Mitbestimmung bei Prämie zur Neueinstellung
Hallo ihr da draußen,
wir haben mal eine Frage zur Mitbestimmung nach § 87 Abs 1 Ziffer 10 BetrVG: nun hat uns auch der Fachkräftemangel getroffen. Unser Arbeitgeber zahlt eine Prämie, wenn sich bestimmte Berufsgruppen entscheiden bei uns zu arbeiten. Auch für die Vermittlung durch eigene Mitarbeiter gibt es für die Vermittler eine Prämie. Inwieweit können wir dazu mitbestimmen und kann das Thema in eine BV gepackt werden?
Danke für Eure Hilfe.
Community-Antworten (7)
19.02.2020 um 19:14 Uhr
Sicher ist die Prämie mitbestimmungspflichtig. Aber was wollt ihr regeln?
20.02.2020 um 09:22 Uhr
Guten Morgen, da haben wir wohl unzureichend gefragt. Also Frage ist, ob es a) mitbestimmungspflichtig ist und b) wenn ja, was man alles regeln kann. Wo sind Grenzen gesetzt? Hat Jemand damit Erfahrung?
20.02.2020 um 09:58 Uhr
Bei § 87 Abs.1 Nr. 10 BetrVG gilt die "Topf-Theorie". Der AG stellt mitbestimmungsfrei einen Topf mit Geld auf den Tisch (er füllt ihn mit Geld und bestimmt den Titel/Zweck) Der BR ist dann bei den Regeln der Verteilung in der Mitbestimmung; also - wer bekommt unter welchen Voraussetzungen wie viel aus dem Topf.
20.02.2020 um 11:13 Uhr
daher entscheidet der BR nicht über die Höhe des Topfes mit. Bei einer solchen Prämie bietet sich ja eigentlich nur an, dass alle Mitarbeiter einen einheitlichen Betrag bekommen. Vielleicht will der AG ja noch eine Abstufung je nach "Berufsbild" des neu eingestellten Mitarbeiters. So ist es z.B. bei uns: für einen Azubi gibt es 1000 Euro, normalen Mitarbeiter 2500 und den Mitarbeiter aus der EDV 5000 Euro. Aber auch da ist es schwierig im Rahmen der Mitbestimmung rein zu kommen. Wir haben uns damals rechtlichen Beistand geholt, der meinte, dass ein Gericht vermutlich von 3 unterschiedlichen Zwecken ausgehen würde und damit 3 unterschiedlichen (mitbestimmungsfreien) Zwecken. Gibt es aber keine Urteile zu, so dass man da herrlich diskutieren konnte. Trotzdem: was will da der BR wirklich verändern durch seine Mitbestimmung? An die Geldhöhen kommst du nicht ran und das ist ja wirklich das interessante
20.02.2020 um 12:09 Uhr
Naja- wir fragen ja als BR ob es ein MBR gibt und was man regeln kann. Wenn es wenig Sinn macht, so hört es sich bis jetzt ja an, dann werden wir da auch keinen Schweiß investieren. Wir fragen ja hier die BR- Kollegen, ob es dazu Erfahrungen gibt.
20.02.2020 um 15:16 Uhr
nicht falsch verstehen.... sollte kein Vorwurf oder so sein
20.02.2020 um 15:27 Uhr
@nelchen
Nicht gelesen, oder nicht verstanden?
"Der BR ist dann bei den Regeln der Verteilung in der Mitbestimmung; also - wer bekommt unter welchen Voraussetzungen wie viel aus dem Topf."
Verwandte Themen
Verhandlung Jahresleistung/Prämie/Lohnerhöhung - was sagt ihr dazu?
ÄlterBei uns laufen grad Verhandlungen zwecks Jahresleistung, Prämie und Lohnerhöhung. Mir wurden 3. Varianten vorgelegt. Ich möcht gern Eure Meinung dazu wissen. Noch einige Infos... wir arbeiten 40 Std./
Prämienverteilung - was tun bei ungerechter Verteilung?
ÄlterHallo zusammen. In unserer Firma wurde für einige Mitarbeiter eine Prämie gezahlt. Diese Prämie haben alle diejenigen erhalten, die vor ca. 1,5 Jahren einer Vertragsänderung von 37 auf 40 Stunden/Woc
Prämienzahlung nur an MA mit Jahrebruttogehalt bis max. X Euro?
ÄlterHallo Kolleginnen und Kollegen! Wir haben für die Jahre 2010 und 2011 BVs über die Zahlung von EBITDA Prämien. In diesen wird in einem Paragraphen über den "Anwendungsbereich/Berechtigte" geregelt
Anspruch auf Prämie?
ÄlterHallo, wir sind im Unternehmen nicht mehr Tarifgebunden.Es gibt allerdings Mitarbeiter die noch Tarifverträge haben.Wir haben Innendienst und Aussendienst.Es wurde in 06 eine freiwillige Prämie angeda
Prämie Mitbestimmung
ÄlterPrämie Mitbestimmung. Bei uns gibt es dieses Jahr wieder Umsatz-Prämie. Mit der Verteilung bin ich nicht einvertanden. Jeder bekommt 9% eines Monatseinkommen. Ich finde das Ungerecht, weil diejenige