Mißbrauch von Kleiderspenden in einer sozialen Einrichtung,Unmöglichkeit Lösung
In einer stadtteilbezogenen Einrichtung werden regelmäßig Kleidung, Hausrat etc.pp. an Abgabetagen ebendort eingesammelt. Diese werden nach Sichtung unterteilt, mit der Besonderheit, sehr hochwertige Kleidung jeglicher Art, Wäsche, etd.pp. wird grundsätzlich zuerst an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Einrichtung aufgeteilt, es gibt stets Wunschlisten, wer was sucht, größtenteils sogar noch für Angehörige, Partner, Kinder, Enkel. Die Reste, also weniger schöne Sachen, werden von dem übergeordneten Träger regelmäßig abgeholt und von dort weiter verwertet.
Interne Versuche auf diesen jahrelangen Mißbrauch von Sachspenden aufmerksam zu machen, scheiterten, eine Koordinatorin für Ehrenamtliche konnte nicht kontaktiert werden, da es nur über die Leiterin der Einrichtung geht, die vollständig involviert ist und selbst ständig Sachen aus den Spenden entnimmt. Mir droht nun durch vorsichtige Versuche die Kündigung, diese ist laut RA möglich.
Diese gesamte Praxis des Sachspendenmißbrauchs durch die Einrichtung selbst, erfolgt bereits seit 6 Jahren.Ausschlaggebend für mich war eine Wallraff-Doku zu einem ähnlichen Fall, also dass sich Ehren-und Hauptamtliche als erste aus Kleiderspenden bedienen.Die Spender wissen im übrigen nichts von der Praktik. Vielleicht nicht verwunderlich ist, dass ich nun massiv angefeindet werde und zusätzlich meine Arbeitsstelle verliere. Mir wurde unverblümt zu verstehen gegeben, dass man sich an die Gegebenheiten gewöhnt hätte, es spart vielen viel Geld und die wenigstens erhalten eine Ehrenamtlichenpauschale, so dass die Praxis gerecht wäre. Unerwähnt möchte ich nicht lassen, es handelt sich um eine konfessionelle Einrichtung.
Community-Antworten (11)
09.12.2020 um 12:47 Uhr
Und was möchtest du jetzt?
09.12.2020 um 13:18 Uhr
dann solltest Du den Fall vielleicht auch zu den Medien tragen. Wir sind hier ein BR-Forum und da bist Du mit Deinem "Problem" wohl falsch. Oder nicht?
09.12.2020 um 13:33 Uhr
Wieso ist er hier falsch wenn er gekündigt werden soll? Aber vielleicht solltest Du (Hadma) uns mehr oder andere Details geben! Was ist deine Arbeit was wird Dir vorgeworfen gibt es eine Mitarbeitervertretung?
09.12.2020 um 15:19 Uhr
ich befürchte sowas ist in vielen solcher Einrichtungen anzutreffen. Da hilft nur öffentlich machen wenn sogar die Leitung der Einrichtung mit macht.
09.12.2020 um 15:25 Uhr
"Wieso ist er hier falsch wenn er gekündigt werden soll?"
Helf uns mal auf die Sprünge ... was sollen wir machen, wenn der TE sogar schon einen RA hat?
09.12.2020 um 15:29 Uhr
Ist es falsch sich mehrere Meinungen anzuhören und dann zu entscheiden? Du hast einen Rechtsanwalt dann schreib bitte nix mehr ins Forum?
09.12.2020 um 15:43 Uhr
Ich kann aus dem Startpost nicht herauslesen, das eine Entscheidung ansteht ... oder wie es BRHamburg schon richtig formuliert hat: "Und was möchtest du jetzt?"
09.12.2020 um 16:22 Uhr
Gegen was möchtest Du jetzt habe ich ja nichts ;-)
10.12.2020 um 13:29 Uhr
Guten Tag, Vielen Dank für Ihre Antworten.Ich denke auch, dass es ein häufiges bzw. gängiges Problem ist, jedoch in der Breite...? Ich würde es gern öffentlich machen, falls Sie eine Idee, Anregung haben, wo ich es tun könnte, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
10.12.2020 um 14:19 Uhr
die großen privaten Fernsehsender suchen sowas vermutlich ...
10.12.2020 um 14:38 Uhr
Ich hatte mich bisher hier aus dem Thema raus gehalten. Die Doku wo Wallraff diese Praktiken auf deckte habe ich auch gesehen (evtl. findet man sie noch in der Mediathek). Ob ein Fernsehsender sich jetzt auf einem Anruf oder einer Mail so der Sache annimmt....da bin ich mir nicht sicher. Hadma sollte dann schon alles genau schriftlich fest halten und Beweise haben. Weiter sollte Hadma sich dann auf Unannehmlichkeiten im Betrieb einstellen. Selbst auf den Versuch einer Kündigung müsste Hadma sich einstellen. Wie diese allerdings begründet werden würde bliebe ab zu warten.
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