W.A.F. LogoSeminare

Auslandsdienstreise: Vergütung für französischen Feiertag

S
see-see
Nov 2020 bearbeitet

Hallo zusammen!

4 Kollegen sind für 4 Wochen in Frankreich eingesetzt (deutsche Firma). Währenddessen gibt es dort einen Feiertag, der auf einen Werktag fällt. Es kann nicht gearbeitet werden. Unser Arbeitgeber verlangt, dass die Kollegen für diesen Tag Urlaub oder Gleitzeitabbau nehmen. Ist das rechtens? Wo ist das geregelt?

Bestimmt ein altes Thema, aber ich finde nirgendwo eine konkrete Aussage darüber.

Danke für Eure Antworten!

91805

Community-Antworten (5)

C
celestro

12.11.2020 um 11:02 Uhr

"Wird ein deutscher Arbeitnehmer von einem deutschen Arbeitgeber im Ausland eingesetzt, so hat er grundsätzlich keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach § 2 EFZG. Deutsche gesetzliche Feiertage begründen kein Arbeitsverbot im Ausland, sodass sie nicht zu einem Arbeitsausfall führen. Ausländische gesetzliche Feiertage erfasst § 2 EFZG auch nicht, wenn auf den Arbeitnehmer im Ausland deutsches Arbeitsrecht anzuwenden ist.

https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/entgeltfortzahlung-bei-landes-und-auslaendischen-feiertagen_76_175664.html"

"Bei einem Auslandseinsatz fällt die Arbeit an deutschen Feiertagen nicht aus – außer es handelt sich auch im Gastland um Feiertage. Der Arbeitnehmer hat in dem Fall keinen Anspruch auf Entgeltzahlung nach § 2 Abs. 1 EFZG. Entfällt an den ausländischen Feiertagen, die nicht zugleich im Heimatland als gesetzliche Feiertage bestimmt sind die Arbeitsverpflichtung, so hat der Arbeitnehmer ebenfalls keinen Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts, da der Geltungsbereich des Arbeitszeitgesetzes auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland beschränkt ist.

https://www.afa-anwalt.de/frei-am-feiertag/"

3 Sekunden Google ;-)

S
see-see

12.11.2020 um 12:40 Uhr

Danke für die Antwort! Hab sowas befürchtet! Dann sind die Kollegen doppelt benachteiligt. Sowas sollte eigtl tarifvertraglich geregelt werden... Mal die Gewerkschaft anstoßen...

W
wdliss

12.11.2020 um 15:20 Uhr

Warum doppelt?

K
Kjarrigan

12.11.2020 um 15:47 Uhr

Hallo see-see,

wieso doppelt benachteiligt? Wenn die Kollegen am "FR" Feiertag nicht arbeiten - gibt es halt keine Stunden und sie können einen "schönen" Urlaubstag in Frankreich verbringen. DAs grade alles geschlossen hat (haben ja weder die AG noch die Gewerkschaften u verantworten.

Außerdem kann ja jeder AN der eine längere Dienstreise unternehmen muss, auch die Konditionen verhandeln. Der Gesetzgeber sieht halt nur keine gesetzliche Regelung vor.

und selbstverständlich kann auch der BR eine Dienstreiseordnung (mit Grundsätzen) mit dem AG verhandeln.

S
see-see

13.11.2020 um 11:22 Uhr

Doppelt insofern, als sie für ihre Nachteile bei Dienstreise grundsätzlich nicht entschädigt werden und weil sie den Feiertag nicht vergütet bekommen. In Deutschland werden alle Feìertage vergütet. In Sachen Konditionen aushandeln... diese Einsätze unterliegen dem Direktionsrecht, so die Auffassung der Gewerkschaft... Mitbestimmung bei der Reiseordnung? Das kenne ich nicht...

Ihre Antwort