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Wann müssen Schichtänderungen bekanntgegeben werden?

M
majojon
Jan 2018 bearbeitet

Hallo zusammen, jetzt war ich schon auf mehreren Seminaren für Betriebsräte und habe immer noch offene Fragen. Vielleicht weiß einer von Euch Rat!

Wir haben eine Abteilung in der bis jetzt vier Leute jeweils zu zweit in Früh- und Spätschicht wochenweise gearbeitet haben. Nun wird ab morgen eine Mitarbeiterin in eine andere Abteilung versetzt und die verbleibenden drei müssen ab morgen routieren. Da aber auch Familienväter mit kleinen Kindern dabei sind und diese mit ihren ebenfalls arbeitenden Frauen die Schichten aufeinander abgestimmt haben, kommt es zu Problemen in deren Privatleben. Denn durch dieses Routieren fallen natürlich die Schichten anders an: anstatt Früh- und Spätschichtwoche im Wechsel soll jetzt zwei Wochen Spät und eine Woche Früh gearbeitet werden. Somit sind alle Planungen des Partners arbeitsbezogen und die Urlaube ebenfalls hinfällig. Kann der Arbeitgeber von heute auf morgen einfach so in die Schichten eingreifen? Es wurde heute erst der Mitarbeiterin bekanntgegeben und war dem Abteilungsleiter mindestens schon eineinhalb Wochen bekannt. Leider weiß ich nicht, wo ich entsprechende Gesetzestexte finde...

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Community-Antworten (7)

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burghardt

30.04.2007 um 00:53 Uhr

Eigentlich müßtet ihr doch schon bei der Versetzung mit im Boot gewesen sein?? Mit 87,2 seid ihr in jedem Fall im MBR.

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majojon

30.04.2007 um 01:00 Uhr

Ja, da in der anderen Abteilung Not am Mann ist, mußte dort etwas geschehen. Und da bei uns immer noch die Angst besteht, daß Leute rausgeworfen werden sollen, wäre das fast noch eine Arbeitsplatzsicherung für diese eine Mitarbeiterin. Der Betriebsrat wurde nur in dem Zusammenhang informiert, weil der Abteilungsleiter sich nicht sicher war, ob er es der Mitarbeiterin vor ihrem einwöchigen Urlaub schon sagen sollte. Vorher wußten wir auch von nichts! Was machen wir jetzt mit den verbleibenden drei Angestellten dieser Abteilung? Müssen sie so flexibel sein und ab morgen in diesem Rhytmus arbeiten???

B
burghardt

30.04.2007 um 01:14 Uhr

Solche "Notfälle" begründen sich ja in der Regel auf eine mangelhafte Organisation. Zunächstmal liegt hier doch wohl eine unzureichende Beteiligung des BR vor. Den Kollegen zu raten nicht so zu arbeiten, wird der AG als Arbeitsverweigerung auslegen. Abhängig von Eurem Verhältnis BR - AG könnte man per Beschlußverfahren erreichen, das der AG künftig zumindest das MBR des BR ernst nimmt und gemeinsam mit dem BR versucht die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen. für morgen sehe ich wenig Möglichkeiten, wenn der Zug schon so weit gefahren ist.

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mille

30.04.2007 um 01:18 Uhr

@majojon, hast du die Antwort von burghardt gelesen? §87 Abs. 2 Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen sowie der Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage. Ihr seit in der Mitbestimmung.

M
majojon

30.04.2007 um 01:31 Uhr

Ich danke Euch! Bis jetzt lief hier einiges in der Firma schief, weil der alte Betriebsrat nicht so bemüht war. Ich bin neu drin und muß mir jetzt alles an Informationen überall herholen, da das einzige alte BR-Mitglied sich etwas quer stellt und mich nicht auf dem Laufenden hält. Auf jeden Fall werde ich zur Geschäftsleitung gehen und in diesem Fall kann ich nichts mehr tun, aber für die Zukunft muß sich hier vieles ändern. Aber was sage ich den Kollegen morgen, die sich ab morgen oder spätestens ab nächster Woche auf dieses Roullieren einstellen müssen. Ihre Arbeitszeiten bleiben bestehen, aber sie müssen jetzt nicht mehr wöchentlich wechseln, sondern nach zwei bzw. einer Woche.

B
burghardt

30.04.2007 um 01:38 Uhr

besteht die Möglichkeit mit dem AG zu verhandeln in absehbarer Zeit zum alten Modus zurückzukehren? Ihr könntet doch auch noch die Möglichkeit ausschöpfen, Eure Zustimmung zu den Dienstplänen zu verweigern. Vielleicht könnt ihr so noch was erreichen?

M
majojon

30.04.2007 um 01:47 Uhr

Das ist leider alles etwas kompliziert! Wir haben ein neues Objekt in unserem Haus und daran hat bisher nur eine Kollegin gearbeitet. Da diese dann aber nie krank werden darf oder in Urlaub fahren kann, brauchte sie noch Verstärkung an ihrer Seite. In der besagten Abteilung waren angeblich zu viele Leute und deswegen wurde sie auf diesem Weg rausgezogen. Das Problem ist jetzt: keiner weiß, ob dieses Objekt überhaupt langfristig läuft. Im Moment sind wir noch in der Testphase und aus zwei Monaten sind nun vier weitere geworden. Aber was nach diesen weiteren vier Ausgaben passiert, weiß keiner! Die Geschäftsleitung vertröstet mich immer damit, daß wir erstmal die Ergebnisse abwarten müssen. Und die "neue" Kollegin würde ja jetzt dazulernen und somit wäre sie wieder sicherer in der Firma. Aber was passiert, wenn das Objekt nicht weiterläuft? Für diese Abteilung, in die sie jetzt gesteckt werden soll, hat die Geschäftsleitung prophezeit, daß es sie in 4 Jahren sehrwahrscheinlich nicht mehr gibt...

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