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Dieser Beitrag ist vor 20 Jahren entstanden. Gesetzliche Regelungen und Rechtsprechung können sich seitdem geändert haben.

Mehr Stunden ohne Lohnausgleich bzw. gegen Ware. Ist das zulässig?

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Petrus
Jan 2018 bearbeitet

In unserer Firma haben die MA eine Stunde Mehrarbeit für nichts bereits seit einiger Zeit freiwillig unterschrieben. Nun möchte der AG die 40 Std.-Woche . Diese Stunde wird er zahlen nach Tarif von 2002. Außerdem möchte er die Spätzuschläge von den MA abkaufen. Hierfür sollen die MA dann einen Rabatt auf bestimmte Waren erhalten.

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Community-Antworten (6)

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thomaslz

08.05.2006 um 23:24 Uhr

Grundsätzlich ist alles möglich leider . Es kommt darauf an was zur zeit für ein Arbeitsvertrag gültig ist -Manteltarifvertrag oder Haustariefvertrag ?

L
Lotte

09.05.2006 um 00:07 Uhr

Hallo Petrus, da Du schreibst: "haben die MA eine Stunde Mehrarbeit für nichts bereits seit einiger Zeit freiwillig unterschrieben"scheint eine Erhöhung der Stunden die Unterschrift der Mitarbeiter zu erfordern. Also kann er vermutlich die A-Zeit nicht einfach erhöhen, sondern müsste Änderungskündigungen aussprechen falls ihr euch weigert, mehr zu arbeiten oder die Spätzulage einzutauschen. Wenn er Änderungskündigungen ausspricht und ihr arbeitsrechtliche Schritte einleitet, muss er seine Bilanzen offenlegen und beweisen, dass die finanzielle Lage keine andere Möglichkeit offen lässt.

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Petrus

09.05.2006 um 12:05 Uhr

Hallo lotte und thomas, der AG wird jeden MA einzeln anschreiben und das Problem ist, es werden fast alle unterschreiben. Die Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes ist so groß und dem Rest der AG möchten nie dumm angesprochen werden und deshalb unterschreiben sie. Anscheinend können sich noch alle im Spiegel ansehen. !!!!! Als BR könnte ich bei dieser AN-Einstellung abdrehen. Gruß Petrus

K
Kölner

09.05.2006 um 12:20 Uhr

@Petrus Es gibt einen TV? Na dann...

L
Lotte

09.05.2006 um 22:21 Uhr

@Petrus Um den Mut aller zu wecken, reicht es manchmal, wenn einige wenige sich weigern zu unterschreiben (Gewerkschafter mit Rückendeckung?) und es bei einer Änderungskündigung auf einen Prozess ankommen lassen. Fühlst Du Dich dem gewachsen? Bei uns haben zwei Nachtwachen sich geweigert zu unterschreiben, dass sie ihre Pause (die sie oft nicht oder nur als Bereitschaft nehmen können) nicht mehr bezahlt bekommen. Bei einer Änderungskündigung wollen sie klagen. Sie kandidieren zur Zeit beide für den BR und da die Kündigung noch nicht ausgesprochen ist, sind sie relativ sicher. Wenn sie Erfolg haben, wird das beim nächsten Vorstoß des AG sicher auch anderen Kollegen den Mut geben, nicht zu unterschreiben.

P
Petrus

10.05.2006 um 22:27 Uhr

Hallo Lotte, ich habe schon die erste Stunde Mehrarbeit umsonst nicht unterschrieben. Ich werde auch weiterhin nichts unterschreiben. Als BR kann man den Tarif nicht unterlaufen und morgens möchte ich auch gern in den Spiegel schauen. Leider werde ich einer der Wenigen sein.

Aber wir machen weiter.....

Gruß Petrus

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