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Betriebsrat unterstellt uns "Sabotage"

A
Arbeitenehmer
Apr 2019 bearbeitet

Ich bin Mitarbeiter und hätte gerne die Meinung von anderen Betriebsräte über einen Fall:

Es wurde ein Software-System bei uns eingeführt. Der Betriebsrat hatte nicht zugestimmt. Dann kam doch noch eine BV nach mehreren Monaten.

Aber das Problem: Das System ist sehr kompliziert. Man braucht lange Schulungen und man kann ohne volle Konzentration die Arbeitszeiten nicht aufschrieben. Im Rechnungssystem erlaubt das System leider, dass "Zahlendreher "vorkommen, und auch ist das System so schwierig: Unübersichtlichkeit, mehrdeutige Befehle oder Abstürze, Nutzerfläche nicht intuitiv.

Jetzt hat der Vorsitz. des Betriebsrats eben zu einigen Mitarbeitern gesagt, dass sie glauben, dass einige Mitarbeitern versuchen werden, das System zu sabotieren in dem sie absichtlich Fehler machen. Diese Mitarbeiter wollen zeigen, dass das System nicht gut ist, sagte der Vorsitz. Beweise oder Beispiele hatte er keine. Er kann sich das "vorstellen" und glaubt einfach, dass es so ist. Deswegen will er dem Arbeitgeber unterstützen und den Mitarbeitern sagen, dass wir alle mitarbeiten sollten.

Ich finde den Vorwurf und Unterstellung ziemlich heftig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Kollegen so ein Verhalten haben. Klar sind wir genervt von einem System, das so kompliziert ist. Aber Verbrecher werden wohl keine sein.

Ist es normal, dass der Betriebsrat über einige Mitarbeiter so denken? Muss man als Betriebsrat alle mögliche schlechte Szenarien bedenken?

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Community-Antworten (7)

C
Cyber99

05.04.2019 um 15:27 Uhr

Also, wir leben hier in einer Demokratie, da darf zunächst mal jeder denken und mit einigen Einschränkungen auch sagen was er will. Das gilt auch für Betriebsräte. Ob das im konkreten Fall nun angemessen ist, steht auf einem anderen Blatt. Grundsätzlich sollte der Betriebsrat bei so einem Problem zwischen den Arbeitnehmern und dem Arbeitgeber vermitteln und Lösungsvorschläge unterbreiten. Blöde Kommentare helfen da wenig.

C
celestro

05.04.2019 um 15:29 Uhr

Auch ein BRV darf eine Meinung haben, die man nicht notwendigerweise toll finden muss.

K
kratzbürste

05.04.2019 um 19:07 Uhr

Die Frage ist nur warum hat denn BR überhaupt einer BV zugestimmt, wenn alle wissen, dass die Software die Arbeitsbelastung und den Stressfaktor nach oben treibt. Warum wartet der BR darauf, dass erst Fehler auftauchen .....

AM
alter Mann

06.04.2019 um 19:00 Uhr

§§ 81 Abs. 4, 91. Das wären die Grundlagen, nach denen der Betriebsrat den Hintern hochkriegen könnte. § 90 hat er scheinbar schon verschlafen. Die gedanklichen Ergüsse des BRV scheinen vor allem dadurch motiviert zu sein, dass er nicht zugeben will, welchen Quatsch der BR bisher gemacht hat. Bei der Einführung einer neuen Software hat der BR auch auf die Ergonomie zu achten, genau wie bei einem Schreibtischstuhl.

D
DummerHund

09.04.2019 um 00:02 Uhr

Ein FF sollte es eigentlich für einen Betriebsrat sein, BVen über die Einführung von diversen Softwaren unter einem § Schulungen der MA unter Weiterschulungen mit zu Verhandeln und ein zu bauen. Weiter aber sollte der BRsich aber zu dem Thema Schulen oder Beraten zu lassen.... viel zu komplex sind solche Themen. Ist eine BV bereits vereinbart hat ein BR darauf zu achten das die BV auch eingehalten wird. Ma dazu aber an zu halten ....das liegt über der Kopetenz eines BR. Er kann nur Bitten.

G
Googfather

09.04.2019 um 01:53 Uhr

Zitat (dBmdsN): "Ein FF sollte es eigentlich für einen Betriebsrat sein, BVen über die Einführung von diversen Softwaren unter einem § Schulungen der MA unter Weiterschulungen mit zu Verhandeln und ein zu bauen"

YODA-Sprech Du hier können musst?

D
DummerHund

09.04.2019 um 02:07 Uhr

Muss mich entschuldigen..waren die Finger wohl zu schnell........ unter einem § mit ein zu bauen........ Schulungen der MA und Weiterschulungen mit ein zu bauen.. Hier lag der Fehler bei mir.

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