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Dieser Beitrag ist vor 4 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Kurzfristige Dienstplan Änderungen

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Trekki4002
Jun 2021 bearbeitet

Hallo, wir haben aktuell noch keine Betriebsvereinbarung und haben aktuell Ärger mit den Arbeitgeber bezüglich der Dienstpläne. Diese werden 2 Wochen im Vorraus erstellt und von uns freigegeben. Um das unternehmerische Risiko weiter auf den Arbeitnehmer umzulegen ging man jetzt in der Tagesplanung über, die Mitarbeiter zu "überreden", wenn nicht viel los ist im Rahmen eines Arbeitszeitkontos ( wofür es auch keine Betriebsvereinbarung gibt, sondern nur in Arbeitsvertrag Regelungen) Minusstuden zu machen, die der Kollegen später rausarbeiten muss. Das Ganze wird vom Arbeitgeber auch schön verpackt in dem man den Kollegen sagt, gönn dir doch mal einen schönen freien Nachmittag. Aber natürlich nur einseitig, wenn Kollegen mal anfragen ein paar Stunden eher zu gehen wird zu 99 Prozent abgelehnt. Wegen dem Sachverhalt gingen wir über jede Dienstplanänderung uns zur Mbt einzureichen. Das sagte uns unser AG auch mit einem Grinsen im Gesicht zu. Seitdem erhalten wir alle 5 Minuten Meldungen, das ein Kollege 5 Minuten länger gemacht, der andere seine Pause um 3 Minuten verschoben hat zur Beschlussfassung. Auch werden Wünsche einzelner MA die länger arbeiten möchten, abgelehnt vom Arbeitgeber , mit der Begründung das wir als BR ein viel zu komplexes Regelwerk wollen.

Habt ihr Ideen welche Regelung und Möglichkeiten kurzfristig möglich wären um die Kollegen vor diesen gelebten Annahmeverzug (mach dir doch mal einen schönen Nachmittag) zu schützen, aber auch nicht diese Klein Klein Anfragen, gegen die wir ja nichts haben zu lösen. Natürlich wäre eine Betriebsvereinbarung das Beste aber, aktuell verhandeln wir seit 2 Jahre eine BV die immer wieder verzögert wird, deswegen meine Frage nach einer kurzfristigen Lösung. Vielen Dank für konstruktive Vorschläge im Vorraus :)

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Community-Antworten (6)

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kratzbürste

02.06.2021 um 11:10 Uhr

Wenn der AG alle paar Minuten kommt, sollte der BR zur Dauersitzung übergehen . Der AG muss euch ja nicht nur informieren- ihr müsst auch zustimmen. Und das geht nur in einer BR-Sitzung. Also müsst ihr ja ganz zwangsläufig immer Sitzung machen.

Ihr solltet unbedingt zügig eine BV abschließen. Bis die zustande kommt, teilt dem AG unter Androhung rechtlicher Mittel (Unterlassungsanspruch) mit, er möge es unterlassen, ständig Dienstpläne und Arbeitszeiten ohne Zustimmung des BR zu ändern.

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kratzbürste

02.06.2021 um 11:12 Uhr

Erklärt die Verhandlungen als gescheitert und ruft eine Einigungsstelle an. Sonst wird es nie was mit der BV

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enigmathika

02.06.2021 um 11:16 Uhr

Nach zwei Jahren Verhandlungen kann man durchaus davon ausgehen, dass diese gescheitert sind. Also: Einigungsstelle anrufen.

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XYZ68

02.06.2021 um 12:04 Uhr

Bezüglich der BV, die verhandelt wird, ist alles gesagt, wenn sie erzwingbar ist, Einigungsstelle.

Bezüglich der Pausenverschiebung- Pausenkorridor festlegen. Ansonsten Dauersitzung finde ich gut. Bitte den Arbeitgeber auch darauf hinweisen, dass erst nach erfolgter Beschlussfassung der Mitarbeiter eher gehen / länger bleiben kann. Die Information im nachhinein ist nicht ausreichend. Ganz wichtig klärt eure Kollegen auf: Ihr macht das nicht um die Kollegen zu ärgern sondern um ihre Rechte zu wahren.

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DummerHund

02.06.2021 um 13:52 Uhr

Mich würde auch mal interessieren wie genau im Wortlaut die Regelungen in den Arbeitsverträgen lauten.

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DummerHund

02.06.2021 um 13:55 Uhr

Immer wieder gerne geklaut und hier rein kopiert :-)

https://www.schichtplanfibel.de/

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