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Kurzarbeit

T
Tatti
Jan 2018 bearbeitet

Tach an alle, folgende Frage: Wir haben in unserer Firma Kollegen mit 40 und mit 35 Stunden Verträgen. Nun sieht unserer Auftragslage nicht besonders rosig aus und es kam aus der Belegschaft der Vorschlag, dass wir vorübergehend auf Kurzarbeit gehen. Sprich, die 40 Stunden Leute auf 35 runter. Würde das überhaupt funktionieren, denn das wäre ja eigentlich eine Art Ungleichbehandlung gegenüber den Beschäftigten, die sowieso schon auf 35 Stunden fahren und für die sich ja dadurch nichts ändern würde?

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Community-Antworten (4)

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Mainpower

01.08.2008 um 09:19 Uhr

Hallo, was die Belegschaft da vorschlägt hat mit Kurzarbeit nichts zu tun. Das ist eine verminderung der Arbeitszeit was der BR dem AG in Euerem fall vorschlagen könnte. Änderung der Arbeitszeit ist Mitbestimmungspflichtig. Echte Kurzarbeit ist an gewisse Krieterien gebunden.

  1. Der BR muss der Kurzarbeit zustimmen.
  2. Die Möglichkeit der Kurzarbeit muss in einem Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag geregelt sein.
  3. Die Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld muss erfüllt sein. Ein Kriterium für den erhalt von Kurzarbeitergeld ist dass für einen Zeitraum von mindestens vier Wochen für mindestens ein Drittel der Belegschaft mehr als 10 Prozent der Arbeitszeit ausfällt.
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Tatti

01.08.2008 um 10:46 Uhr

@mainpower Danke schön. Das hieße ja, wenn wir einer Verminderung zustimmen oder sie vorschlagen würden, wäre es sicherlich schwierig, diese irgendwann wieder rückgängig zu machen, oder!?

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pit47

01.08.2008 um 14:51 Uhr

Hallo Tatti, die Verkürzung der Wochenarbeitszeit wird tariflich vereinbart und kann nicht vom BR mit dem AG vereinbart werden, außer es stehen im Tarifvertrag Ausnahmeregelungen. Wenn die Belegschaft kürzer arbeiten will, muss mit jeden Einzelnen ein neuer Arbeitsvertrag abgeschlossen werden.

A
Alexa

03.08.2008 um 21:25 Uhr

Hallo Tatti, ich empfehle dringend Kontakt mit der zuständigen Gewerkschaft aufzunehmen. Ihr begebt Euch als BR hier auf sehr dünnes Eis.

Am saubersten (wenn auch sofort unangenehmsten) wären betriebsbedingte Kündigungen. Also ein Sozialplan machen und die mit den wenigsten Punkten werden gekündigt (evtl. mit Abfindung). Wäre sehr hart! Alternativ könnt ihr noch evtl. vorhandene Arbeitszeitguthaben und Urlaub abbauen, wenn das schon etwas hilft.

Für alles Andere braucht ihr unbedingt externe Beratung durch die Gewerkschaft. Viel Erfolg!

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