Chef möchte leistungsbezogenes Gehalt einführen
Hallo, unser Chef möchte leistungsbezogenes Gehalt einführen. Was können wir vom Betriebsrat aus dagegen machen.
Community-Antworten (4)
02.07.2010 um 11:45 Uhr
@Koralle Verhandeln, eine BV ausarbeiten und dann nur das regeln, was man regeln lassen möchte - § 87 Abs. 1 Nr. 1, 6, 11 BetrVG!
02.07.2010 um 11:46 Uhr
Viel, aber am besten holt euch einen Berater Rechtsanwalt für Arbeitsrecht oder die Gewerkschaft. Ihr schein ein neues Gremium zu sein, welches noch keine Erfahrung hat. Bevor ihr euch über den Tisch ziehen lasst holt euch einen Berater.
02.07.2010 um 11:47 Uhr
lieber Kölner,
klar MBR besteht aber in einer Einigungstelle wird der AG ein leistungsbezogenes Gehalt sicher bekommen. Haben wir leider hier erfahren müssen
02.07.2010 um 11:50 Uhr
Warum dagegen? Ich bin dafür!
Warum? Entweder werden alle AN gleich bezahlt (das ist eher unwahrscheinlich), oder es gibt bereits irgendeine Form von "Leistungsbezogener Entlohnung" im Sinne von "Leistungspunkten" AKA als "Nasenprämie". I.d.R. hat der Betriebsrat bei dieser kein MBR.
Ein echtes "Leistungsbezogenes Gehalt" hingegen, i.d.R. als Akkord-, Prämien-, Zielentgelt, o.ä. unterliegt der Mitbestimmung nach §87 (1) Nr. 11! Und da kann der BR endlich mal dafür sorgen das Leistung gerecht bezahlt wird. Ist zwar gerade bei der Einführung immenser Stress, ist aber i.d.R. im Endeffekt befriedigender als die "Nasenprämie".
Was können wir vom Betriebsrat aus dagegen machen.
Alles, indem ihr NICHTS macht. Nach §87 (1) Nr. 10 muss der AG bei einer Änderung des Entlohnungsgrundsatzes (darum geht es hier!) die Zustimmung des BR einholen. Indem ihr diese Zustimmung einfach verweigert kann der AG null,nichts machen - außer die Einigungsstelle anrufen. Sofern diese Gefahr besteht solltet ihr Euch allerdings mit Argumenten GEGEN Leistungslohn auf diese Sache vorbereiten, ansonsten könnt ihr Euch vor der Einigungsstelle warm anziehen. Sinnvoller ist es IMHO sich das Ansinnen des AG genau anzuschauen und dann aktiv an dem Wunsch des AG mitzuarbeiten. Die Macht dazu habt ihr auf jeden Fall. Vielleicht zieht er ja seinen Wunsch freiwillig zurück wenn er merkt, das die Sache dank Eurer MBR kompliziert und/oder teuer wird.
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