Fehlverhalten von Betriebsräten? Was tun?
Guten Tag, eine in Konfliktmanagement geschulte Betriebsrätin hat es verharmlost, als ich eine ganz schlechte Leistungsbeurteilung im Rahmen eines Mitarbeitergespräches erhielt. Diese sei nur für die Akten sagte diese Betriebsrätin, die auch Führungskraft ist. Jetzt 3 Jahre später habe ich immer noch keine neue Leistungsbeurteilung erhalten und ein schlechtes Zwischenzeugnis, da ich versetzt wurde. Ich habe mich an Anwalt gewandt. Der ganze Vorgang dauert aber.
An einem anderen Tag stellte mich meine Teamleiterin vor dem gesamten Team bloß, weil ich eine Fachfrage zu schwierigere Sonderfälle hatte. Daraufhin bat ich die in Konfliktmanagement geschulte Betriebsrätin um ein Gespräch. Diese teilte mir erst mit, sie hat keine Zeit. Gegen Mittag teilte sie mir telefonisch mit, es gibt ein Gespräch an dem Tag, sie weiss aber nicht wann.
Am Ende der Kernarbeitszeit gehe ich nachdem ich Betriebsrätin maile: Ich gehe, mir ist nicht gut. Jetzt stehen die Betriebsrätin und die mich schikanierende Chefin da und sagen jetzt ist Zeit für ein Gespräch. Ich sage, mir ist nicht gut, ich möchte gehen. Antwort: "Wir führen das Gespräch, damit es Ihnen wieder besser geht",Warum sagte diese Betriebsrätin, die auch im Gesundheitsausschuss ist, nicht das Gespräch wird verschoben? Es ist kein Gespräch. Es wird auf mich eingeredet. Mein Gesundheitszustand verschlechtert sich dadurch weiter. Alle können dies sehen. Ich bitte mehrmals um Beendigung aber es wird noch paar Minuten auf mich eingeredet. Anschließend geht es mir so schlecht, ich gehe zum nächsten Arzt. Dieser veranlasst, dass ich mit Rettungswagen wegen Verdacht auf Herzinfakt ins Krankenhaus gefahren werde.
Als ich wieder auf Arbeit bin, informiere ich den Betriebsratsvorsitzenden. Er sagt: Das hört sich dramatisch an. Dann empfiehlt er mir eine in Coaching geschulte MItarbeiterin. Diese ist Ersatz-Betriebsrätin. Ich bitte sie um Unterstützung wg meiner schlechten Leistungsbeurteilung in dem schlechten Zwischenzeugnis. Sie meint, die Sitation hat sich beruhigt, mit einem Antrag bringe ich Unruhe. Anschließend bricht eine Mitarbeiterin meine Einarbeitung in ein neues Aufgabengebiet plötzlich und willentlich ab. Diese Coachingfrau informiere ich, doch sie unternimmt nichts.
Der Betriebsratsvorsitzende unternimmt nichts. Er sagt, er hat mit der Betriebsrätin gesprochen. Da ich mich nicht nochmals gemeldet habe, hat er keine Veranlassung gesehen, die Sache weiter zu verfolgen.
Ich beabsichtige eine Beschwerde an Betriebsrat nach § 85 zu schreiben. Jetzt habe ich eine Abmahnung wegen Störung Betriebsfrieden erhalten, da ich den og.Vorfall mit Krankenhaus der Personalleiterin schilderte in einem Beschwerdeschreiben. Ich würde die Betriebsrätin zu Unrecht beschuldigen.
Für weitere Anliegen soll ich mich lt. Betriebsratsvorsitzenden an diese Frau wenden, die Ersatz-Betriebsrätin ist bzw. an ein Betriebsratsmitglied, welches in meinem BEM Verfahren anwesend war. Nicht an weitere Betriebsräte teilt er mir mit. Habe ich nicht freie Wahl? Wir haben 12 Betriebsräte im Unternehmen.
Ich fühle mich vom Betriebsrat nicht hinreichend unterstützt. Ich wurde versetzt. Dabei wurde ich von der Personalleiterin getäuscht, als sie mir die Aufgabenbeschreibung zustellte. Diese ist veraltet. 3 Hauptaufgaben waren ausgelagert. Ich berichtige nur Zahlen als Kauffrau. Mein neues Aufgabengebiet empfinde ich als Degradierung. Der Betriebsrat hat seine Zustimmung zur Versetzung gegeben, obwohl die Degradierung erkennbar war. ein Gespräch führten Betriebsräte wg Degradierung nicht mit mir. Ich habe mich auf Stellenausschreibungen intern beworben. werde immer abgelehnt seit 10 Jahren.Welche Unterstützung durch BR möglich? Bin 55 Jahre.
Community-Antworten (2)
14.08.2020 um 16:06 Uhr
Du scheinst dem grundlegenden Irrtum zu unterliegen, es sei Aufgabe des BR deine Themen für dich zu erledigen. Dem ist nicht so.
14.08.2020 um 16:30 Uhr
Ich muss Pickel da zustimmen. Warum hast du dich vor 3 Jahren nicht gegen Leistungsbeurteilung gewehrt? Warum gehst du immer zu der BR'in, die dich anscheinend nicht leiden kann? 12 BRM kann eigentlich nicht - entweder 11 oder 13 - nur so am Rande
Gibt es nicht in regelmäßigen Abständen Leistungsbeurteilung - jährlich oder 2 jährig? Wie war denn deine Leistung in den letzten 3 Jahren? BEM läuft - du warst also länger krank? Was hat das BEM denn ergeben - im BEM Ausschuss sitzen ja mehr als nur die 1 BRM.
Wegen des Zwischenzeugnisses und der Abmahnung würde ich eine Rechtsberatung aufsuchen. Die Versetzung prüft der BR auf kollektivrechtliche Relevanz. Warst du denn mit der Versetzung nicht einverstanden. Hast du das auch kundgetan? Wenn ja wie? Schriftlich an den AG? Zahlen berichtigen ist eine wichtige Aufgabe :)
Wenn es interne Stellenauschreibungen gibt und du dich in den letzten 10 Jahren mehrfach auf eine freie Stelle beworben hast - wie sahen denn jeweils die Ablehnungen aus - hast du die schriftlich? Hast du um Weiterbildung gebeten um dich für freie Stellen zu qualifizieren. Habt ihr einen Talent Manager im Personalbereich? Warst du da schon mal.
So das waren meine Gedanken dazu - aber eigentlich dreht sich alles um: DU muss dich kümmern. Der BR kann (muss aber nicht) dich unterstützen. Da sucht man sich bei 11 BRM denjenigen der - für die jeweilige Frage - die höchste Sachkompetenz hat ansonsten fragt man lieber bei der Gewerkschaft oder einen Anwalt.
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