Hallo,

bei uns stehen Umstrukturierungsmaßnahmen an, die nach dem Konzept des AG den Verlust von über 50% der Arbeitsplätze beinhalten. Das wurde uns vor ca. 2 Wochen bekanntgegeben.

Wir haben letzte Woche eine außerordentliche Betriebsversammlung einberufen, um die Belegschaft darüber zu informieren. Der AG hatte eigentlich vor, das bei der Betriebsversammlung selbst zu sagen, hat es aber gegen Absprache unterlassen. Somit haben wir es gesagt.

Wir sind in Verhandlungen hinsichtlich Interessenausgleich und Sozialplan. Ein Wirtschaftssachverständiger wurde uns vor einer Woche genehmigt. Das Konzept des AG umfasst ca. 20 Seiten als Powerpoint ohne Hintergrundinformationen. Unser RA hat uns auch aufgeklärt, dass die Information hinsichtlich der Betriebsänderung an die Kollegen keiner Geheimhaltungspflicht unterliegt, gleichgültig was wir unterschrieben haben. Die einschlägigen Urteile sind auch eindeutig.

Egal wie, in einer aktuellen Abteilungsleiterversammlung wurde bekanntgegeben, dass unser AG uns verklagen möchte wegen Verrat von Betriebsgeheimnissen. Gleichzeitig wurde den Abteilungsleitern ebenfalls bekanntgegeben, dass es doch wohl nicht angehen kann, dass wir „immer“ noch kein eigenes Konzept haben. Wie auch ohne Hintergrundinformationen, wir und unser Sachverständiger und RA arbeiten dran.
Ist diese Aussage in einer Abteilungsleiterversammlung bereits als Behinderung der Betriebsratsarbeit zu bewerten. Diese Aussage wird wahrscheinlich von den Abteilungsleitern an die "High Performer" weitergegeben und damit versucht ein Keil in die Belegschaft zu treiben.

Danke für Euer Feedback
Maryjane