Einhaltung der Ruhezeit
Geschätzte Kollegen, wir arbeiten bei einem Personaldienstleister, und wir der Betriebsrat haben immer Probleme, das die Mitarbeiter genügend Freizeit zwischen den Schichtblöcken von bis zu 60 Stunden bekommen, meistens bekommen sie nur einen Tag frei, also 34 Stunden und dieses wird auch noch oft genug angezweifelt. Bei uns gilt der Tarifvertrag des BZA und dieser läßt leider diese Ausbeutung zu. Das Problem ist das die Mitarbeiter viele Stunden brauchen um etwas Geld zusammen zu kriegen. Wer möchte mir da Ratschläge zu geben. Im Vorraus Danke Nobbi
Community-Antworten (4)
25.06.2009 um 10:51 Uhr
ganz schnelle lösung : man sucht sich einen neuen job, es gibt ja noch andere tarifgebundene personaldienstleister
schnelle lösung : man vereinbart im rahmen seiner mitbestimmungsrechte entsprechende dienstpläne, die das maximum an möglichen "freizeiten" rausholen
langsame, aber gründlichste lösung: man tritt in die gewerkschaft ein, überzeugt so viele andere wie möglich, ebenfalls einzutreten, und verhandelt andere tarifverträge
25.06.2009 um 11:59 Uhr
@KR: na dann versuch mal, bessere TV als die einer DGB-Gewerkschaft in DE zu bekommen :-(
@nobbi: als BR solltet ihr die Einhaltung des ArbZG notfalls gerichtlich durchsetzen.
25.06.2009 um 12:06 Uhr
@ petrus
die noch gar nicht so lange zurückliegenden bewegungen, die eine GDL bewirkt hat, u.a. auch, die "etablierten" gewerkschaften aus ihrem dämmerschlaf aufzuwecken, zeigen, was möglich wäre, wenn man denn will............
aber die stärke einer gewerkschaft hängt natürlich maßgeblich von der anzahl ihrer mitglieder ab....
dies würde jetzt aber zu einer unendlichen grundsatzdiskussion führen, die das angesprochene problem nicht wirklich löst.....
und ob verstöße gegen das ArbZG vorliegen, würde ich in unkenntnis der tariflichen vereinbarungen mal so pauschal nicht behaupten wollen....
25.06.2009 um 12:36 Uhr
@kr: anhand der Schilderung von nobbi halte ich die Verstöße für gut möglich
Der Filz bei den "etablierten" störte ja nicht nur Lokführer. Inzwischen gibts ja ähnliche Bewegungen bei Piloten, Fluglotsen, Ärzten, Stewardessen,... Und gerade bei Zeitarbeit haben sie sich nicht mit Ruhm bekleckert. Nur weil die "christlichen" plötzlich einen TV aus dem Hut zauberten , brauchte man selber auch einen. Aber auch wenn der ein paar Cent besser ist, als der inzwischen in Berlin in 1. Instanz gekippte TV der "Konkurrenz", bleibt er eine Schande. Aber grundsätzlich hast Du schon recht: Zu viele MA haben sich darauf ausgeruht, dass sie ja auch ohne Beiträge Tariflohn kriegen.
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