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Gesundheitsbelastung durch Elektrosmog - Was wäre der beste Weg diese Sache nun anzugehen?

M
Maligne
Jan 2018 bearbeitet

Guten Tag,

ich wurde als Betriebsratsmitglied von meinen Kollegen beauftragt folgender Sache nachzugehen:

In einem etwa 10 qm kleinen Raum befindet sich der Team-Stützpunkt eines Krankenhauses. Hier befinden sich ein PC, Drucker, Laptop mit wireless Verbindung, tragbares Telefon, die Sicherheitsschaltzentrale (Brandschutz) des Hauses sowie eine Schaltleiste für sämtliche Beleuchtungen im Gebäude und die Aufzugsanlage. Eine Seite zum Flur entlang besteht aus einer Glasfront. Es gibt KEIN Fenster das man öffnen könnte und da sich auch Medikamente in dem Raum befinden, muß laut Vorschrift die Türe stets verschlossen sein. Zu Stoßzeiten z.B. bei der täglichen Dienstübergabe befinden sich 5 - 8 Mitarbeiter in diesem Raum, da es keinen anderen Bereich hierfür gibt.

Wir haben nun mit einem privaten Thermometer eine Durchschnittstemperatur (unabhängig von der Außentemperatur) gemessen von 30 Grad Celsius. Die Durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt bei 30 %

Es befindet sich keine Heizung in dem Raum, somit geht die gesamte Wärme von der Elektronik aus.

Mitarbeiter klagen über Kopfschmerzen, Müdigkeit, trockene Augen usw.

Der Arbeitgeber hat zwar vor einiger Zeit versucht eine Art Luftabzug einzurichten, was sich aber als nicht effektiv herausstellte. Auch würde eine Klimaanlage sicher nur die Temperatur lindern, allerdings nicht den ggf. Elektrosmog.

Wir würden nun gerne schnellstmöglich eine Elektrosmogmessung durchführen lassen um die Sache zu belegen.

Was wäre der beste Weg diese Sache nun anzugehen? Und haben sie Tipps für weitere Schritte?

Vielen Dank

4.01602

Community-Antworten (2)

J
jotim

04.07.2008 um 12:21 Uhr

Hallo Maligne, zunächst einmal würde ich als BR den Arbeitgeber über die Beschwerden informieren. Dann ggf. die zuständigen Sicherheitsbeauftragten / Arbeitsschutz-Beauftragten und ggf. die Berufsgenossenschaft. Zudem gibt es sicher so etwas wie eine Aufsichtsbehörde, die für das Krankenhaus zuständig ist. Das wäre dann das Druckmittel, wenn der Arbeitgeber nichts unternimmt. Es gibt ja offensichtlich reichlich sachliche Gründe, die gegen eine weitere Nutzung dieses Raumes in der genannten Art und Weise sprechen. Allein schon die inhaltliche "Kollision" von Technik und zahlreichen "nicht-technischen" Menschen, die Lagerung von Medikamenten bei hohen Temperaturen, usw. - da kann man ja einiges daraus basteln... Viel Erfolg!

T
Toto

04.07.2008 um 12:46 Uhr

Hi,

ein aufendhaltsraum sollte auch ein Fenster nach draussen haben. 10m² sind auch nicht gerade viel, besonders wenn dann das alles da noch drinn ist. Wenn der AG nich für abhilfe sorgt würde ich den Fall erstmal der BG melden. Dann rührt sich meisten schon was.

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