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Arbeitszeiterhöhung ohne Ausgleich

O
Ondori
Jan 2018 bearbeitet

Unser AG wollte die AZ von 35Std. auf 40Std. wegen sehr schlechter Zahlen vom Steuerberater ohne Entgeldausgleich erhöhen sonst macht er zum 31.12 dicht. Wir hätten nun einen Kompromiss ausgehandelt von 37,5Std. befristet bis 31.12.09. Nun sind 8 Arbeitnehmer dafür und 2 strickt dagegen. Sollen wir einer Betriebsvereinbarung zustimmen obwohl ich glaube das die 2,5Std. nichts bringen und der Arbeitgeber die allgemeine Krise ausnützen will.

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Community-Antworten (4)

C
carrie

12.07.2009 um 11:26 Uhr

@Ondorin Ihr könnt über die Stundenzahl keine BV abschließen, weil das Tarifsache ist. § 77 Abs. 3 BetrVG........ oder gibt es eine Öffnungsklausel?

I
Immie

12.07.2009 um 11:49 Uhr

...wegen sehr schlechter Zahlen vom Steuerberater ... Hat er euch die mal gezeigt? Ganz abgesehen davon, das carrie ohne Frage recht hat.

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Oluscha

12.07.2009 um 14:54 Uhr

@ Ondori Ihr habt doch einen Arbeitsvertrag, in dem die (durchschnittliche) wöchentliche Arbeitszeit festgelegt ist, oder? Will der Arbeitgeber daran etwas ändern, hat er zwei Möglichkeiten:

  1. Er macht einen Nachtrag zum Arbeitsvertrag mit der veränderten Arbeitszeit. Den kannst du unterschreiben wenn du damit einverstanden bist oder du unterschreibst eben nicht, dann gilt dein alter Arbeitsvertrag.

2.Der Arbeitgeber geht den Weg über Änderungskündigungen. Erst jetzt ist der Betriebsrat mit im Boot. Gemäß §102 muss auch bei Änderungskündigungen der Betriebsrat gehört werden. Der Arbeitgeber muss die Gründe für die (Änderungs-) Kündigungen darlegen.

H
HarryPopper

13.07.2009 um 02:22 Uhr

Dazu gäbe es mehrere Möglichkeiten. Beispielsweise mit dem BR ein BV über ein ( befristetes? ) Zeitkonto oder mit der TK beispielsweise einen befristeten (!) Notstands-Tarifvertrag, der die Arbeitszeit unentgeltlich auf XX Stunden festschreibt. Wobei ich persönlich Arbeitzeitreduzierung vorziehe vor unbezahlter Mehrarbeit. Und wenn er die Zahlen nicht zeigt und belegt, würde ich mich auch nicht bewegen. MA und AG sitzen nun einmal im selben Boot, gerade dann, wenn es der Firma nicht so gut geht. Aber dann sollten auch alle gerecht und fair am selben Tau ziehen um die Karre wieder fit zu bekommen ;)

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