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Frage zu Urlaub bei Dualstudent

N
Neko
Apr 2020 bearbeitet

Hallo in die Runde,

in meinem Betrieb haben wir einen Dual-Studenten welcher Blockweise an die Uni muss oder eben Praxiserfahrung im Betrieb sammelt. Den Block-Plan sowie seinen gesamten Jahresurlaub hat er bereits zu Jahresbeginn erhalten/abgegeben und wurde genehmigt.

Nun hat die Uni Coronabedingt die Praxis- und Theorie-Blöcke getauscht. (Online-Unterricht ist denen wohl zu modern.)

Wie sieh nun die Lage für den Kollegen aus? Hat er Anspruch auf Erstattung von Stornokosten etc.?

Es geht ihm nicht darum dass der Urlaub verlegt werden muss. Wir wissen alle dass die Aktuelle Lage nach besonderen Maßnahmen ruft. Wenn er jedoch auf Buchungskosten sitzen bleiben würde, fände ich dies nicht in Ordnung.

Liebe Grüße und bleibt alle gesund

Neko

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Community-Antworten (13)

C
celestro

31.03.2020 um 23:15 Uhr

Wieder einmal so eine Frage, wo ich mir denke ... warum zum Geier stellt man so eine Frage in einem BR-Forum?

P
Pjöööng

01.04.2020 um 02:54 Uhr

Lösen kann ich das nicht, aber mal laut gedacht:

Gegen wen könnten grundsätzlich Ansprüche in Frage kommen?

  • Gegen den Arbeitgeber
  • Gegen die Hochschule
  • Gegen die Landesregierung die die Schließung der Hochschule veranlasst hat.

Der Arbeitgeber? Der hat Urlaub nach den Wünschen des studenten erteilt. Er wird auch nicht die Freistellung von der Arbeit widerrufen. Aus welchem Grunde sollte er also haften?

Die Hochschule? Die hat keinen Urlauib erteilt, sondern nur mitgeteilt wann Vorlesungen sind. Die Vorlesungen konnten auf Grund höherer Gewalt nicht wie geplant stattfinden. Die Hochschule bietet Ersatztermine an. Wofür soll sie haften?

Die Landesregierung? Wenn man ihr nachweisen kann, dass die Schließungsverfügung rechtswidrig war, dann könnte man vielleicht Chancen haben.

Zu bedenken hätte man dann noch dass dieser Student ja durchaus die Möglichkeit hat auf die Vorlesungen zu verzichten und in Urlaub zu fahren.

Dann gibt es noch das, was man "allgemeines Lebensrisiko" nennt. In der derzeitigen Lage hält sich da mein Mitleid mit jemandem der keinen finanziellen Verlust erleidet doch sehr in Grenzen.

C
celestro

01.04.2020 um 08:23 Uhr

"Hat er Anspruch auf Erstattung von Stornokosten etc.? / Wenn er jedoch auf Buchungskosten sitzen bleiben würde, fände ich dies nicht in Ordnung."

Also geht es hier ja gerade um den Fall, das jemand ggf. einen finanziellen Verlust erleiden könnte. ;-)))

K
kratzbürste

01.04.2020 um 10:10 Uhr

Es kommt sicherlich auf den Reiseveranstalter an. Er könnte ja auf Stornokosten verzichten, umbuchen usw.

Ich schätze eurem Studenten geht es nicht anders, als tausenden Menschen zur Zeit.

P
Pjöööng

01.04.2020 um 13:15 Uhr

Zitat (celestro): "lso geht es hier ja gerade um den Fall, das jemand ggf. einen finanziellen Verlust erleiden könnte. ;-)))"

Nö!

Dieser Student hat heute ein Vermögen von X. Wenn wir jetzt, der Einfachheit halber, davon ausgehen dass seine Lebenshaltungskosten im Urlaub gleich denen seien die er auch daheim hat und seine regelmäßigen Zuflüsse größenordnungsmä0ig seinen Abflüssen entsprechen, dann hat er bei unveränderter Lage (unabhängig davon, ob er den Urlaub antritt) am 30.06. ein Vermögen von X.

Storniert er den Urlaub (die Kosten haben "U" betragen) und muss 50% Stornokosten tragen, dann beträgt sein Vermögen am 30.06. X + U/2, ist also höher als wenn er den Urlaub antritt.

Vereinfacht ausgedrckt: Das Geld ist bereits in dem Moment weg in dem man den Urlaub bucht. Zu diesem Zeitpunkt entsteht der Vermögensschaden.

C
celestro

01.04.2020 um 15:26 Uhr

Quark! Wenn ich mir einen Fernseher für 1000 Euro kaufe, ist mir kein Vermögensschaden entstanden, denn ich habe ja einen Gegenwert für die 1000 Euro bekommen. Wenn ich aber jetzt den Urlaub stornieren muss und z.B. 50% der Kosten als Stornierungsgebühr bezahlen muss, habe ich weder den Urlaub, noch mein Geld zurück. Dann habe ich einen finanziellen Verlust erlitten.

Was nicht heißt, dass dafür jemand gerade stehen muss ....

P
Pjöööng

01.04.2020 um 16:16 Uhr

Ich hatte eigentlich damit gerechnet dass ein Autokauf als "Gegen"beispiel herangezogen wird. Macht aber auch keinen großen Unterschied.

Im Falle des Autos oder Fernsehers wird mein Vermögen um den Wert dieses Gegenstandes erhöht und dieser wird über ca. 10 Jahre "verbraucht".

Beim Urlaub ist es anders. Dieser ist nach 14 Tagen (oder so) komplett verbraucht ohne dass von diesem Urlaub ein materieller Gewinn zurückbleibt.

D
DummerHund

01.04.2020 um 17:11 Uhr

Wäre die Sache einseitig vom AG verlangt müsste er ohne Frage für alle angefallenen Kosten aufkommen. Hier ist es aber so das es ja die schulische Maßnahme betrifft die Aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignis dazu führte. Und es gibt ja auch noch eine Schulpflicht. Die Lage ist hier totales Neuland und daher so noch nicht beurteilt worden. Der Student erklärt sich ja im Grunde damit einverstanden. Rechtlich gesehen WÄRE man sich dann ja einig und AG bräuchte dann nicht für Storno kosten auf kommen. Ich sehe es aber so das der Student ja auch nur aufgrund der höheren Gewalt zusagen würde. Hier sollte man versuchen zu vermitteln, auch unter dem Aspekt das die Vergütung monatl. eh nicht die Höchste sein wird, das man sich auf 50:50 einigen sollte. So sollte gerade in dieser Zeit beiden Seiten geholfen sein.

K
Kjarrigan

01.04.2020 um 17:27 Uhr

Student und Schulpflicht? jetzt übertreibst aber

D
DummerHund

01.04.2020 um 17:30 Uhr

Ok. Aber bei Vorlesungen ja. So hatte ich es vorhin mal gefunden. Lass mich nu bitte nicht neu suchen bis ich das wieder gefunden habe. Schnief.

C
celestro

01.04.2020 um 22:58 Uhr

Das Vermögen wird umgewandelt. Wenn ich einen Urlaub buche, bekomme ich für mein Geld einen Gegenwert. Mag ja sein, dass der "nur" in 14 Hotelübernachtungen besteht, aber die sind eben auch etwas "wert" und das man Übernachtungen nicht länger behält, liegt in der Natur der Sache.

P
Pjöööng

02.04.2020 um 11:31 Uhr

Du kommst der Lösung näher. Weiter so!

C
celestro

02.04.2020 um 12:19 Uhr

Weil ich noch immer den gleichen Standpunkt einnehme, aber Dich fast soweit habe einzusehen, dass Du Unrecht hast?

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