäß § 5 Ziffer 7 je 7,4 Stunden
die über 37 Stunden pro Woche hinausgehenden Stunden im Pluskonto
die unter 37 Stunden pro Woche geleisteten Stunden im Minuskonto
6. a) Innerhalb des Ausgleichszeitraumes können Arbeitszeitguthaben (Pluskonto) bis zu einem Umfang von 120 Stunden und Arbeitszeitdefizite (Minuskonto) bis zu einem Umfang von 60 Stunden angesammelt werden.
Zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer kann ein Arbeitszeitguthaben einvernehmlich ganz oder teilweise durch bezahlte Freistellung oder Auszahlung entlastet werden. Bei einer Auszahlung ist der vereinbarte Mehrarbeitszuschlag in Höhe von 25 % zu leisten.
Ansprüche aus dem Arbeitszeitguthaben sind ab der 61. Stunde gegen Insolvenzausfall zu sichern. Die Sicherung ist dem Arbeitnehmer nachzuweisen. Als insolvenzsicher gelten auch Arbeitszeitguthaben oder Teile davon, für die Anspruch auf Insolvenzgeld nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches III besteht.* *Gemäß § 183 SGB III derzeitiger Fassung haben Arbeitnehmer Anspruch auf Insolvenzgeld, wenn sie bei Eintritt der Insolvenz des Arbeitgeberbetriebes für die vorausgehenden drei Monate des Arbeitsverhältnisses noch Ansprüche auf Arbeitsentgelt haben.
6. b) Bei einem Arbeitszeitdefizit von 60 Stunden kann der Arbeitgeber mit dem Betriebsrat nach Abschluss einer Betriebsvereinbarung für die gesamte Belegschaft oder für einen Teil (nicht einzelne Arbeitnehmer) zur Vermeidung von Entlassungen oder vorübergehender Stillegung, eine kürzere als die regelmäßige Arbeitszeit nach einer Ankündigungsfrist von 7 Kalendertagen einführen.
Arbeitszeit im Sinne von § 69 AFG ist die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit
(Ziffer 1).
Manteltarifvertrag -
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Nun meine Frage oder meine Auffassung des genannten Tarifausschnittes.
Ich versuche es mal an meinen Beispiel zu erklären.
Wir Arbeiten im Betrieb durchgehend 40 Std. was nach meiner Auffassung nicht richtig ist.
Tarifvertrag sagt 37Std.
Nun gut die 3 Mehrarbeitsstunden gehen nun auf ein Zeitkonnto was jährlich ausgezahlt wird. Mann kann sich die Stunden mit den 25% auszahlen lassen oder aber halt nur die 25% . Sagen wir ich lasse mich Ende 2010 von 100 Std die 25% auszahlen und die 100Std bleiben stehen.( was natürlich nach Taarifvertrag ausgezahlt werden müsste) Ist aber bei uns nicht so.
Nun habe ich die 100 Std bis Februar2011, in Februar haben wir kaum Arbeit und feier die 100 Std aus dem Jahr 2010 ab. Im juli bis ende Dezember bau ich nun wieder 100 Std auf
weil wir viel Arbeit haben.


Und nun kommt meine Frage dazu.

Es wird laut Tarifvertrag gesagt das die Differenz der Zeitkontos ausgezahlt wird.

Also 100 Std 2010 und 100 Std 2011 also 0 Std.
So sieht es unser Ag.

Ich sehe es anders , ich sehe es das die neuen 100 Std auch wieder 25 % berechtigt sind.

Der AG sagt wir hätten ja 100Std abgefeiert und wenn man abfeiert stehen einen nicht die 25 % zu.

Könnt ihr mir helfen?

Natürlich verstehe ich auch das es nicht so einfach ist dahinter zu steigen.

Für Fragen steh ich jeder Zeit bereit.
Danke