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Dieser Beitrag ist vor 16 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Medikamentenmißbrauch am Arbeitsplatz - Wie gehe ich als Betriebsrat jetzt vor?

T
Tsapi
Jan 2018 bearbeitet

Meine Kollegin hat nach dem Nachtdienst gesehen, wiedie Reinigungskraft der Abteilung am Medikamentenschrank tätig war. Sie hat die Schublade schnell geschlossen und geschäfitg etwas anderes gemacht.

Zu ihren Aufgaben gehört der Boden im Arbeitsraum, nicht aber die Reinigung des Mobiliars. Allerdings passt der Schlüssel zum Medikamentenschrank außerdem auch zu verschiedenen, meist verschlossenen Arbeitsräumen, die von der Reinigungskraft gesäubert werden.

Andere MA der Reinigungskraft wollen gesehen haben, dass sie zur "Übergabezeit" - wenn in den Abteilungen niemand die Medikamentenräume benutzt - wohl auch auf anderen Abteilungen im medizinischen Arbeitsraum war, obwohl sie in den Abteilungen nicht arbeitet. Außerdem fallen verschiedenen MA's auch glänzende Augen und geweitete Pupillen auf. Die Arbeitsleistung hat ebenfalls nachgelassen.

Wie gehe ich als Betriebsrat jetzt vor?

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Community-Antworten (3)

D
DonJohnson

16.12.2009 um 02:10 Uhr

Das ist eine durchaus problematische Situation.

Mir wurde mal gelehrt, dass man "süchtige" (egal welche Sucht) eigentlich nur helfen kann, wenn man sie auffliegen läßt. Selbstverständlich mit der Möglichkeit zur Rückkehr wenn sie ihr Suchtverhalten im Griff haben. Hier kann man diesbezüglich aber keine wirklich gute Antwort geben. Du solltest mal mit Suchtberatungsstellen o.ä. Kontakt aufnehmen. Eventuell kann auch die GEW helfen...

Aber bitte nur keinen Schnellschuss - klär das lieber echt mit kompetenten Leuten ab.

Gruß DJ

B
BillBo

16.12.2009 um 02:47 Uhr

Hallo Tsapi, Ihr habt ja schöne Sicherheitsstandarts in eurer "Schwarzwaldklinik" Ein Schrank, in dem (verschreibungspflichtige?) Medikamente lagern, braucht auch einen eigenen Schlüssel, den nur zugriffsberechtigte Personen besitzen dürfen.

Ich würde vorschlagen, bevor ihr euch um das vermeintliche "Drogenproblem" eurer Reinigungskraft kümmert, optimiert ihr erstmal euer Schließsystem.

Es müsste doch zusätzlich auch festzustellen sein, ob etwas fehlt oder nicht ?

G
Galaxy

16.12.2009 um 08:47 Uhr

@tsapi

gibt es bei euch eine BV zum Thema Sucht? Ansonsten siehe DJ, ergänzend dazu könnte man das Problem evtl. mit dem Betriebsarzt besprechen, ohne einen Namen zu nennen.

Gruß Galaxy

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