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Erstellen einer BV

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Ricolauraman
Feb 2019 bearbeitet

Hallo Forum, unsere GF hatte mit uns eine BV vereinbart allerdings bis zum 31Januar, über eine 6 freiwillige Nachtschicht und über Samstagsarbeit auch freiwillig. Jetzt würde er gerne diese BV verlängern für 12 Monate oder eine neue BV machen. Außerdem möchte er noch zusätzlich das man die Freiwilligkeit rausnimmt! Wir haben jetzt erstmal eine Duldung für Februar ausgesprochen, im Sinne von, Betrieblichen Belange. Haben aber auch gleichzeitig die GF gezwungen sich mindestens 4mal mit uns an den Tisch zu setzen um eine Lösung zu finden. Unser Ziel ist natürlich etwas positives für die Mitarbeiter zu erzwingen. Hatte jemand schon mal einen ähnlichen Fall oder hat jemand ein paar Tipps wie man in so einer Situation umgeht? Sind ein neu formierter BR und uns fehlt da die Erfahrung. Danke für viele Antworten!

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Community-Antworten (3)

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Moreno

14.02.2019 um 22:26 Uhr

Ihr solltet euch einen Sachverständigen hinzu holen sonst kann es sein, dass euch der AG und den Rest der Arbeitnehmer schön über den Tisch zieht.

E
ExBoMa

15.02.2019 um 07:38 Uhr

Gibt es bei Euch schon Regelungen? Gab es bei Euch schon ein BR bevor Ihr gewählt wurdet?

Last Euch mit einer BV nicht über den Tisch ziehen, wenn Ihr alle noch unerfahren seid. Ihr könnt die Arbeitszeiten auch vorerst als Einzelfall-Entscheidungen freigeben (Schichtpläne oder ähnliches). Besucht so schnell wie möglich Lehrgänge (BR01 und BR02 Minimum) um Euch das notwendige Fachwissen anzueignen. Vorher würde ich keine BV abschließen. Ansonsten nehmt Euch einen Sachverständigen (ggf. Anwalt). Wenn Ihr den anfragt, sagt dem gleich, dass Ihr noch keine Erfahrung habt und dass das mit der Kostenübernahme zu klären ist. Habt Ihr ein "normales" Verhältnis zum AG, könnt Ihr Euch auch vom AG die Kostenübernahme bestätigen lassen und dann einen Sachverständigen beauftragen.

Vgl. §80(3) BetrVG, https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__80.html "....(3) Der Betriebsrat kann bei der Durchführung seiner Aufgaben nach näherer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber Sachverständige hinzuziehen, soweit dies zur ordnungsgemäßen Erfüllung seiner Aufgaben erforderlich ist....."

-> dabei ist wichtig: "...nach näherer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber..."

Hier noch ein paar Videos zum Thema Rechtsanwalt: https://www.betriebsrat.com/video/73835/muss-der-arbeitgeber-die-kosten-fuer-die-beauftragung-eines-anwalts-uebernehmen/17764/kugaj0w0gxw

https://www.betriebsrat.com/video/73844/betrvg-irrtuemer-19-rechtsanwalt-sachverstaendigen-hinzuziehen-gar-kein-problem/16077/9ry5rjx6pi0

https://www.betriebsrat.com/video/73835/wie-finde-ich-den-richtigen-betriebsratsanwalt/17764/ksfflf4rcbu

Eine Muster-BV kann ich dir nicht geben, da wir bei uns keine Schichtarbeit haben, aber vielleicht kommt da ja hier noch was...

Euch viel Glück bei Eurer Arbeit!

D
Deichläufer

15.02.2019 um 08:31 Uhr

Unsere GL hatte auch mal versucht uns eine BV bezüglich Überstundenregelung aufzudrücken. Wir habe sie aber abblitzen lassen. Bei uns läuft es so, dass grundsätzlich ein Antrag für Überstunden von der GL gestellt werden muss. Wir werten daraufhin die aktuelle Auslastung aus (wird jede Woche im Intranet veröffentlicht), gehen durch die Hallen um uns ein Bild zu machen und sprechen mit den betreffenden Vorgesetzten. Dann entscheiden wir ob ja und für welchen Zeitraum maximal. Der Hinweis, dass persönliche Belange der Kolleginnen und Kollegen absolute Priorität haben und von allen Vorgesetzten anerkannt werden müssen, bringen wir als Zusatz in jeden Beschluss rein. Wir wissen nicht ob das alles rechtlich einwandfrei ist aber die GL hat es geschluckt und es funktioniert.

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