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Neues Software - Nicht userfriendly; zeitaufwendig; unverständlich

F
Frustino
Feb 2019 bearbeitet

Unser Unternehmen hat ein neues Software eingeführt. Das Software beinhaltet u.a. die Arbeitszeiterfassung. Der Betriebsrat ist im Design vom System nicht eingebunden worden. Wir sind dann ganz am Ende gefragt worden, ob wir die Funktion vom System genehmigen. Wir hatten eine wichtige Änderung (hatte mit Überwachung zu tun) hierzu und machen gleich eine BV dazu .

Nun kommt es dazu, dass das System für die Anwender sehr komplex ist. Jeder Arbeitnehmer muss seine Arbeitszeit aufschreiben und an Projekte zuordnet. Das war immer so. Minimumwert ist 6 Minuten. Es gibt mehrere hunderten von Projekten.

Die Schritte, die der Anwender im System durch muss, sind oft mit bis zu 15 Klicks verbunden. In diesen 15 Klicks sind z.B. ein Projekt auszuwählen, danach eine Unternummer und dann noch eine Unternummer, oder man hat Wahlmöglichkeiten wie z.B. Stundeneingabe oder Wochenstunden, oder ob die Kosten abrechenbar sind oder nicht. Manche solche Wahloptionen kriegt der Mitarbeiter gesagt, was von den z.B. vier Wahlmöglichkeiten er wählen soll, aber er muss trotzdem klicken und sich merken welche von den vier Möglichkeiten es noch war. Man geht von Kästchen zu Kästchen und füllt jedes Kästchen mit einem Wert. Sechs Kästchen. Und das für jedes Projekt, woran man an dem Tag gearbeitet hat. z.B. wenn man nur 6 Minuten auf Projekt x gearbeitet hat muss man das ganze jedes mal ausfüllen.

Wenn der Arbeitnehmer nicht genau die korrekte Schritte folgt, funktioniert das nicht.

Das System ist von einem Datenbankspezialist erstellt worden mit teilweise binäre Wahlmöglichkeiten (1 oder 2) und eine menge von Buttons, deren Grafik nicht intuitiv ist bzw zeigt was das Button genau macht. Der Arbeitnehmer muss quasi eine neue Sprache lernen, von Bedeutung von individuellen Buttons, bis hin zur neuen Terminologie (Projektnummer und Wörter). Kurz gesagt, das sieht aus wie in Oracle Datenbank. Der User braucht Schulung. Ohne Schulung geht das gar nicht. Der Mitarbeiter würde es nie alleine herausfinden.

Die Mitarbeiter sind alle frustriert und finden es eine Zumutung. Sie fragen uns nun, ob wir da Einfluss haben. Wir sind der Meinung, dass wir keine Mitspracherecht vom der "Userfriendliness" von so einem System haben. Der Mitarbeiter muss das einfach lernen. Dafür kriegt er die Schulungen, ist das Verhalten vom Geschäftsführer.

Wie ist die Rechtslage hierzu? Mitspracherecht im Tooldesign? oder kann der Arbeitgeber frei auswählen, wie er die Zeiten gerne aufgeschrieben hätte

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Community-Antworten (3)

C
celestro

23.01.2019 um 16:50 Uhr

Eine Möglichkeit für den BR hier am Design etwas zu ändern sehe ich nur unter folgender Prämisse:

Der BR macht die Probleme der Software deutlich und überzeugt den AG, das Design zu ändern. Alternativ und sinnvoller wäre es natürlich, wenn die Mitarbeiter das ohne Betriebsrat selbst mit dem AG bereden.

K
krambambuli

23.01.2019 um 18:06 Uhr

..... und so lange stimmt Ihr der BV nicht zu und so lange kann die Software nicht angewendet werden.

P
paula

23.01.2019 um 18:58 Uhr

.... ich verstehe es so, dass es die BV schon gibt.

Wann steht die nächste Gefährdungsbeurteilung an? Da könnte die psychische Belastung durch schlechte Softwareergonomie ja ein Handlungsfeld sein ;)

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