Einsparmaßnahmen - 40 Std. Woche, Weihnachts,-und Urlaubsgeld streichen?
Hallo, wir sind ein Betrieb mit 60 Mitarbeitern. Da wir in diesem Jahr ein negatives Ergebnis erzielt haben und es für das komende Jahr nicht besser aussieht, ist die GL der Meinung das Einsparmaßnahmen getroffen werden müssen. Auch wir als Br sind der Meinung das wenn es der Firma tatsächlich nicht gut geht, sollten alle einen Beitag zur "Sanierung" leisten. Wir arbeiten 37,5 Stunden die Woche und werden nach Chemietarif bezahlt, obwohl wir nach einer Firmenteilung ein reines Handelsunternehmen sind und der AG nicht mehr dem Arbeitgeberverband Chemie angehört. Nun möchte der AG am liebsten die 40 Std. Woche, Weihnachts,-und Urlaubsgeld streichen, Überstunden nicht mehr auszahlen und auf jedenfall mehr Arbeit für weniger Geld. Meine Frage ist ob jemand igendwelche Maßnahmen kennt, mit dem mann zwar was einspart aber möglichst wenig von seinem liebsten geben muss.Wenn wir nicht ca. 15% Einsparungen zusammen bekommen, droht der AG mit betriebsbedingten Kündigungen. Ich wäre dankbar für ein paar Tipps.
Danke und Gruß jens9
Community-Antworten (4)
12.01.2007 um 19:51 Uhr
@jens9 Wie reell sind denn die negativen Zahlen...?
12.01.2007 um 20:58 Uhr
Wenn es um so gravierende Einschnitte bei den Arbeitnehmern gehen soll, würde ich mich als Betriebsrat nicht auf die Aussagen des Arbeitgebers verlassen. Viele Arbeitgeber zeigen ihren Betriebsrat und auch dem Wirtschaftsausschuss die Zahlen die sie für die Umsetzung ihrer Interessen benötigen. Der Betriebsrat sollte, bevor Zugeständnisse gemacht werden, die wirtschaftliche Situation von einem Sachverständigen überprüfen lassen.
Gilt den für Euch ein Tarifvertrag in dem die Wochenarbeitszeit, das Arbeitsentgelt sowie Weihnachts-/Urlaubsgeld geregelt ist?
13.01.2007 um 11:21 Uhr
Wir werden nach Chenietarif bezahlt. Diese Verträge müßte der AG einzeln durch Änderungskündigung kündigen. Die negativen sind um Teil noch geschätzte Zahlen, die noch zu überprüfen sind.
13.01.2007 um 11:27 Uhr
@jens9 Wenn ein Tarif gilt, wirst Du als BRM keinerlei Zugeständnisse machen können und dürfen hinsichtlich Weihnachtsgeld, Arbeitszeit, Urlaubsgeld. Das ist Sache der Tarifparteien. Auch geht noch nicht einmal ein freiwilliger Verzicht.
Wie wäre es denn, wenn Ihr den AG auffordert, legale Vorschläge zu Einsparungen zu machen. Das schlechte Gewissen sollte er bei sich belassen.
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