NEUER BETRIEBSRAT - HILFE!

Wir haben erst seit kurzem einen Betriebsrat und bei allem Verständnis, das ich entgegenbringen kann, da jeder Anfang bekanntlich schwer ist, bin ich inzwischen wirklich "Betriebsrat-Geschädigt".

Ich habe eine freiwillige Stellenzulage erhalten (ich war aber nicht die einzige im Unternehmen, die eine Zulage erhalten hat!). Als diese nach einem Jahr ausgelaufen ist, wollte mein Arbeitgeber die Zulage auf ein weiteres Jahr befristet zuteilen. Hintergrund ist, dass wir noch kein Konzept zur leistungsorientierten Vergütung eingeführt haben, sondern auf Vorschläge des Betriebsrates warten. Zur Zeit gibt es noch keine Betriebsvereinbarung zu diesem Thema (dies ist jedoch das erklärte Ziel des BR, deswegen blockiert er alle anderen Absprachen!).

Der Betriebsrat hat meiner Zulage nicht zugestimmt (Ablehnung aufgrund § 99 Abs. 2, Satz 1 "Gesetz zur leistungsorientierten Vergütung"), das heißt ich bekomme jetzt weniger Geld als vorher! Er begründet dies damit, es müsse Lohngerechtigkeit bestehen. Nun ist es so, dass die Möglichkeit eine Zulage zu erhalten für jeden AN besteht, er muss dies eben mit seinem Abteilungsleiter und mit der GF abstimmen.

Meine Fragen nun hierzu:

1. Ist es wirklich möglich, dass der Betriebsrat gegen die Interessen eines AN handeln darf ? (es wird niemand geschädigt, niemand bekommt weniger oder mehr Geld aufgrund der Tatschache, dass ich meinen Zulage nun nicht mehr erhalte; Die Gelder werden auch nicht aus dem "Topf" zur LoV aller AN abgezogen!);
2. Kann man sich offiziell über seinen Betriebsrat beschweren? Bei Verdi z.B.?
3. Kann der BR überhaupt bei freiwilligen Zulagen mitbestimmen oder hat er lediglich Informationsrechte?


Ich freue mich über Eure Antworten, vielen Dank!