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Fallzahlen "verschönigen" = weniger Geld

P
Philanthrop
Nov 2016 bearbeitet

Guten Morgen liebe Nutzer!

Es gibt bei unseren Arbeitsaufkommen, bei unseren Geschäftsvorfällen die Möglichkeit, wenn man sich nicht an die Arbeitsanweisung hält, sich einen Vorteil gegenüber den anderen Kollegen zu verschaffen. In diesen Moment "verschönt" man bewusst seine Fallerledigungzahlen. Dieses lässt sich aber sehr schwierig nachweisen, beweisen.

Wir haben ein Prämiensystem, welches an unsere Leistungsbeurteilung gekoppelt ist. Gute Leistung = gute Prämie. Bedeutet aber auch das unsere Grundgehalt nicht exorbitant hoch ist.

Die Geschäftsführung meines Unternehmens möchte mit uns eine Vereinbarung darüber schließen, dass AN, welche auf diese Art und Weise ihre Zahlen verschönern in unserem Prämiensystem auf den letzten Platz gesetzt werden, somit keine Prämie oder nur eine sehr geringe erhalten.

Ich als Vorsitzender habe bei einer Vereinbarung, womit Kollegen hier (noch) weniger Kohle verdienen sollen meine Bedenken, ein ungutes Gefühl.

Was haltet Ihr davon?

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Community-Antworten (3)

W
wölfchen

25.04.2012 um 10:40 Uhr

. . . wenn die Geschäftsführung die "Verschönerer" auf den letzten Platz setzen will, müssen ihnen diese auch bekannt sein. Warum, zum Teufel nochmal, reagieren sie dann nicht mit den üblichen arbeitsrechtlichen Saktionen? Die vorgeschlagene Vereinbarung lässt zwei Vermutungen zu:

  1. Sie wissen nicht, wer die "Verschönerer" sind und wollen Euch damit aufeinander loshetzen, damit Ihr Euch gegenseitig ausspioniert und anschwärzt.
  2. Sie wissen zwar, wer die Mogler sind, wollen jedoch lieber den BR als Bösewicht vor den Karren spannen, um nachher entspannt sagen zu können: "was wollt Ihr? Hat doch Euer lieber Betriebsrat ausgehandelt!" Und damit schlagen sie gleich noch eine zweite Fliege mit der gleichen Klappe: sie bringen Euch bei den Kollegen in Mißkredit. Also: lasst Euch nicht vor den Karren des Arbeitgebers spannen - lasst ihn seine Drecksarbeit allein machen . . .

P.S.: und das könnt ihr auch, natürlich nicht so direkt, sondern mehr in schöne Worte verpackt, als Ablehnungsgründe kundtun . . .

G
gironimo

25.04.2012 um 11:25 Uhr

Aus meiner Sicht gibt es kein gerechtes Prämiensystem. Es gibt immer Schlupflöcher.

Aber das ist ja das Gute an der Mitbestimmung, dass man Fehler im System auch ausbügeln kann.

Da wir hier alle die Details Eures Systems nicht kennen, ist es schwer konkrete Ratschläge zu geben. Wichtig scheint mir zu sein, dass man sich gründlich in die Systematik der verschiedenen Prämienmodelle einarbeitet, bevor man Änderungen beschließt. Ich würde jedenfalls ein Spezialseminar oder einen Sachverständigen empfehlen.

W
Widder

25.04.2012 um 14:41 Uhr

"Ich als Vorsitzender habe bei einer Vereinbarung, womit Kollegen hier (noch) weniger Kohle verdienen sollen meine Bedenken, ein ungutes Gefühl."

Du möchtest also, deine Kollegen bei dem verschönern unterstützen.

Wenn jeder nach Lust und Laune die Zahlen verschönern kann, ist doch das ganze System mehr als fragwürdig. Das ist doch nichts anderes als Diebstahl, oder erschleichen von nicht erbrachten Leistungen. Stellt doch einmal das ganze System auf den Prüfstand, und regelt es so, das jeder normal arbeiten muss um sein Geld zu verdienen.....

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