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Dieser Beitrag ist vor 6 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Vorgesetzer bittet Mitarbeiter auf Überstunden komplett zu verzichten

J
John1010
Mrz 2020 bearbeitet

Die Vorgesetzten haben letzte Woche individuell die Mitarbeiter kontaktiert um zu bitten, dass sie ihre Überstunden verschenken/verzichten (als individuelle Vereinbarungen zu sehen?)

Es war bei uns immer zu dünn besetzt. Mitarbeiter konnten ihre Überstunden nicht abbauen weil die Arbeit immer da war.

400-500 Überstunden in einem Jahr ist bei uns normal.

Was empfehlt ihr?

409010

Community-Antworten (10)

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enigmathika

23.03.2020 um 11:27 Uhr

Hallo, Jon1010,

Was genau ist damit gemeint, "auf Überstunden verzichten"? Sollen keine mehr gemacht werden oder soll die bereits geleistete Arbeit nicht vergütet werden?

Liebe Grüße enigmathika

T
takkus

23.03.2020 um 11:29 Uhr

Na was willst Du denn hören? "400-500 Überstunden in einem Jahr ist bei uns normal." (pro MA?)- das ist bei mir alles andere als normal! "Die Vorgesetzten haben letzte Woche individuell die Mitarbeiter kontaktiert um zu bitten, dass sie ihre Überstunden verschenken/verzichten"- na aber mit Sicherheit nicht! "Was empfehlt ihr?"- (Zum Metzger gehen: da ist heute Hirn im Angebot!) - auf keinen Fall sollen die Mitarbeiter ihre Überstunden verschenken. Redet mit Ihnen.

J
John1010

23.03.2020 um 11:30 Uhr

@enigmathika Die geleistete Überstunden sollen weder abgefeiert werden noch vergütet. Sie sollen gestrichen werden. Der Mitarbeiter soll entgegenkommen.

K
Kjarrigan

23.03.2020 um 11:33 Uhr

Ich sehe hier einen kollektiver Tatbestand und Mitbestimmung des BR.

Das geht auch schon eher in Richtung Sanierung / Erhalt der Arbeitsplätze / Beitrag (Verzicht) der MA / Beschäftigungssicherung. Das schüttelt man mal nicht eben so aus dem Ärmel. Und eigentlich sollte man da ohne Hilfe (Sachverständige / Anwalt) nicht rangehen.

F
Freeplay

23.03.2020 um 11:33 Uhr

"Die geleistete Überstunden sollen weder abgefeiert werden noch vergütet. Sie sollen gestrichen werden. Der Mitarbeiter soll entgegenkommen."

NEIN, NEIN, NEIN!

Beim Erbringen der Überstunden seid ihr dem AG doch schon mehr als genug entgegen gekommen.. Er hätte vorher handeln müssen um euch zu entlasten, nun darauf zu verzichten.. also das würde mir im Traum nicht einfallen. Nicht einmal darüber nachdenken solltet ihr!

Stellt im Betrieb klar, dass jeder seine Stunden behalten soll/muss.

U
UdoWoe

23.03.2020 um 11:38 Uhr

Die Frage die sich mir stellt, sind das angeordnete Überstunden gewesen? Dann ist der BR eingebunden gewesen. Zusätzlich müssen diese Stunden auf jeden Fall in irgendeiner Art und Weise vergütet werden. Ich würde den BR informieren und ihn auffordern etwas zu unternehmen. Sind die Überstunden "freiwillige Mehrarbeit", dann wird es schwierig. Sind diese im Nachhinein anerkannt, dann siehe oben. Was darf man unter "verschenken" verstehen? Soll man diese der GL schenken? Dann wäre ich strikt dagegen. Soll ein MA diese erhalten, weil er aufgrund Krankheitsgründen oder Pflege einer Kranken Personen nicht arbeiten kann und man möchte ihm den Arbeitsplatz bzw. das Gehalt erhalten, dann würde dies für mich persönlich ganz anders aussehen. Ich denke aber eher, das die GL die Überstunden für sich beansprucht und das geht gar nicht. Solltet ihr wirklich schon über einen längeren Zeitraum Überstunden machen, dann sollte der BR schnellstens Gespräche mit der GL führen um die Mehrarbeitsbelastung der MA mit neuen MA abzufangen.

R
rtjum

23.03.2020 um 11:50 Uhr

gibt es denn überhaupt einen BR?

E
enigmathika

23.03.2020 um 12:00 Uhr

"Die geleistete Überstunden sollen weder abgefeiert werden noch vergütet. Sie sollen gestrichen werden" Das ist schon ein bisschen frech.

K
kratzbürste

23.03.2020 um 12:11 Uhr

Ich ermute einen schlafenden BR. Nur so kann es zu so vielen Überstunden gekommen sein. Jetzt, wo es vorne und hinten klemmt loszulegen, kommt etwas zu spät.

S
stehipp

23.03.2020 um 12:25 Uhr

Der Klassiker, der AG stellt nicht ausreichend MA für die anfallende Arbeit ein. Die MA stimmen zu und lösen das Problem für den AG indem sie mehr arbeiten. Typisch deutsch. Und jetzt nutzt der AG die Gunst der Stunde und will die geleisteten Mehrarbeiten ersatzlos streichen. Was sollte das bringen, außer, dass der AG zwar den Ertrag der Mehrarbeiten eingestrichen hat, aber jetzt die Rechnung nicht bezahlen will. Wenn ihr da mitmacht lacht sich euer AG einen Ast. Man kann mit dem AG Vereinbarungen treffen, wie mit den Stunden umgegangen werden soll, Verschiebung der Auszahlung; Verschiebung des "Abbummelns", jenachdem, was bei euch im Betrieb angesagt ist, aber einfach ersatzlos streichen ist für mich keine Option.

Und abgesehen davon 400-500 Überstunden sind NICHT normal, sondern das Ergebnis einer verfehlten Personalpolitik bzw. wenn vorhanden, das Versagen eines BRs.

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