Betriebsratmitglied für 12 Monate in 100 % Kurzarbeit schicken
Hallo, folgende Frage, in unserer Firma sollen zur Verhinderung von Kündigungen rund 50 Kollegen für einen Zeitraum von 12 Monaten in 100 % Kurzarbeit geschickt werden. Ich als Nachrücker im BR stehe ebenfalls auf der Wunschliste meines Arbeitgebers. Da ich noch keine Schulungen hat, hier die Frage, wie wehre ich mich dagegen ?
Community-Antworten (17)
09.03.2009 um 20:14 Uhr
Wo gegen willst du dich schützen?
09.03.2009 um 20:23 Uhr
Eigentlich hätte die Frage sein sollen wogegen du dich wehren willst....
Denkst du, dass Kurzarbeit BRM nichts angeht? dass die einen Freifahrtsschein haben? Noch ne provokative Frage: Denkst du, dass ein BRM besser ist als ein anderer AN?
Denkst du du bist ein Gleicher unter gleichen?
Bist du überhaupt BRM oder lediglich Ersatzmitglied?
So oder so, warum machst du den Job, wegen des erweiterten Kündigungsschutzes oder weil du was für die AN machn möchtest? Wenn zweiteres deine Intension ist, warum hast du dann Proibleme auch in Kurzarbeit zu gehen wenn es hilft Arbeitsplätze zu sichern?
Wer genau macht die Auswahl wer Kurzarbeit macht und wer nciht?
Du siehst, Fragen über Fragen
Ich hätte sehr gerne Antworten!
Gruß DJ
09.03.2009 um 20:51 Uhr
@DJ Warum fragst du eigentlich nach. Wer eine solche Frage stellt outet sich nach meiner Meinung selbst als Mitläufer
09.03.2009 um 20:54 Uhr
@huwiel Jepp, allerdings im Zweifel für den Angeklagten, oder?
Drum meine Fragen...
09.03.2009 um 20:55 Uhr
Hallo Don Johnson, also ich bin festes Mitglied, nachgerückt. So die Auswahl hat unserer Geschäftsleitung vorgegeben und möchte dieser in einer Betriebsvereinbarung festhalten. Ich bin wahrscheinlich zu engagiert und soll deswegen wohl schachmatt gesetzt werden. Aber so ist doch keine sinnvolle Arbeit mehr möglich und nein, ich bin nicht besser als meine restlichen zweihundert Kollegen. Ich hoffe wirklich eine hilfreiche Antwort zu bekommen.
09.03.2009 um 21:05 Uhr
wollie, warum 50 zu 100% und nicht alle weniger?
09.03.2009 um 21:16 Uhr
@wollie Hmmm Bremen nimmt mir die Worte aus dem Mund - außerdem sehe ich da ja auch eindeutig ein MBR des Gremiums - ok, kenmne ich mit Kurzarbeit nciht wirklich aus - zum Glück, da ich mit einer solchen nicht konfrontiert wurde - dennoch sehe ich ein MBR des Gremiums - der AGF kann alsoi wünschen aber nciht verlangen - drückt ihr ihm euern Stempel auf - wie wäre es z.B. mit 5% sollte das möglich sein - mehr Infos dann helfen wier - so sieht es so aus, als wolltest DU DICH schützen alles andere wäre dir egal - so kommt es rüber! Sorry
Gruß DJ
09.03.2009 um 21:27 Uhr
Don Johnson Hhuwiel Seit ihr die edlen Ritter in der goldenen Rüstung?
09.03.2009 um 21:30 Uhr
Kein edler Ritter Aber dann darf man hier nicht so missverständliche Fragen stellen
09.03.2009 um 21:34 Uhr
@huwiel ;-) Jepp meine Meinung - ich werde gleich gesperrt hier lach
09.03.2009 um 21:44 Uhr
@wollie, 12 Monate zu 100% ist schon heftig.... Gegenfrage...falls du nicht freigestelltes BRM bis, und selbst dann, wer/was sollte Dich daran hindern BR Arbeit auch in dieser Zeit zu tätigen?
Seite 7 sollte Dir Erhellung bringen... http://www.arbeitnehmerkammer.de/cms/upload/Betriebsrte/Kurzarbeit_LayoutSchaff.pdf
09.03.2009 um 23:12 Uhr
Hallo, DANKE für die Antworten , leider keine konkrete Hilfe. Ich wage mich mal mehr aus dem Häuschen , hatt doch mehr auf Hilfe gehofft. Ich bin als einzigste Frau im Betriebsrat, nachgerutscht, als einzigste Angestellte. Schulungen , klar könnte ich doch einklagen, denn diese wurden mir bisher verwehrt. OK, 1 Tag bei éiner IGM Schulung war das Highlight, aber ansonsten stehe ich doof da, außer was ich mir anlese und das in einem Betrieb mit 250 Kollegen. Einziger Ausblick ist wohl, dann kann ich wohl weiterhin engagiert Kaffeekochen ... Aber Betriebsratarbeit ....
11.03.2009 um 17:42 Uhr
Hallo, Das ist auch genau mein Problem. Wir konnten den Arbeitgeber davon überzeugen, die KUG 0 rückgängig zu machen, aber mein Arbeitsplatz wurde angeblich wegrationalisiert. Eine Änderungskündigung ist nicht möglich. So stehe ich nun eigentlich ohne Job da und mache nun Betriebsratsarbeit. Ich habe mich im Moment also selbst freigestellt, mein BRV trägt das. Eine Lösung auf Dauer ist das natürlich nicht, aber wenn ich jetzt doch einen andere Tätigkeit übernehme muss natürlich jemand anderer raus. Da setzt man mich ganz schön unter Druck. Hintergrund ist, dass unser AG wegen der derzeitigen Krise 150 Mitarbeiter entlassen wollte, nach zähen Verhandlungen mit dem Betriebsrat aber diese bis Dezember in KUG 0 geschickt werden. Ich war selbst in dieser Verhandlungskommission und wohl etwas unbequem.
11.03.2009 um 18:05 Uhr
@sukram Darf ich dann jetzt mal fragen, was das Problem ist? Bei KuG 0 werden Dir die Stunden für die betriebsrätliche Arbeit bezahlt - Voraussetzung: Es gibt eine Notwendigkeit!
11.03.2009 um 19:55 Uhr
Das Problem ist, daß hier versucht wird, den BR in seiner Arbeit massiv zu behindern. Oder wie ist vernünftige Arbeit zu machen, wenn man nur noch bei Sitzungen oder bei "Notwendigkeit" in den Betrieb kommen kann? Die Betriebsratsarbeit lebt davon, am betrieblichen Alltag teilzunehmen und im ständigen Kontakt mit den Kollegen zu sein. Und gerade bei diesen schwerwiegenden Maßnahmen (ein drittel der Belegschaft in KuG 0) hat ein BR viel Arbeit. Das sich ein Betriebsrat bei z.B. tageweiser Kurzarbeit beteiligt steht hier außer Frage, dieser Solidarbeitrag muss gebracht werden.
13.03.2009 um 15:38 Uhr
Hallo, dann kann es ja nur noch ("besser") werden ? Einziges Mittel bei Kurzarbeit ist eigentlich ein Passus in der Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit. Das Arbeitsamt will diese ja zur Bewilligung der Kurzarbeit vorgelegt haben. Darin sollte dann festgeschrieben werden, daß BR Mitglieder von der Kurzarbeit 0 oder 100 % ausgeschlossen sind, d.h. aber nicht , daß vielleicht nicht 50- 60 % Kurzarbeit haben kann. Aber man bleibt im Geschehen und man bleibt vor allem Ansprechpartner für die Kollegen vor Ort. Hier noch ein Tip. Die AGE bezahlt Fortbildungskurse für Kollegen die längere Zeit in KU gehen, erkundige Dich mal. Das ist für viele eine Chance sich weiter zu qualifizieren ! Und aufpassen : falls Kollegen in KU 0 gehen und wenn es doch wieder in der Firma anläuft, viele Arbeitgeber neigen dann dazu Leiharbeiter einzusetzen und den "teuren "Kollegen in Kurzarbeit zu lassen.
14.03.2009 um 17:47 Uhr
Hallo wollie, dieser Passus steht natürlich nicht in der BV, denn im November 08 dachten wir noch nicht an KUG 0. Aber ich behalte es im Hinterkopf für nächstes mal. Wegen Qualifizierung verhandel wir schon. Wir haben jetzt auch einen Beschluss gefasst, keinen Leiharbeitern zuzustimmen, solange noch Leute in Kurzarbeit sind, auch Mehrarbeit werden wir, zumindest in den betroffenen Abteilungen nicht mehr zustimmen.
Ich hoffe doch, das sich die Situation nicht noch weiter verschlechtert und wir die Kollegen wieder zurückholen können. Denn das schlimmste für die betroffenen ist neben dem Geld das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden.
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