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Aufgezwungener Schichtdienst - welche Möglichkeiten haben wir, uns zu wehren?

G
gamisi
Jan 2018 bearbeitet

Hallo, in unserer Abteilung arbeiten 2 Festangestellte und seit einem Jahr eine Kollegin, die zurzeit noch bei einer Zeitarbeistfirma angestellt ist. Man hat ihr eine Festanstellung zugesagt, sowie eine weitere, neue Anlage in Betrieb genommen wird. Da wir nun zu dritt in der Qualitätssicherung arbeiten (normale Arbeitszeit von 7 Uhr bis max. 17 Uhr), möchte man uns nun in ein Schichtmodell drücken, obwohl wir mit überzeugenden Argumenten bisher dagegen gehalten haben. Wir produzieren seit ca. 15 Jahren im 3 - Schichtbetrieb. Die Produktion überwacht selbst und wird von den Angestellten in der Qualitätssicherung nur stichprobenweise kontrolliert. Da wir uns seit Wochen vehement gegen die Schichtarbeit wehren, versucht man nun uns zu erpressen, indem der neuen Kollegin, bis zur weiteren Klärung der Situation, eine Festanstellung verwährt wird. Welche Möglichkeiten haben wir, uns zu wehren?? Welche Möglichkeiten hat die Firma dies durchzusetzen??

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Community-Antworten (4)

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Rollie

26.06.2006 um 16:24 Uhr

Mal eine blöde Frage, aus welchem Grund sträubt ihr euch dagegen ? Aus lieb gewordenen Begehrlichkeiten hinsichlich der Arbeitszeiten ?

Ich vermute einmal, es geht doch gar nicht um eine Einführung eines rundumdieUhr 3-Schichtmodells in der QS, sondern nur darum, das zeitversetzt gearbeitet werden soll, um einen größeren Zeitkorridor zu bekommen, sonst wär das mit 3 Mitarbeitern ja kaum realisierbar.

was würde dagegen sprechen, wenn man beispielsweise bereits um 6 Uhr oder noch um 19 Uhr einen Ansprechpartner anfinden würde, um damit Arbeitsabläufe schneller abwickeln zu können ?

G
gamisi

26.06.2006 um 16:50 Uhr

Lieber Rollie, vielen Dank für die Arbeitgeberantwort, die wir nun endlich auch in schriftlicher Form vorliegen haben!!! Ich würde allerdings Konstruktives zu diesem Thema bevorzugen!

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Rollie

26.06.2006 um 17:20 Uhr

Es geht mir nicht um eine AG-freundliche Argumentation, sondern darum, das ein Betriebsrat m.E. nicht "nur" die Interessen der sich beklagenden Mitarbeiter zu beleuchten hat, sondern alle Gegebenheiten, die einfließen, zu beurteilen hat.

Ich kenne die beschriebene Konstellation ganz gut und auch die Argumentationen der Mitarbeiter, die nur ungern auf angenehme Arbeitszeiten verzichten wollen.

Aber ich halte es für die Mitarbeiter auch nicht für unzumutbar, sich mit ggf. notwendigen Lösungen auseinander setzen zu müssen, die Geschäftsablaufe verbessert, und zwar nicht nur im Sinne des AG's, sondern auch für vernünftige undeffektive Abläufe anderer Abteilungen.

Es geht dem AG kaum darum,die Mitarbeiter zu ärgern, sondern Abläufe zu verbessern, aber ich weiß, das interessiert die Mitarbeiter in der regel wenig, wenn sie deshalb von ihren Begehrlichkeiten abrücken müssen.

Ich kenn die Argumente der Betroffenen, ich kenn aber auch die Argumente der Mitarbeiter, die ihre Arbeit nicht vernünftig machen können und Kundenanfragen liegen bleiben, weil Abteilungen unbesetzt sind.

Das hat also mit AG-Antwort wenig zu tun.

Ich bin überzeugt, mit einer vernünftigen Planung, auch seitens BR könnten AZ-Modelle geschaffen werden, die den Abläufen gerecht werden, und ggf. sogar Vorteile für die Mitarbeiter schaffen könnte.

L
Lotte

26.06.2006 um 18:15 Uhr

@gamisi und dazu kommt wahrscheinlich, dass der AG wirklich keinen Grund hat, eine dritte Kraft einzustellen, wenn dadurch kein größerer Zeitkorridor geschaffen wird.

Aber vielleicht könnt Ihr ihm ja Lösungen vorschlagen, die alle zufrieden stellen? Z.B. kein Wechsel der Schichten, sondern jeder übernimmt eine bestimmte Schicht....

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