Gehaltsforderungen - wie lange sind Gehaltsforderungen durch den Arbeitnehmer einklagbar?
Hallo allerseits,
wie lange sind Gehaltsforderungen durch den Arbeitnehmer einklagbar (auch nicht gezahlte Zuschläge etc.)?
Danke im voraus!
Grüße ohbonsai
Community-Antworten (7)
20.01.2009 um 19:15 Uhr
obonsai, so lange wie die Ausschlussfrist nicht verschritten ist. Wenn keine im TV oder AV festgelegt ist, gilt die gesetzliche Verjährungsfrist gem. § 195 BGB von drei Jahren.
20.01.2009 um 19:17 Uhr
Tarifverträge regeln häufig 6 Monate
20.01.2009 um 19:26 Uhr
@ohbonsai
Lese einmal hier: Die BGB-Reform http://www.arbeitsrecht.org/vertraege/klauseln/artikel01192.html
Hinweis noch: Ein TV oder auch BV oder sonstige Regelung kann die gesetzlichen Rechte nie einschränken. Einzige Ausnahme in den Gesetzen wäre eine Einschränkung durch solche Regelungen vorgesehen (Öffnungsklauseln).
20.01.2009 um 19:40 Uhr
Uschi, da es sich bei einer Ausschlussfrist um etwas anderes handelt, als um eine Verjährungsfrist (etwas kompliziert), geht es hier nicht um das Günstigkeitsprinzip. So hat auch das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 28.09.2005 - 5 AZR 52/05 lediglich festgelegt, dass eine Ausschlussfristvereinbarung von unter drei Monaten unwirksam ist, da sie unverhältnismäßig kurz ist.
20.01.2009 um 19:56 Uhr
@Lotte
Hallo Lotte,
lese einmal den Beitrag. Ich sehe es so, dass eben mit der BGB-Reform hier eine Änderung erfolgt ist.
Aussage: Lohnansprüche verjähren nunmehr nach 3 Jahren.
20.01.2009 um 20:12 Uhr
Uschi, (dass Du aber auch immer so hartnäckig bist meine Liebe... ;-) ) Ich habe den Beitrag gelesen. Hier geht es um Änderungen des BGB aus dem Jahre 2002. Es geht nicht um die Ablösung der Ausschlussfristen durch die Verjährungsfristen. Durch das BGB Urteil, welches ja von 2005 ist, wollte ich dies deutlich machen.
20.01.2009 um 20:15 Uhr
Uschi, hier mal noch etwas zum Unterschied: "Der eigentliche Unterschied zwischen Ausschlussfristen und Verjährungsfristen liegt im Arbeitsrecht darin, dass die Ausschlussfrist vom Arbeitsgericht in einem Prozeß von Amts wegen herangezogen werden kann, wenn der Richter hierfür Anhaltspunkte hat. Dies kann zu „bösen“ Überraschungen führen, wenn z.B. der Arbeitsentgeltanspruch verfristet ist und man deshalb den Prozeß verliert!
Die Verjährungsfrist hingegen, wird erst dann durch den Richter geprüft, wenn sich eine Partei darauf beruft. Derjenige der geltend machen will, das ein bestimmter Anspruch verjährt ist, muss sich vor Gericht auf die „Einrede der Verjährung“ berufen" aus: http://www.ra-kotz.de/ausschlussfristen.htm
oder schau mal unter: http://www.arbeitsrecht.de/arbeitsrecht/newsletter/archiv/2004/NL_115.php
Verwandte Themen
Wer rückt nach?
ÄlterHallo BR Kollegen, ich hätte eine Frage zum Thema Vertretung im BR. Wir streiten seit einigen Tagen über das Thema Frauenquote. Jeder hat ein Gesetzgefunden zur Vertretung der BR Mitglieder ab
Der BR als Hüter der Lohngerechtigkeit
ÄlterHallo, ich habe folgendes Problem mit meinem BR-Mandat: wir wurden vor ca. 3 Monaten neu gewählt und sind nun 5 BR-Mitglieder. Wir sind in einem Unternehmen der IT-Branche tätig, ca. 60 Mitarbeiter, o
Interessenkonflickte bei freigestellten BR Mitgliedern insbesondere BRV. Gehaltsforderungen etc.
ÄlterRein faktisch sind ja freigestellte BR - Mitglieder und insbesondere die Vorsitzenden niemandem unterstellt. Allerdings sind sie ja auch Arbeitnehmer mit anderen Aufgaben die auch Gehalt bekommen,
Sehr dringende Bitte um Aufklärung und etwas Nachhilfe in Sachen Betriebsrat
ÄlterHallihallo, voerst möchte ich erwähnen, dass ich in meiner neuen Position als Vorsitzender Betriebsrates, so einiges an Hürden zu nehmen habe, da unsere Geschäftsführung, nicht gerade darauf be
Verjährung von Gehaltsansprüchen
ÄlterLiebe Wissende, lt. BGB verjähren Gehaltsforderungen nach 3 Jahren. In unserem Manteltarifvertrag steht: "Gegenseitige Ansprüche aller Art aus dem Arbeitsverhältnis und den Tarifverträgen (z.B. rüc